Nutztierhaltung braucht modernen Tiergesundheitsdienst
Bereits Mitte Februar ist die Tierärztekammer ohne Vorankündigung aus der Tiergesundheit Österreich ausgetreten. Seither gab es auf Seiten der Landwirtschaft mehrere Bemühungen, die Tierärzteschaft wieder für eine konstruktive Mitarbeit an der Weiterentwicklung von Tiergesundheitsprogrammen zu gewinnen. Statt zur sozialpartnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft zurückzukehren, setzt man in der Tierärztekammer in internen Informationen an die Tierärzteschaft weiter auf Eskalation. Zuletzt wurde behauptet, dass die Landwirtschaft den Antibiotikaeinsatz dem Einsatz von Impfungen vorziehen würde.
„Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Als Landwirtschaft möchten wir einen niederschwelligen Zugang zu Vorsorgeimpfungen, um gerade den Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung weiter zu minimieren. Und genau das nahm die Tierärztekammer auf Bundesebene zum Anlass, um die Zusammenarbeit im Verein Tiergesundheit Österreich aufzukündigen. Wenn die Spitzenfunktionäre der Tierärztekammer den partnerschaftlichen Weg weiterhin verlassen, muss ihnen klar sein, dass sie damit die Tierärzteschaft in Sachen Weiterentwicklung von Tiergesundheitsprogrammen isolieren. Sie erweisen damit nicht nur den Nutztieren, sondern auch ihren Berufskolleginnen und -kollegen, die in den Nutztierpraxen und auch in den Tiergesundheitsdiensten einen hervorragenden Job machen, einen wirklichen Bärendienst“, betont LK OÖ-Präsident Franz Waldenberger.