Milchmarkt Februar
Seit November mussten die Milchpreise bis inklusive Februar jeden Monat, teilweise durchaus beträchtlich, gesenkt werden. Während im Oktober noch Auszahlungspreise von rund 55 Cent/kg netto bei 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß erzielt wurden, liegen die Milchpreise im Februar noch zwischen netto 42 und 45,5 Cent pro Kilogramm Milch.
Im Durchschnitt erhielten österreichische Landwirte im Jahr 2025 für konventionelle Qualitätsmilch 54,09 Cent/kg bei 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß. Für Biomilch wurden im Schnitt 61,85 Cent/kg ausbezahlt, für Heumilch 57,53 Cent/kg und für Bioheumilch 67,48 Cent/kg - jeweils bei gleichen Inhaltsstoffen.
Am europäischen Milchmarkt mehren sich zuletzt Anzeichen einer vorsichtigen Stabilisierung. An den Terminbörsen konnten sich die Kurse für Butter und Magermilchpulver im Wochenvergleich leicht erholen. Besonders die hinteren Monate legten zu, was auf eine etwas freundlichere Markterwartung hindeutet. Die steigenden Kuse ziehen auch die Börsenmilchwerte mit nach oben, die für alle Monate des aktuellen Jahres zulegten. Magermilchpulver erholt sich damit nach monatelangen Rücksetzern ein wenig, auch wenn die bisherige Aufwärtsbewegung noch überschaubar ist. Butte legte leicht zu und hält damit das bestehende Niveau. Auch am Kassamarkt ist Magermilchpulver nun gefragter. An der Kemptener Butter- und Käsebörse legten die Spannen für Ware in Lebensmittelqualität als auch in Futterqualität zu.
Die Angebotslage bleibt das zentrale Belastungselement am Markt. EU-weit lag die Milchanlieferung in den ersten elf Monaten 2025 um durchschnittlich 1,6 Prozent über dem Vorjahr. Auch außerhalb der EU wird kräftig produziert: Die USA erreichten 2025 mit 105 Millionen. Tonnen ein Allzeithoch, während das Vereinigte Königreich mit 16,25 Millionen Tonnen die höchste Milchmenge seit 40 Jahren meldete. Diese globale Ausweitung des Angebots wirkt sich indirekt auch auf den österreichischen Markt aus, insbesondere über den anhaltenden Wettbewerbs- und Exportdruck innerhalb der EU.
Die Erzeugerpreissituation hat zuletzt zu Protesten deutscher Milchbauern geführt. Produktionskosten von rund 53 Cent pro Kilogramm stehen dort vielfach Auszahlungspreisen von lediglich 34 bis 46 Cent pro Kilogramm gegenüber. Forderungen nach verbindlichen Lieferverträgen und mengensteuernden Instrumenten unterstreichen die zunehme Unzufriedenheit der Erzeugerseite. Ein Thema, das auch in Österreich aufmerksam verfolgt wird.
Zusätzliche Unsicherheiten ergeben sich aus dem internationalen Umfeld. Antidumping-Zölle Chinas auf EU-Milchprodukte dürften die Exportmengen in den kommenden Monaten nochmal etwas reduzieren. Gleichzeitig erhält der Milchmarkt zusätzliche Aufmerksamkeit durch den erstmaligen Nachweis von Antikörpern gegen das Vogelgrippe-Virus H5N1 bei einer Milchkuh in den Niederlanden. Bereits 2024 sowie zu Beginn des Jahres 2025 führten Infektionsgeschehen mit H5N1 in den USA zu deutlichen Leistungseinbußen, zeitweisen Lieferausfällen und einer insgesamt gedämpften Milchproduktion. Sollte es in Europa zu Krankheitsfällen kommen, könnten ebenfalls teporäre Rückgänge bei der Milchanlieferung auftreten.
Insgesamt kann für den Milchmarkt 2026 eine vorsichtige Stabilisierung angedeutet werden. Politische Auflagen, Umweltziele und die anhaltend niedrigen Milchpreise könnten das Produktionswachstum mittelfristig bremsen. Für Landwirte bedeutet dies aktuell, die eigenen Produktionskosten genau im Blick zu behalten und zu prüfen, ob einzelne Kühe im Stall, auch unter Berücksichtigung der derzeit attraktiven Schlachtkuhpreise, noch kostendeckend produzieren.
Im Durchschnitt erhielten österreichische Landwirte im Jahr 2025 für konventionelle Qualitätsmilch 54,09 Cent/kg bei 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß. Für Biomilch wurden im Schnitt 61,85 Cent/kg ausbezahlt, für Heumilch 57,53 Cent/kg und für Bioheumilch 67,48 Cent/kg - jeweils bei gleichen Inhaltsstoffen.
