Unser Betrieb Haag am Hausruck, Bezirk Grieskirchen
Seit Generationen gehören Bienenvölker zum Betrieb Heftberger, vulgo Krengruber, in Haag am Hausruck.
Günter Heftberger, Imker und
Landwirt, entwickelte die Imkerei
seines Großvaters nach
der Betriebsübernahme zu einem
Nebenerwerbsbetrieb und
investierte laufend in fachliche
und organisatorische Weiterbildung,
unter anderem beim
OÖ Landesverband für Bienenzucht
sowie mit der Sachkunde
Pflanzenschutz der Landwirtschaftskammer
OÖ.
Wanderimkerei als betriebliches Standbein
Ein zentrales Standbein des Betriebs
ist die Wanderimkerei.
Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin
Regina Loidl bewirtschaftet
Heftberger rund 80
Bienenvölker. Etwa zwei Drittel
der leistungsstärksten Völker
werden auf Wanderschaft
geschickt, der Rest dient der
Königinnenzucht und Stabilisierung
schwächerer Einheiten.
„Wanderimkerei ist nur
mit vitalen, starken Völkern
wirtschaftlich sinnvoll“, betont
der Imker.
Hoher Aufwand, hohe Verantwortung
Die Wanderungen organisiert
Heftberger mit seinem Berufskollegen
Rudi Burgstaller. Fachwissen,
gute Planung, geeignete
Standplätze und verlässliche
Technik sind essenziell. Eine
Wanderung beginnt oft gegen
zwei Uhr morgens, damit
die Völker in den frühen Morgenstunden
sicher am neuen
Standort ankommen. „Mit bis
zu 28 Bienenvölkern am Anhänger
auf der Autobahn ist
eine sorgfältige Ladungssicherung
entscheidend“, so Heftberger.
Jährlich werden fünf
bis sechs Standorte angefahren
– abgestimmt auf die Blüte von
Akazie, Linde, Sonnenblume,
Mariendistel, Alpenrose und
Waldtracht. Die Zusammenarbeit
mit den Landwirten vor
Ort erleichtert es, zur richtigen
Zeit am richtigen Ort zu sein.
Wirtschaftlichkeit entscheidend
Ein Wandervolk bringt durchschnittlich
40 bis 60 Kilogramm
Honig, mindestens 30
Kilogramm sind für kostendeckendes
Arbeiten nötig, exklusive
meiner Arbeitszeit“, erklärt
Heftberger.
Steigende Treibstoffpreise
stellen eine Herausforderung
dar, dennoch lohnt sich die
Wanderimkerei: Sie ermöglicht
höhere Erträge, vitale Völker
und eine breite Palette an Sortenhonigen.
Vermarktet wird
regional – über Hofläden, Bäckereien
und lokale Geschäfte.
Jungen Imkern rät Heftberger
zur Zusammenarbeit mit anderen
Imkern und Landwirten. Er
selbst setzt dabei vor allem auf
direkten Kontakt, Qualität und
Verlässlichkeit – aus Überzeugung
und Leidenschaft für die
Imkerei.
Betriebsspiegel
- 3 Hektar Grünland biologisch bewirtschaftet
- 5 Hektar Acker verpachtet
- 80 Bienenvölker biologisch geführt nach geltenden Bio-Richtlinien, Bio-Zackelschafzucht
- Wanderimkerei, Königinnenzucht, Verkauf von Bienen und Imkereiprodukten
- www.hausruckhonig.at