JETZT die Weichen für Futterzwischenfrüchte stellen!
Pflanzen und Mischungen
Eine wichtige Entscheidung ist, ob die Mischung abfrostend oder winterhart sein soll, um eine weitere Nutzung im Frühjahr zu ermöglichen.
Abfrostende Komponenten mit guter Futtereignung
Alexandrinerklee, Blaue Lupine, Futtererbse, Hirse, Krumenklee, Perserklee, Phacelia, Platterbse, Rauhafer, Sandhafer, Sareptasenf, Sommerraps, Sommerwicke, Sudangras und Westerwoldisches Raygras.
Winterharte Komponenten mit guter Futtereignung
Bastardraygras, Englisches Raygras, Esparsette, Gelbklee, Glatthafer, Grünschnittroggen, Hornklee, Inkarnatklee, Italienisches Raygras, Kammgras, Luzerne, Markstammkohl, Rotes Straußgras, Rotklee, Rotschwingel, Schafschwingel, Schwedenklee, Weißklee, Wiesenrispe, Wiesenschwingel, Winterraps, Winterrübsen, Winterwicke, Wundklee
Alle weiteren Details wie Saatmenge und Saatzeit sind in der Begrünungsliste zu finden.
Mischungen
Als winterharte Mischung ist das Landsberger Gemenge mit ca. 40 – 50 % Gräser, 20 – 30 % Klee und 20 – 30 % Wicke bei einer Saatstärke von 70 – 80 kg/ha gängig.
Eine in Versuchen erprobte, abfrostende Mischung besteht aus 20 kg Sandhafer, 10 kg Alexandrinerklee, 5 kg Krumenklee und 3 kg Winterrübsen. Rübsen sind winterhart, aber im Frühjahr mechanisch leicht zu beseitigen.
Zudem werden von Saatgutfirmen verschiedene Mischungen angeboten, die als Futterzwischenfrucht genutzt werden können.
Bio-Saatgutmischungen
Bei der Aussaat von Futterzwischenfrüchten auf biologischen Betrieben sind beim Saatgutzukauf auf die Vorgaben zu achten. Es ist vorrangig zertifiziertes Biosaatgut zu verwenden, dabei soll die Verfügbarkeit in der AGES-Saatgutdatenbank geprüft werden.
Bei den sogenannten „70-%-Saatgutmischungen“ dürfen maximal 30 % aus nicht-biologischen Komponenten bestehen, sofern diese in der AGES-Liste für allgemeingültige Genehmigungen enthalten sind. Für alle anderen Komponenten und Mischungen, insbesondere nicht-biologische oder solche, die nicht aus Österreich stammen, ist vor der Saat ein Ansuchen bei der Kontrollstelle erforderlich.
Bei den sogenannten „70-%-Saatgutmischungen“ dürfen maximal 30 % aus nicht-biologischen Komponenten bestehen, sofern diese in der AGES-Liste für allgemeingültige Genehmigungen enthalten sind. Für alle anderen Komponenten und Mischungen, insbesondere nicht-biologische oder solche, die nicht aus Österreich stammen, ist vor der Saat ein Ansuchen bei der Kontrollstelle erforderlich.
Anlage von Futterzwischenfrüchten
Wie alle Zwischenfrüchte, sollte die Anlage möglichst früh und zügig erfolgen. So kann die Vegetationsdauer und der vorhandene Wasservorrat im Boden optimal genutzt werden. Früh räumende Vorfrüchte (z.B. Wintergerste) sind besonders geeignete Vorfrüchte.
Unter Umständen ist eine Bodenbearbeitung zur Bekämpfung von Beikräutern und Ausfallgetreide sinnvoll. Für eine wassersparende Bewirtschaftung sind flach mischende Geräte wie Grubber oder Egge der Pflugbearbeitung vorzuziehen. Durch Anwalzen wird der Bodenschluss verbessert und die Fläche eingeebnet, was die spätere Ernte erleichtert. Eine Fahrgeschwindigkeit von 4 bis 6 km/h ist dabei sinnvoll. Unter trockenen Bedingungen sollte die Bodenbearbeitung langsam (max. 9 km/h) erfolgen. Generell ist auf eine gute Befahrbarkeit und Bearbeitbarkeit zu achten.
