Milchmarkt Dezember - Unsicherheit bricht aus
Derzeit liegen die Auszahlungspreise der meisten Molkereien für GVO-freie Qualitätsmilch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß noch über 50 Cent pro Kilogramm. Allerdings wurden bereits für Jänner weitere Preissenkungen angekündigt, deren genaue Höhe bislang noch nicht bekannt ist.
Fest steht jedoch, dass die Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion zunehmend unter Druck gerät und eine vollkostendeckende Erzeugung vielerorts nur mehr knapp möglich ist. Dies bestätigt auch eine Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts im Auftrag des Vereins "Nachhaltige Tierhaltung". Demnach sind die Umsätze der landwirtschaftlichen Betriebe seit 2020 zwra um 18% gestigen, gleichzeitig haben sich die Kosten jedoch um 37% erhöht. Die Schere zwischen Ertrag und Aufwand öffnet sich insbesondere für Halter von Schweinen, Rinder und Geflügel zunehmend.
Die gesamte Lieferleistung der österreichischen Milchbetriebe belief sich im Oktober auf 298.273 Tonnen. Dies entspricht einer Mehrmenge von 6,6% gegenüber dem Oktober des Vorjahres. Saisonbedingt stiegen auch die Milchinhaltsstoffe und lagen über den Vorjahreswerten. Der durchschnittliche Fettgehalt betrug 4,28 % (2024: 4,25 %), der Eiweißgehalt lag bei 3,54 % (2024: 3,53%).
Auch auf Molkereiebene schreitet der Strukturwandel voran. Nach dem Zusammenschluss der NÖM mit der Vorarlberg Milch kommt es heuer bereits zur zweiten Fusion. Die Salzburg Milch und die Pinzgau Milch schließen sich zusammen. Diese Entwicklung bringt sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich. Einerseits ergeben sich logistische Vorteile in der Produktion und bei der Milchabholung, außerdem kann sich die Verhandlungsposition gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel verbessern. Auf der anderen Seite verringert sich für die Landwirte die Auswahl, falls ein Wechsel der Molkerei in Betracht gezogen wird.
Auf europäischer Ebene sanken die Auszahlungspreise im Oktober auf durchschnittlich 52,68 Cent pro Kilogramm (Basis natürlicher Fett- und Eiweißgehalt). Dies entspricht einem Rückgang von 1,3 % gegenüber dem Vormonat.
Damit lagen die Erzeugerpreise nur noch 1,9 % über dem Vorjahresniveau. Die vorläufigen Auszahlungspreise für November 2025 werden auf rund 51,15 Cent pro Kilogramm geschätzt, was einem deutlichen Minus von 2,9 % entspricht. Im Zeitraum von Jänner bis Oktober 2025 lag die europäische Milchmenge schaltjahrbereinigt um 1,3 % über dem Vorjahresniveau.
In Deutschland mehren sich unterdessen die Proteste der Landwirte gegen den Preisverfall bei Butter und Trinkmilch im Lebensmitteleinzelhandel. Vor allem Eigenmarken-Butter der Supermarktketten wurde innerhalb weniger Monate deutlich günstiger. Markenbutter der Molkereien sowie Bio-Butter konnten ihr Preisniveau hingegen bis zu einem gewissen Niveau weitgehend halten. Laut Bundesverband Deutscher Milchviehhalter hat sich der Butterpreis in Deutschland innerhalb eines Jahres mehr als halbiert – eine Entwicklung, die sich ähnlich auch in Österreich zeigt. Für Jänner drohten weitere Preissenkungen bei anderen Milchprodukten, die laut Angaben der Discounter jedoch vorerst ausgesetzt wurden. Inwieweit die Bauernproteste und Blockaden zu dieser Entscheidung beigetragen haben, bleibt unklar.
Im internationalen Handel hat China seit diesem Monat vorläufig Zölle auf bestimmte Milchprodukte aus der Europäischen Union verhängt. Diese Maßnahme gilt als Vergeltung für die von der EU eingeführten Zusatzzölle auf chinesische Elektroautos. Die Zollsätze auf Milchprodukte liegen zwischen 21,9 % und 42,7 %. Laut chinesischen Zolldaten ist die EU nach Neuseeland der zweitgrößte Lieferant von Milchprodukten für die Volksrepublik China.
