Aktuelle Pflanzenschutzinformationen Nr. 24/2026
Raps
Erdflöhe
Der Zuflug der Käfer wird in Kürze abgeschlossen sein und die Tiere sind bereits in voller
Eibablage und der Larvenschlupf hat bereits begonnen. Details dazu gibt es auf
www.warndienst.at.
Die Behandlung der Larven soll bei Überschreiten der Schwellen, d.s. 30-40 % angestochene Blattstiele oder 3-5 Larven/Pflanze mit 0,2 l/ha Carnadine bzw. 0,193 l/ha Benevia (Zulassung auf 0,4 l/ha wird in Kürze ausgesprochen) oder einem synthetischen Pyrethroid Mitte bis Ende Oktober erfolgen. Das kann gemeinsam mit dem ev. noch notwendigen Wachstumsreglereinsatz erfolgen, vielfach ist dieser jedoch bereits erfolgt, sodass ein eigener Arbeitsgang notwendig ist. Durch einen Einsatz von Carnadine bzw. Benevia Mitte bis Ende Oktober gibt es einen guten Erfolg bei der Larvenbekämpfung. Die meisten Pyrethroide dürfen pro Kultur max. 2 x eingesetzt werden (siehe Tabelle), Carnadine darf nur 1 x eingesetzt werden, Mospilan 20 SG ist im Herbst nicht mehr erlaubt.
Informationen zum Wachstumsreglereinsatz gibt es in der letzten Aussendung.
Informationen zum Wachstumsreglereinsatz gibt es in der letzten Aussendung.
Wintergetreide
Gräserproblematik (Ackerfuchsschwanzgras, Weidelgräser)
Bei den früh gesäten Gersten sieht man bereits die Reihen, zu diesem Zeitpunkt können auch die Problemgräser wie Weidelgräser oder Ackerfuchsschwanzgras auflaufen. Auf Grund der Trockenheit könnte der Auflauf jedoch verzögert sein. Sind noch flufenacethältige Produkte vorhanden (diese müssen bis 10.12.2026, Cadou SC bis 5.12.2026 verbraucht sein und dürfen danach auch nicht mehr gelagert werden) so soll der Einsatz spätestens im Auflaufen der Ungräser erfolgen. Gräser mit 3-4 cm Länge oder bereits bestockte Gräser bei Mulchsaat werden nicht mehr erfasst. Die Behandlung soll dann bei den aktuell trockenen Bedingungen am frühen Morgen bei noch taufeuchtem Boden erfolgen. Die Details zur Behandlung entnehmen sie bitte der letzten Aussendung.
Tritt kein Ackerfuchsschwanzgras oder Weidelgras auf, so kann die Behandlung auch etwas später bei Auflaufen bzw. erstem Laubblattpaarstadium der zweikeimblättrigen Unkräuter erfolgen.
Die Tabelle der Herbstherbizide in Getreide kann im Download abgerufen werden.
Bei den früh gesäten Gersten sieht man bereits die Reihen, zu diesem Zeitpunkt können auch die Problemgräser wie Weidelgräser oder Ackerfuchsschwanzgras auflaufen. Auf Grund der Trockenheit könnte der Auflauf jedoch verzögert sein. Sind noch flufenacethältige Produkte vorhanden (diese müssen bis 10.12.2026, Cadou SC bis 5.12.2026 verbraucht sein und dürfen danach auch nicht mehr gelagert werden) so soll der Einsatz spätestens im Auflaufen der Ungräser erfolgen. Gräser mit 3-4 cm Länge oder bereits bestockte Gräser bei Mulchsaat werden nicht mehr erfasst. Die Behandlung soll dann bei den aktuell trockenen Bedingungen am frühen Morgen bei noch taufeuchtem Boden erfolgen. Die Details zur Behandlung entnehmen sie bitte der letzten Aussendung.
Tritt kein Ackerfuchsschwanzgras oder Weidelgras auf, so kann die Behandlung auch etwas später bei Auflaufen bzw. erstem Laubblattpaarstadium der zweikeimblättrigen Unkräuter erfolgen.
Die Tabelle der Herbstherbizide in Getreide kann im Download abgerufen werden.
Blattläuse
Bei aufgelaufenen Gersten ist auch auf den Zuflug von Blattläusen und Zikaden zu achten. Der Zuflug setzt ein, wenn die Gersten genügend Blattmasse entwickelt haben.
Bei aufgelaufenen Gersten ist auch auf den Zuflug von Blattläusen und Zikaden zu achten. Der Zuflug setzt ein, wenn die Gersten genügend Blattmasse entwickelt haben.
Die Aktivität der Tiere beginnt ab Tagestemperaturen über 12°C. Aktuell ist eine Behandlung noch zu früh. Allgemeine Information dazu gibt es hier. Nach Analyse des Ausfallgetreides ist dieses heuer weniger stark mit Viren belastet. Wenn jedoch die Witterung im Oktober weiterhin so warm bleibt, dann ist mit einer starken Aktivität der Tiere zu rechnen. Überraschend ist, dass auch viele Pflanzen mit dem Weizenverzwergungsvirus belastet sind. Dieses wird von Zikaden (fliegen vom Bestand auf, wenn man diesen betritt) übertragen. Die Insektizide erfassen Zikaden schlechter als Blattläuse, deshalb wird empfohlen, Weizen erst ab der zweiten Oktoberwoche anzubauen.
Downloads zum Thema
Links zum Thema
- 18. September 2026
- In den vergangenen beiden Jahren gab es kaum Befall mit Verzwergungsviren im Wintergetreide. Der Anbau erfolgte in der Regel später, es wurden mehr resistente Wintergerstensorten angebaut und wenn Blattläuse über der Bekämpfungsschwelle auftraten, wurde eine Behandlung durchgeführt. Aus den Untersuchungen im Rahmen des Ausfallgetreide-Virenmonitorings geht deutlich hervor, dass die Blattläuse aber auch Zikaden in Oberösterreich mit Viren belastet sind.