Parasiten in der Bio-Schweinehaltung
Welche Parasiten treten besonders häufig auf?
Zu den wichtigsten Endoparasiten zählen Spulwürmer (Ascaris suum), Peitschenwürmer (Trichuris suis) und Kokzidien. Sie können Durchfall, verminderte Tageszunahmen, schlechtere Futterverwertung und eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit verursachen. Besonders bei Ferkeln können Kokzidien zu Durchfällen und Wachstumsstörungen führen. Bei älteren Tieren stehen häufig chronische Leistungseinbußen im Vordergrund.
Auch Ektoparasiten wie Räudemilben und Läuse können Probleme verursachen. Sie führen unter anderem zu Juckreiz, Hautveränderungen, Unruhe und Leistungseinbußen. Durch den engen Kontakt zwischen den Tieren können sie sich im Bestand rasch verbreiten.
Auch Ektoparasiten wie Räudemilben und Läuse können Probleme verursachen. Sie führen unter anderem zu Juckreiz, Hautveränderungen, Unruhe und Leistungseinbußen. Durch den engen Kontakt zwischen den Tieren können sie sich im Bestand rasch verbreiten.
Vorbeugung beginnt bei Haltung und Hygiene
Eine konsequente Vorbeugung ist die Grundlage eines erfolgreichen Parasitenmanagements. Dazu gehört eine regelmäßige Reinigung der Stallbereiche, trockene Liegeflächen und eine regelmäßige Entmistung. Besonders wichtig ist, die Übertragung von Parasiten über Kot zu reduzieren.
Im Auslauf ist auf eine möglichst geringe Belastung des Bodens mit infektiösen Parasitenstadien zu achten. Wo es die betrieblichen Möglichkeiten erlauben, helfen ein gezielter Auslaufwechsel, eine geeignete Flächenrotation und ausreichend lange Nutzungspausen. Allerdings können beispielsweise Spulwurmeier sehr lange in der Umwelt überleben. Ein Flächenwechsel allein garantiert daher keine Parasitenfreiheit.
Eine gute Fütterung, sauberes Trinkwasser, geringe Stressbelastung und eine stabile Tiergesundheit stärken zusätzlich die Widerstandsfähigkeit der Schweine.
Im Auslauf ist auf eine möglichst geringe Belastung des Bodens mit infektiösen Parasitenstadien zu achten. Wo es die betrieblichen Möglichkeiten erlauben, helfen ein gezielter Auslaufwechsel, eine geeignete Flächenrotation und ausreichend lange Nutzungspausen. Allerdings können beispielsweise Spulwurmeier sehr lange in der Umwelt überleben. Ein Flächenwechsel allein garantiert daher keine Parasitenfreiheit.
Eine gute Fütterung, sauberes Trinkwasser, geringe Stressbelastung und eine stabile Tiergesundheit stärken zusätzlich die Widerstandsfähigkeit der Schweine.
Kontrollieren statt nur vermuten
Regelmäßige Tierbeobachtung ist unverzichtbar. Hinweise auf einen Parasitenbefall können Durchfall, struppiges Haarkleid, Juckreiz, Hautveränderungen, schlechte Zunahmen oder eine ungleichmäßige Entwicklung der Tiere sein. Bei Verdacht helfen Kotuntersuchungen, den Befall besser einzuschätzen. Dabei ist zu beachten, dass nicht jeder Parasit und nicht jedes Entwicklungsstadium mit einer einzelnen Kotprobe sicher nachgewiesen werden kann. Bei Bedarf sollten mehrere Proben gezogen werden.
Gezielte Behandlung und Dokumentation
Werden Parasiten festgestellt, sollte die Behandlung gemeinsam mit der Tierärztin oder dem Tierarzt abgestimmt werden. Dabei sind die Parasitenart, die betroffene Tiergruppe und der Infektionsdruck zu berücksichtigen. Zugelassene Tierarzneimittel können auch in der biologischen Schweinehaltung eingesetzt werden, sofern die geltenden Bio-Vorschriften eingehalten werden. Die Behandlung muss dokumentiert werden; außerdem sind die vorgeschriebenen, doppelten Wartezeiten zu beachten.