Unsere Bezirksbauernkammer in Grieskirchen
„Agrarpolitik wird auf allen Ebenen gemacht“
Bezirksbauernkammer-Obmann Martin Dammayr gibt einen Einblick in die vielseitige Interessenarbeit im Bezirk.
Rund 1.600 familiengeführte
Betriebe bewirtschaften
die Flächen
im Bezirk und
tragen täglich zur Versorgung
mit hochwertigen
Lebensmitteln bei. „Die
Bedeutung der Land- und Forstwirtschaft
zeigt sich auch in ihrer
volkswirtschaftlichen Wirkung.
Rund 18 Prozent der Arbeitsplätze
im Bezirk hängen direkt oder
indirekt mit der Land- und Forstwirtschaft
zusammen. Besonders
hervorzuheben ist die Vielseitigkeit
der Bäuerinnen und Bauern“,
erklärt BBK-Obmann Martin
Dammayr.
Aufgrund der starken Wirtschaft
im vor- und nachgelagerten
Bereich weist der Bezirk
seit jeher einen hohen Anteil
an Nebenerwerbsbetrieben auf.
Viele Betriebsführerinnen und
Betriebsführer verbinden erfolgreich
landwirtschaftliche
Tätigkeit mit außerlandwirtschaftlichen
Berufen. Dadurch
entstehen enge Verbindungen
zwischen
Landwirtschaft, Gewerbe,
Industrie und
dem Dienstleistungssektor.
Der wirtschaftliche Erfolg
der Betriebe wird wesentlich
von den Entwicklungen
auf den internationalen
und nationalen Märkten
beeinflusst. Faire Marktregelungen,
funktionierende
Ausgleichsmechanismen und
Wettbewerbsbedingungen, die
heimische Standards berücksichtigen,
bleiben daher zentrale
Anliegen der Agrarpolitik.
Ebenso von großer Bedeutung
sind nationale Rahmenbedingungen
wie der Einheitswert als
Bewertungsgrundlage, die soziale
Absicherung der bäuerlichen
Familien sowie praktikable
rechtliche und steuerliche Regelungen
bei Betriebsübergaben
und Investitionen. „Rahmenbedingungen,
die wir wohl kaum
mit anderen Ländern tauschen
möchten. Diese Voraussetzungen
schaffen Planungssicherheit
und ermöglichen es uns, langfristig
zu wirtschaften und unsere
Höfe an die nächste Generation
weiterzugeben“, so Dammayr.
Einsatz in der Region für die Region
Gerade für die Landwirtschaft
sind künftig aber vor allem auch
gut strukturierte und funktionsfähige
Regionen wichtig. „Die
Landwirtschaft ist ortsgebunden
und wird in irgendwelcher Form
in jeder ländlichen Region betrieben
werden. Bäuerliche Betriebe
brauchen daher gute regionale
Strukturen für das Funktionieren
ihres Betriebes, aber auch
für ein soziales Wohlfühlen der
bäuerlichen Familien. Daher gilt
mein Engagement auch der Regionalentwicklung,
besonders im
LEADER- und KEM-Programm.
Initiiert durch die Beratung der
BBK und verstärkt durch LEADER-
Projekte konnten z.B. in den
vergangenen Jahren zahlreiche
Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen
Gebäuden umgesetzt
werden. Neben einer Kostenersparnis
leisten bäuerliche
Betriebe damit einen wichtigen
Beitrag zur Energieversorgung,
zum Klimaschutz und erhöhen
die Krisensicherheit“, ist Dammayr
stolz. Die demokratische
Struktur habe viele bewährte Einrichtungen,
wo Mitsprache und
Einbeziehung geregelt sind. „Mir
ist wichtig, diese Möglichkeiten
wahrzunehmen und mich für die
Landwirtschaft in zahlreichen
Entscheidungsgremien und Arbeitsgruppen
einzubringen. Ob
in der Grundverkehrskommission,
im Jagdbeirat, bei Regionalkonferenzen
oder in Gesprächen
mit Behörden und politischen
Vertretern – vielfach werden dort
die Grundlagen geschaffen, um
Lösungen für die Praxis zu entwickeln.
Agrarpolitik wird nicht
ausschließlich in Brüssel, Wien
oder Linz gemacht. Viele Entscheidungen,
die einen Bauernhof
direkt betreffen, fallen vor
Ort in den Gemeinden. Raumordnung,
Flächenwidmung,
Infrastrukturprojekte, Güterwege
oder regionale Entwicklungsmaßnahmen
beeinflussen
die tägliche Arbeit der Betriebe
unmittelbar. Als Bürgermeister
weiß ich, dass die Anliegen
für die Absicherung der bäuerlichen
Betriebsentwicklung
dabei rasch übersehen werden
können. Daher bleibt es wichtig,
Bäuerinnen und Bauern zu motivieren,
Verantwortung in ihren
Gemeinden zu übernehmen
und sich aktiv in politische und
gesellschaftliche Prozesse einzubringen.“
Zur Person
Ing. Martin Dammayr, BBK-Obmann, Bezirk Grieskirchen
- Bezirksbauernkammerobmann seit 2011
- Obmann der Leader Region Mostlandl-Hausruck seit 2007
- Mitglied im Bezirksjagdbeirat
- Mitglied der Grundverkehrskommission
- Bürgermeister der Gemeinde Michaelnbach seit 2002
- Bewirtschaftung: 13 Hektar, Jungrinder
Herkunft verstehen
Für die Vorsitzende
des Bäuerinnen-
Beirates Isabella
Rebhan gilt die
Bewusstseinsbildung
darüber als besonders
wichtiger Auftrag.