Am europäischen Milchmarkt mehren sich zuletzt Anzeichen einer vorsichtigen Stabilisierung. An den Terminbörsen konnten sich die Kurse für Butter und Magermilchpulver im Wochenvergleich leicht erholen. Besonders die hinteren Monate legten zu, was auf eine etwas freundlichere Markterwartung hindeutet. Die steigenden Kuse ziehen auch die Börsenmilchwerte mit nach oben, die für alle Monate des aktuellen Jahres zulegten. Magermilchpulver erholt sich damit nach monatelangen Rücksetzern ein wenig, auch wenn die bisherige Aufwärtsbewegung noch überschaubar ist. Butte legte leicht zu und hält damit das bestehende Niveau. Auch am Kassamarkt ist Magermilchpulver nun gefragter. An der Kemptener Butter- und Käsebörse legten die Spannen für Ware in Lebensmittelqualität als auch in Futterqualität zu.
Die Angebotslage bleibt das zentrale Belastungselement am Markt. EU-weit lag die Milchanlieferung in den ersten elf Monaten 2025 um durchschnittlich 1,6 Prozent über dem Vorjahr. Auch außerhalb der EU wird kräftig produziert: Die USA erreichten 2025 mit 105 Millionen. Tonnen ein Allzeithoch, während das Vereinigte Königreich mit 16,25 Millionen Tonnen die höchste Milchmenge seit 40 Jahren meldete. Diese globale Ausweitung des Angebots wirkt sich indirekt auch auf den österreichischen Markt aus, insbesondere über den anhaltenden Wettbewerbs- und Exportdruck innerhalb der EU.
Die Erzeugerpreissituation hat zuletzt zu Protesten deutscher Milchbauern geführt. Produktionskosten von rund 53 Cent pro Kilogramm stehen dort vielfach Auszahlungspreisen von lediglich 34 bis 46 Cent pro Kilogramm gegenüber. Forderungen nach verbindlichen Lieferverträgen und mengensteuernden Instrumenten unterstreichen die zunehme Unzufriedenheit der Erzeugerseite. Ein Thema, das auch in Österreich aufmerksam verfolgt wird.
Zusätzliche Unsicherheiten ergeben sich aus dem internationalen Umfeld. Antidumping-Zölle Chinas auf EU-Milchprodukte dürften die Exportmengen in den kommenden Monaten nochmal etwas reduzieren. Gleichzeitig erhält der Milchmarkt zusätzliche Aufmerksamkeit durch den erstmaligen Nachweis von Antikörpern gegen das Vogelgrippe-Virus H5N1 bei einer Milchkuh in den Niederlanden. Bereits 2024 sowie zu Beginn des Jahres 2025 führten Infektionsgeschehen mit H5N1 in den USA zu deutlichen Leistungseinbußen, zeitweisen Lieferausfällen und einer insgesamt gedämpften Milchproduktion. Sollte es in Europa zu Krankheitsfällen kommen, könnten ebenfalls teporäre Rückgänge bei der Milchanlieferung auftreten.
Insgesamt kann für den Milchmarkt 2026 eine vorsichtige Stabilisierung angedeutet werden. Politische Auflagen, Umweltziele und die anhaltend niedrigen Milchpreise könnten das Produktionswachstum mittelfristig bremsen. Für Landwirte bedeutet dies aktuell, die eigenen Produktionskosten genau im Blick zu behalten und zu prüfen, ob einzelne Kühe im Stall, auch unter Berücksichtigung der derzeit attraktiven Schlachtkuhpreise, noch kostendeckend produzieren.
Österreichische Milchauszahlungspreise der verschiedenen Qualitäten im Jahr 2025. Ein umfangreicher Vergleich der Auszahlungspreise der verschiedenen Molkereien folgt demnächst.
| 2025 | Qualitätsmilch | Bio Milch | Heumilch | Bio Heumilch |
| Jänner | 52,54 | 59,81 | 56,03 | 65,45 |
| Februar | 53,12 | 60,44 | 56,42 | 66,02 |
| März | 53,32 | 60,62 | 56,59 | 66,23 |
| April | 53,36 | 60,66 | 56,59 | 66,30 |
| Mai | 53,84 | 61,17 | 57,23 | 66,85 |
| Juni | 54,33 | 61,41 | 58 | 67,02 |
| Juli | 54,99 | 62,62 | 58,65 | 68,15 |
| August | 55,39 | 63,49 | 59,03 | 69,09 |
| September | 55,5 | 63,69 | 58,93 | 69,47 |
| Oktober | 55,74 | 63,91 | 59,07 | 69,57 |
| November | 53,55 | 62,02 | 56,87 | 67,71 |
| Dezember | 52,98 | 61,8 | 56,34 | 67,5 |
| Durchschnitt | 54,06 | 61,80 | 57,48 | 67,45 |
netto 4,2%Fett, 3,4% Eiweiß,
Quelle: AMA, eigene Darstellung