Exotische Kulturen als neue Chance
Bildergalerie
(3 Fotos)
Maria Bernhart und Gerald Binder bauen unter anderem Wassermelonen an. © Joahnnes Sommer
Gregor Neumeyer von ÖsterReis hat sich dem Reisanbau verschrieben. © Österreis
Theresa und Simon Hinterplattner vom Obstbau Spitzlehner bauen auf ihrem Betrieb Mandeln, Feigen, Indianerbananen und weitere Exoten an. © Land OÖ
Exotische Kulturen sind in Österreich längst mehr als ein Randthema. Egal ob Exoten
vom Baum, vom Strauch oder aus der Erde: Immer mehr Betriebe beschäftigen sich mit Pflanzen, die vor einigen Jahren in Österreich noch als ungewöhnlich gegolten hätten.
Exotische Vielfalt als Chance
Neben bekannteren Kulturen wie Ingwer, Kurkuma, Safran, Artischocken, Aroniabeeren, Feigen und Oliven werden zunehmend auch Kiwi, Indianerbananen, Kaki, Granatapfel, Physalis, Maibeeren, Gojibeeren, Reis, Kichererbsen und Wassermelonen in Österreich angebaut. Für alle Kulturen gilt: Entscheidend für einen
erfolgreichen Anbau sind das Know-how zur Kulturführung sowie ein geeigneter Standort.
Für landwirtschaftliche Betriebe können exotische Kulturen vielfaltige Chancen bieten. Sie erweitern die Fruchtfolge und stellen bei längeren Hitzeperioden oder veränderten Niederschlagsmustern mögliche Alternativen dar. Darüber hinaus können sie als Nischenprodukte entsprechend höhere Preise erzielen, besonders in der Direktvermarktung.
Und: Wenn bislang importierte Produkte im Inland produziert werden, entstehen neue Marktchancen und die Abhängigkeit von Importen kann reduziert werden.
erfolgreichen Anbau sind das Know-how zur Kulturführung sowie ein geeigneter Standort.
Für landwirtschaftliche Betriebe können exotische Kulturen vielfaltige Chancen bieten. Sie erweitern die Fruchtfolge und stellen bei längeren Hitzeperioden oder veränderten Niederschlagsmustern mögliche Alternativen dar. Darüber hinaus können sie als Nischenprodukte entsprechend höhere Preise erzielen, besonders in der Direktvermarktung.
Und: Wenn bislang importierte Produkte im Inland produziert werden, entstehen neue Marktchancen und die Abhängigkeit von Importen kann reduziert werden.
Erträge, Vermarktung und Technik
Exotische Kulturen bringen allerdings auch Herausforderungen mit sich. Unsichere Erträge und Qualität erschweren die Planung gerade zu Beginn. Überdies müssen Vermarktungsstrukturen für die neuen Produkte etabliert werden. Der Arbeits- und Investitionsaufwand kann dadurch vor allem am Anfang höher sein.
Eine Herausforderung, die oft erst spät sichtbar wird, ist die Technik. Bei Spezialkulturen sind passende Erntegeräte oft nicht verfügbar, zu teuer, nicht für kleine Flächen ausgelegt oder nicht an die jeweilige Kultur angepasst. Hier braucht es Improvisation, Tüftelei und vermehrte Kooperation.
Eine Herausforderung, die oft erst spät sichtbar wird, ist die Technik. Bei Spezialkulturen sind passende Erntegeräte oft nicht verfügbar, zu teuer, nicht für kleine Flächen ausgelegt oder nicht an die jeweilige Kultur angepasst. Hier braucht es Improvisation, Tüftelei und vermehrte Kooperation.
Erkenntnisse aus der Praxis
Im Webinar “Ideenacker 22“ berichteten drei Betriebe von ihren Erfahrungen mit Spezialkulturen und Exoten (ÖsterReis aus Niederosterreich, B&B Raritäten aus der Steiermark, und Obstbau Spitzlehner aus Oberosterreich). Die wichtigsten Erkenntnisse lauten: klein anfangen, Erfahrungen sammeln und die Vermarktung früh mitdenken. Wer eine neue Kultur ausprobiert, sollte nicht nur auf den Anbau schauen, sondern auf das gesamte System achten: Standort, Wasser, Technik, Arbeitszeit, Verarbeitung, Absatz und Kommunikation.
Für manche Betriebe können Exoten ein spannender Zusatzbaustein sein, für andere bleiben sie zu arbeitsintensiv oder zu speziell. Genau deshalb lohnt sich der Blick in die Praxis - nicht nur auf die fertigen Produkte, sondern auch auf die Erfahrungen, Entscheidungen und Umwege dahinter.
Für manche Betriebe können Exoten ein spannender Zusatzbaustein sein, für andere bleiben sie zu arbeitsintensiv oder zu speziell. Genau deshalb lohnt sich der Blick in die Praxis - nicht nur auf die fertigen Produkte, sondern auch auf die Erfahrungen, Entscheidungen und Umwege dahinter.
Das gibt‘s Neues
Im “Farm Up Talk 18“ spricht Doris Lengauer, Bereichsleiterin im Referat Pflanzengesundheit und Spezialkulturen in der Versuchsanstalt Wies, über exotische Kulturen in Österreich - verfügbar überall, wo es Podcasts gibt!
Nächster “Ideenacker“
Das kostenlose Webinar “Ideenacker“ geht am 22. September mit dem Thema “Wald mit Mehrwert: Von der Naturvermittlung bis zur nachhaltigen Rohstoffnutzung“ in die 23. Runde. Von 19.30 - 20.45 Uhr berichten die Kräuterlei aus Kärnten, die Waldschule Böhmerwald aus Oberösterreich und Rundholzbauweise System Haberl aus der Steiermark über ihre Erfahrungen. Die Teilnahme ist kostenlos - Anmeldung erforderlich unter https://oe.lfi.at/ideenacker-23.
Die Aufzeichnung des Webinars kann auf der Website www.meinhof-meinweg.at nachgesehen werden.
Nächster “Ideenacker“
Das kostenlose Webinar “Ideenacker“ geht am 22. September mit dem Thema “Wald mit Mehrwert: Von der Naturvermittlung bis zur nachhaltigen Rohstoffnutzung“ in die 23. Runde. Von 19.30 - 20.45 Uhr berichten die Kräuterlei aus Kärnten, die Waldschule Böhmerwald aus Oberösterreich und Rundholzbauweise System Haberl aus der Steiermark über ihre Erfahrungen. Die Teilnahme ist kostenlos - Anmeldung erforderlich unter https://oe.lfi.at/ideenacker-23.
Die Aufzeichnung des Webinars kann auf der Website www.meinhof-meinweg.at nachgesehen werden.