Ohne Bäuerinnen keine Zukunft
Die Vereinten Nationen (UN) haben das Jahr 2026 zum Internationalen Jahr der Bäuerin erklärt. Damit soll die unverzichtbare Leistung von Frauen in der Landwirtschaft sichtbar gemacht werden. Ziel ist es, ihren Beitrag zu Ernährungssicherheit, Gesellschaft und Wirtschaft hervorzuheben und gleichzeitig auf bestehende Herausforderungen aufmerksam zu machen sowie Verbesserungen anzustoßen. Im Mittelpunkt stehen die Bäuerinnen, die mit ihrer täglichen Arbeit wesentlich zu unserem Alltag beitragen – sei es in der Lebensmittelproduktion, der Pflege unserer Kulturlandschaft oder in der Bewahrung kultureller und traditioneller Werte.
„Unsere Bäuerinnen leisten Tag für Tag Enormes – für unsere Ernährung, unsere Landschaft und unsere ländliche Kultur. Oft geschieht das im Stillen, aber niemals ohne Wirkung. Das Internationale Jahr der Bäuerin 2026 ist eine wertvolle Chance, diese Arbeit sichtbar zu machen. Es ist an der Zeit, den Frauen in der Landwirtschaft die Wertschätzung zu geben, die sie verdienen“, so Rosemarie Ferstl die Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer OÖ.
In Oberösterreich werden von 24.440 landwirtschaftlichen Betrieben 43,6 Prozent von Frauen bzw. in einer Ehegemeinschaft geführt (10.651 Betriebe) – 25,7 Prozent nur von einer Bäuerin, 17,9 Prozent in einer Ehegemeinschaft. Die meisten rein von Frauen geführten Bauernhöfe gibt es in Vöcklabruck mit 633, gefolgt von Freistadt mit 625 und Braunau mit 611. Prozentuell gesehen ist in folgenden drei Bezirken der von Frauen geführte Betriebsanteil am höchsten: 28,9 Prozent in Vöcklabruck, 28,7 Prozent in Ried und 28 Prozent in Braunau.
Bäuerinnen: der Motor für die Diversifizierung
Innovation ist in der Landwirtschaft vielfach weiblich geprägt. Bäuerinnen übernehmen am Betrieb häufig eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, neue Ideen zu entwickeln. Diese neuen wirtschaftlichen Standbeine sind insbesondere für kleinstrukturierte Familienbetriebe von großer Bedeutung.
„Wir wollen vermitteln, was es bedeutet, Bäuerin zu sein, welche Stärken und Talente diese Frauen mitbringen und welchen Herausforderungen sie sich stellen. Wir möchten 2026 nützen, um das Engagement der Bäuerin aufzuzeigen und ihrer Arbeit die nötige Wertschätzung entgegenbringen“, erläutert Johanna Haider, die Vorsitzende des Bäuerinnenausschusses der Landwirtschaftskammer OÖ.
„Wo Frauen wirken, wächst Zukunft – stellen wir 2026 gemeinsam die Weichen dafür“, plädiert Haider abschließend.