OÖ: Der Mastschweinemarkt von 4. bis 10. Oktober 2026
Bis auf Italien werden von allen anderen relevanten EU-Marktteilnehmern zunehmend steigende Angebotsmengen und momentan noch stagnierende bis leicht sinkende Notierungen gemeldet. Doch auch in Italien sank zuletzt der Preis im Edelteilbereich, beispielsweise beim Schlögel. In Spanien ist die Entwicklung nicht unüblich. Bewegt sich der Basispreis in den Sommermonaten über dem EU-Durchschnitt, dreht sich traditionell im Herbst die Situation. Märkte, welche bislang schlachtreife Schweine problemlos verkaufen konnten, sehen sich zunehmend dem Importdruck jener Länder konfrontiert, in denen sich seit mehreren Wochen die Folgen des Schweinezyklus bemerkbar machen. Dies ist in erster Linie Schlachtschweine, welche durch die Umrauscher vor 11 Monaten versetzt das Schlachtgewicht erreichten, oder hemmende Tageszunahmen durch z.B. Hitze, mittlerweile durch kühlere Temperaturen aber auch frisches Futterangebot, der Vergangenheit angehören. Im Allgemeinen verhält sich das Geschäft mit Schweinefleisch impulslos.
In Österreich treffen die oben genannten Parameter beinahe zur Gänze zu. Auch hierzulande sieht man dem steigenden Angebot an der Schlachthoframpe skeptisch entgegen. Zwar lässt sich - mit regionalen Unterschieden - das wöchentliche Angebot noch vermarkten, Rückstellungen sind jedoch keine Ausnahme mehr. Sowohl die Landwirtschafts- als auch die Schlachtbranche hoffen auf baldige Belebung des Marktes durch das Anspringen der Verarbeitungsindustrie im Hinblick auf Weihnachten. Im Export schmerzt allerdings hierzuladne der Preisabstand zu Deutschland, welcher sich im heurigen Jahr langsam, aber stetig vergrößert hat. In Österreich produzierte Schweine werden wohl immer teuer produziert werden als in den Ländern Europas, die zu den "Big Playern" der Schweineproduktion zählen. Wird der Preisabstand jedoch zu groß, besteht die Gefahr, dass Schlachtbetriebe nur so viele heimische Ware zukauften, wie unbedingt nötig. Vor diesen Hintergründen wurde an der Ö-Börse seitwärts notiert.
Notierungspreis: 1,62 Euro
Basispreis: 1,52 Euro
Basispreis: 1,52 Euro