Unter Umständen ist eine Bodenbearbeitung zur Bekämpfung von Beikräutern und Ausfallgetreide sinnvoll. Für eine wassersparende Bewirtschaftung sind flach mischende Geräte wie Grubber oder Egge der Pflugbearbeitung vorzuziehen. Durch Anwalzen wird der Bodenschluss verbessert und die Fläche eingeebnet, was die spätere Ernte erleichtert. Eine Fahrgeschwindigkeit von 4 bis 6 km/h ist dabei sinnvoll. Unter trockenen Bedingungen sollte die Bodenbearbeitung langsam (max. 9 km/h) erfolgen. Generell ist auf eine gute Befahrbarkeit und Bearbeitbarkeit zu achten.
Düngung
Aufgrund der Ähnlichkeit zum Feldfutter sind Futterzwischenfrüchte eine gute Verwertung für Wirtschaftsdünger im Herbst. Bei der Düngung sind die Vorgaben der NAPV und der sachgerechten Düngung (SGD) einzuhalten. Bei einer Teilnahme am ÖPUL - Vorbeugenden Grundwasserschutz-Acker (GWA) sind die Vorgaben zu Düngung und Saldierung zu beachten.
Futternutzung für Nutztiere
Erfahrungen aus Praxis und Versuchen zeigen, dass Futterzwischenfrüchte eher als Grünfutter geeignet sind. Aufgrund der Herbstwitterung und des oft hohen Wassergehalts ist ein gutes Anwelken für Silage erschwert. Je nach Erntebedingungen kann es zu erhöhten Rohaschegehalten kommen. Um diese zu minimieren, braucht es ein ebenes Saatbett, eine entsprechende Schnitthöhe und gut eingestellte Erntetechnik. Bei höheren Anteilen in der Ration sollte eine Futtermittelanalyse erfolgen und eine Abstimmung mit Fütterungsberatern stattfinden.
Reinigungsschnitt
Ein Reinigungsschnitt etwa vier Wochen nach der Saat ist sinnvoll. Bei starkem Aufwuchs sollte das Material abtransportiert werden. Dadurch können Futterqualität verbessert, Beikräuter reduziert und Futterverschmutzungen verringert werden.
ÖPUL-Vorgaben bei Futterzwischenfrüchten
Bei Zwischenfrüchten sind im Rahmen des ÖPUL die jeweiligen Vorgaben der Maßnahmen zu beachten. Für „System Immergrün“ und „Begrünung von Ackerflächen“ ist die Begrünung aktiv anzulegen und die vorgegebenen Zeiträume sind einzuhalten. Dabei sind Anforderungen an Mischungspartner sowie mögliche Befahrungsverbote zu berücksichtigen.
Die Nutzung durch Mahd und Abtransport sowie Beweidung sind zulässig. Ein Drusch ist nicht erlaubt und nach der Mahd muss eine flächige Begrünung erhalten bleiben.
Bei Biodiversitätsflächen (Acker und Grünland) sind die jeweils gültigen Vorgaben zu beachten. Je nach Maßnahme und Codierung ist 2026 eine frühere Nutzung möglich.
Die Nutzung durch Mahd und Abtransport sowie Beweidung sind zulässig. Ein Drusch ist nicht erlaubt und nach der Mahd muss eine flächige Begrünung erhalten bleiben.
Bei Biodiversitätsflächen (Acker und Grünland) sind die jeweils gültigen Vorgaben zu beachten. Je nach Maßnahme und Codierung ist 2026 eine frühere Nutzung möglich.
Umbruch im Frühjahr
Bei winterharten Gräsern entwickelt sich ein intensives Wurzelsystem, das den Umbruch im Frühjahr erschwert. Eine Bodenfräse kann eingesetzt werden, wenn auf Totalherbizide oder Pflugeinsatz verzichtet werden soll. Eine Arbeitstiefe von maximal 4 cm ist dabei sinnvoll, um eine flächige Bekämpfung zu erreichen.
Vorteile von Futterzwischenfrüchten
- Erhöhung der Futtermenge
- Schonung der Futterlager und -reserven
- Bodenbedeckung und Erosionsschutz
- Bindung überschüssiger Nährstoffe
- Unterdrückung von Unkräutern durch Konkurrenz und Schnittnutzung
Quelle:
LK OÖ Versuchsberichte
LK OÖ Begrünungsliste
Saatbau Linz
AMA-Merkblätter
LK OÖ Versuchsberichte
LK OÖ Begrünungsliste
Saatbau Linz
AMA-Merkblätter