Was hat dich motiviert,
dich in der Bäuerinnenarbeit
zu engagieren?
Mich motiviert die Verantwortung, die Bäuerinnen im Bezirk tragen – in der Produktion, in der Familie und in der Gemeinschaft. Viele Themen betreffen ihren Alltag direkt, werden aber oft nicht ausreichend wahrgenommen. In der Bäuerinnenarbeit sehe ich die Möglichkeit, diese Anliegen strukturiert zu vertreten und gemeinsam weiterzuentwickeln.
Welche Schwerpunkte setzt du bei deiner Arbeit als Bäuerinnenbeirätin?
Ein Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der Bewusstseinsbildung rund um regionale Lebensmittel und moderne Landwirtschaft. Ich habe die Ausbildung zur Schule am Bauernhof-Bäuerin abgeschlossen, weil mir die Wissensvermittlung an Kinder wichtig ist. Durch meine Tätigkeit als Delegierte bei Berglandmilch bringe ich zusätzlich eine fachliche Perspektive aus der Milchwirtschaft ein. Themen wie Qualitätsstandards, Preisentwicklungen und die Bedeutung regionaler Produktion spielen dabei eine große Rolle.
Welche Rolle spielt die Wertschätzung regionaler Lebensmittel in Ihrer Arbeit?
Die Wertschätzung regionaler Lebensmittel ist ein zentraler Bestandteil meiner Tätigkeit. Die Produktion hochwertiger Lebensmittel erfordert Fachwissen, Zeit und Investitionen. Mir ist wichtig, dass Konsumentinnen und Konsumenten verstehen, wie viel Arbeit dahintersteht und warum Qualität auch ihren Preis hat.
Was zeichnet deiner Ansicht nach die besondere Stärke des Bezirks Grieskirchen aus?
Die Stärke des Bezirkes Grieskirchen liegt für mich in seiner Vielfalt. Wir haben eine breite landwirtschaftliche Struktur – von Milchvieh über Veredelung bis hin zu innovativen Direktvermarktern – und gleichzeitig viele Familienbetriebe, die seit Generationen die Höfe bewirtschaften und weiterentwickeln. Diese Mischung aus gewachsenen Strukturen, fachlicher Stärke und innovativem Weiterdenken macht den Bezirk Grieskirchen zu einem so überaus lebendigen und zukunftsfähigen Standort, worauf wir auch sehr stolz sind.
Mich motiviert die Verantwortung, die Bäuerinnen im Bezirk tragen – in der Produktion, in der Familie und in der Gemeinschaft. Viele Themen betreffen ihren Alltag direkt, werden aber oft nicht ausreichend wahrgenommen. In der Bäuerinnenarbeit sehe ich die Möglichkeit, diese Anliegen strukturiert zu vertreten und gemeinsam weiterzuentwickeln.
Welche Schwerpunkte setzt du bei deiner Arbeit als Bäuerinnenbeirätin?
Ein Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der Bewusstseinsbildung rund um regionale Lebensmittel und moderne Landwirtschaft. Ich habe die Ausbildung zur Schule am Bauernhof-Bäuerin abgeschlossen, weil mir die Wissensvermittlung an Kinder wichtig ist. Durch meine Tätigkeit als Delegierte bei Berglandmilch bringe ich zusätzlich eine fachliche Perspektive aus der Milchwirtschaft ein. Themen wie Qualitätsstandards, Preisentwicklungen und die Bedeutung regionaler Produktion spielen dabei eine große Rolle.
Welche Rolle spielt die Wertschätzung regionaler Lebensmittel in Ihrer Arbeit?
Die Wertschätzung regionaler Lebensmittel ist ein zentraler Bestandteil meiner Tätigkeit. Die Produktion hochwertiger Lebensmittel erfordert Fachwissen, Zeit und Investitionen. Mir ist wichtig, dass Konsumentinnen und Konsumenten verstehen, wie viel Arbeit dahintersteht und warum Qualität auch ihren Preis hat.
Was zeichnet deiner Ansicht nach die besondere Stärke des Bezirks Grieskirchen aus?
Die Stärke des Bezirkes Grieskirchen liegt für mich in seiner Vielfalt. Wir haben eine breite landwirtschaftliche Struktur – von Milchvieh über Veredelung bis hin zu innovativen Direktvermarktern – und gleichzeitig viele Familienbetriebe, die seit Generationen die Höfe bewirtschaften und weiterentwickeln. Diese Mischung aus gewachsenen Strukturen, fachlicher Stärke und innovativem Weiterdenken macht den Bezirk Grieskirchen zu einem so überaus lebendigen und zukunftsfähigen Standort, worauf wir auch sehr stolz sind.
Zur Person
Isabella Rebhan,
Vorsitzende des Bäuerinnen-Beirates, Bezirk Grieskirchen
- verheiratet mit Bernhard, Mutter von drei Kindern
- Bio-Milchviehbetrieb im Vollerwerb: rund 100 Hektar Grünland, Acker und Wald
- Delegierte bei Berglandmilch
- vertreten im LEADER-Projektauswahlgremium
- Vorsitzende des Bäuerinnenbeirates Grieskirchen seit 2024
- Bäuerinnenbeirätin in Haag am Hausruck seit 2020