Fest steht jedoch, dass die Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion zunehmend unter Druck gerät und eine vollkostendeckende Erzeugung vielerorts nur mehr knapp möglich ist. Dies bestätigt auch eine Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts im Auftrag des Vereins "Nachhaltige Tierhaltung". Demnach sind die Umsätze der landwirtschaftlichen Betriebe seit 2020 zwra um 18% gestigen, gleichzeitig haben sich die Kosten jedoch um 37% erhöht. Die Schere zwischen Ertrag und Aufwand öffnet sich insbesondere für Halter von Schweinen, Rinder und Geflügel zunehmend.
Die gesamte Lieferleistung der österreichischen Milchbetriebe belief sich im Oktober auf 298.273 Tonnen. Dies entspricht einer Mehrmenge von 6,6% gegenüber dem Oktober des Vorjahres. Saisonbedingt stiegen auch die Milchinhaltsstoffe und lagen über den Vorjahreswerten. Der durchschnittliche Fettgehalt betrug 4,28 % (2024: 4,25 %), der Eiweißgehalt lag bei 3,54 % (2024: 3,53%).
Auch auf Molkereiebene schreitet der Strukturwandel voran. Nach dem Zusammenschluss der NÖM mit der Vorarlberg Milch kommt es heuer bereits zur zweiten Fusion. Die Salzburg Milch und die Pinzgau Milch schließen sich zusammen. Diese Entwicklung bringt sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich. Einerseits ergeben sich logistische Vorteile in der Produktion und bei der Milchabholung, außerdem kann sich die Verhandlungsposition gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel verbessern. Auf der anderen Seite verringert sich für die Landwirte die Auswahl, falls ein Wechsel der Molkerei in Betracht gezogen wird.
Auf europäischer Ebene sanken die Auszahlungspreise im Oktober auf durchschnittlich 52,68 Cent pro Kilogramm (Basis natürlicher Fett- und Eiweißgehalt). Dies entspricht einem Rückgang von 1,3 % gegenüber dem Vormonat.
Damit lagen die Erzeugerpreise nur noch 1,9 % über dem Vorjahresniveau. Die vorläufigen Auszahlungspreise für November 2025 werden auf rund 51,15 Cent pro Kilogramm geschätzt, was einem deutlichen Minus von 2,9 % entspricht. Im Zeitraum von Jänner bis Oktober 2025 lag die europäische Milchmenge schaltjahrbereinigt um 1,3 % über dem Vorjahresniveau.
In Deutschland mehren sich unterdessen die Proteste der Landwirte gegen den Preisverfall bei Butter und Trinkmilch im Lebensmitteleinzelhandel. Vor allem Eigenmarken-Butter der Supermarktketten wurde innerhalb weniger Monate deutlich günstiger. Markenbutter der Molkereien sowie Bio-Butter konnten ihr Preisniveau hingegen bis zu einem gewissen Niveau weitgehend halten. Laut Bundesverband Deutscher Milchviehhalter hat sich der Butterpreis in Deutschland innerhalb eines Jahres mehr als halbiert – eine Entwicklung, die sich ähnlich auch in Österreich zeigt. Für Jänner drohten weitere Preissenkungen bei anderen Milchprodukten, die laut Angaben der Discounter jedoch vorerst ausgesetzt wurden. Inwieweit die Bauernproteste und Blockaden zu dieser Entscheidung beigetragen haben, bleibt unklar.
Im internationalen Handel hat China seit diesem Monat vorläufig Zölle auf bestimmte Milchprodukte aus der Europäischen Union verhängt. Diese Maßnahme gilt als Vergeltung für die von der EU eingeführten Zusatzzölle auf chinesische Elektroautos. Die Zollsätze auf Milchprodukte liegen zwischen 21,9 % und 42,7 %. Laut chinesischen Zolldaten ist die EU nach Neuseeland der zweitgrößte Lieferant von Milchprodukten für die Volksrepublik China.