Wildeinflussmonitoring bestätigt: Wilddruck bleibt Herausforderung
Beurteilung-WEM
Zur Beurteilung des Wildeinflusses erfolgt auf jeder Fläche ein Soll-Ist-Vergleich (je nach Standort gibt es unterschiedliche Sollzahlen für jede Baumart). Kenngröße ist der Verbiss des vorjährigen Leittriebes, sowie jener der beiden Jahre davor (Mehrfachverbiss) oder Fegung des Stammes. Sind ausreichend von Wild unbeeinträchtigte Pflanzen vorhanden, wird für die Fläche kein Wildeinfluss ausgewiesen. Erreicht die Pflanzenzahl nicht das Mindestziel, dann wird der Wildeinfluss am Anteil der verbissenen Pflanzen je Baumart beurteilt und als geringer, mittlerer oder starker Wildeinfluss ausgewiesen.
Extremer Wildeinfluss wird vom WEM nicht erfasst. Flächen, auf denen verbissbedingt die Verjüngung ganz ausbleibt (etwa durch Keimlingsverbiss) oder nicht ausreichend viele Pflanzen über 30 cm hoch werden werden bei dieser Erhebung nicht erfasst. Es ist auch möglich, dass auf einer Fläche eine Baumart vom Wild eliminiert wird, aber bei den vorhandenen Baumarten auf dieser Fläche die Auswertung keinen oder geringen Wildeinfluss ergibt. Letzteres dürfte vor allem in den stammzahl- und artenarmen Hochlagen zum Tragen kommen. Insgesamt wird durch diese Methode also der Wildeinfluss unterschätzt.
Extremer Wildeinfluss wird vom WEM nicht erfasst. Flächen, auf denen verbissbedingt die Verjüngung ganz ausbleibt (etwa durch Keimlingsverbiss) oder nicht ausreichend viele Pflanzen über 30 cm hoch werden werden bei dieser Erhebung nicht erfasst. Es ist auch möglich, dass auf einer Fläche eine Baumart vom Wild eliminiert wird, aber bei den vorhandenen Baumarten auf dieser Fläche die Auswertung keinen oder geringen Wildeinfluss ergibt. Letzteres dürfte vor allem in den stammzahl- und artenarmen Hochlagen zum Tragen kommen. Insgesamt wird durch diese Methode also der Wildeinfluss unterschätzt.
Ergebnisse Oberösterreich
„Die Gesamtbeurteilung des Wildeinflusses in Oberösterreich schwankt leicht auf hohem Niveau. Tanne, Eiche, Ahorn und sonstige Hartlaubhölzer bleiben bei der Stammzahl- und/oder Höhenentwicklung hinter Fichte und Buche zurück“, so die Zusammenfassung des Bundesforschungszentrums für Wald.
Im Detail zeigen die Aufnahmen der letzten Erhebungsperiode 2022 – 2024 in Oberösterreich auf 29% der Flächen einen schwachen, auf 13% einen mittleren und auf 59% einen starken Wildeinfluss (siehe Tabelle). Der Vergleich zwischen allen Perioden ergibt eine leichte Verbesserung, im Schutzwald allerdings eine Verschlechterung. Die Auswertung der Baumartenanteile und Höhenentwicklung zeigt, dass Fichte, Buche, Hainbuche, Hart- und Weichlaub ihre mittleren Anteile mit zunehmender Pflanzenhöhe weitgehend behaupten. Die Anteile von Eiche, Tanne und Bergahorn gehen verbissbedingt in oberen Höhenklassen stark zurück. In der Karte dargestellt sind die Bezirksergebnisse und ihre Veränderung. Auf der Webseite des Wildeinflussmonitorings (aufrufbar über den QR-Code) sind die Bezirksergebnisse mit der Entwicklung der einzelnen Baumarten genau dargestellt.
Im Detail zeigen die Aufnahmen der letzten Erhebungsperiode 2022 – 2024 in Oberösterreich auf 29% der Flächen einen schwachen, auf 13% einen mittleren und auf 59% einen starken Wildeinfluss (siehe Tabelle). Der Vergleich zwischen allen Perioden ergibt eine leichte Verbesserung, im Schutzwald allerdings eine Verschlechterung. Die Auswertung der Baumartenanteile und Höhenentwicklung zeigt, dass Fichte, Buche, Hainbuche, Hart- und Weichlaub ihre mittleren Anteile mit zunehmender Pflanzenhöhe weitgehend behaupten. Die Anteile von Eiche, Tanne und Bergahorn gehen verbissbedingt in oberen Höhenklassen stark zurück. In der Karte dargestellt sind die Bezirksergebnisse und ihre Veränderung. Auf der Webseite des Wildeinflussmonitorings (aufrufbar über den QR-Code) sind die Bezirksergebnisse mit der Entwicklung der einzelnen Baumarten genau dargestellt.
„Für den Aufbau artenreicher Mischwälder als Antwort auf die Klimaentwicklung sollte der Wildeinfluss deutlich abgesenkt werden“ so die Empfehlung des Bundesforschungszentrums für Wald.