Sichere Handhabung der Motorsäge
Tragen von Schutzausrüstung
Manche Gefahren lassen sich auch durch perfekte Arbeitsorganisation nicht vollständig vermeiden. Für solche Fälle wurde eine moderne und funktionale persönliche Schutzausrüstung entwickelt. Herabfallende Baumteile und Äste können massive Kopfverletzungen hervorrufen. Ein Waldarbeiterschutzhelm mit Gesichts- und Gehörschutz ist bei der Forstarbeit daher ebenso unerlässlich wie das Tragen von Handschuhen. Beim Helm ist auf das Alter zu achten. Schutzhelme aus thermoplastischem Material sind je nach Modell nach vier oder fünf Jahren zu tauschen. Eine Schutzjacke in Signalfarbe erleichtert die Sichtbarkeit im Gelände. Moderne Schnittschutzhosen bieten nicht nur optimalen Schutz, sondern zeichnen sich auch durch einen hohen Tragekomfort aus. Ist eine Schnittschutzeinlage beschädigt, darf diese nicht abgenäht werden, sondern die Hose muss durch eine neue ersetzt werden. Waldarbeitersicherheitsschuhe mit entsprechendem Profil, Stahlkappen bzw. Schnittschutzeinlagen sind bei der Holzernte ebenfalls ein Muss.
Regeln bei der Motorsägenarbeit
Bei der Holzernte gilt die Devise, zuerst die Situation zu beurteilen, eine geeignete Lösung zu überlegen und dann erst die Motorsäge zu starten. Beim Starten der Säge muss diese entweder am Boden abgestellt und fixiert oder zwischen den Oberschenkeln eingeklemmt und anschließend die Anwerfvorrichtung betätigt werden. Ein sogenannter fliegender Start ist nicht zulässig. Beim Anstechen von Stämmen ist darauf zu achten, dass auf keinen Fall mit dem oberen Teil der Schwertspitze zu schneiden begonnen wird. Dies führt zu einem Rückschlag der gesamten Motorsäge und mitunter zu schweren Verletzungen. Sicherheitsabstände sind strikt einzuhalten. Im unmittelbaren Schwenkbereich der Säge darf sich im Umkreis von 2 m bei laufender Kette keine weitere Person aufhalten.
Körperlich anstrengende Arbeiten können zudem nur über einen bestimmten Zeitraum ausgeführt werden. Machen Sie daher für eine sichere Waldarbeit und eine effiziente Arbeitsweise regelmäßig Pausen.
Körperlich anstrengende Arbeiten können zudem nur über einen bestimmten Zeitraum ausgeführt werden. Machen Sie daher für eine sichere Waldarbeit und eine effiziente Arbeitsweise regelmäßig Pausen.
Richtige Schnitttechnik entscheidend
Je nach Baumdimension und Verteilung des Schwerpunktes aufgrund von einseitigen Kronen oder schrägem Wuchs gibt es unterschiedliche Schnitttechniken. Das fängt beim richtigen Fallkerb an, umfasst eine entsprechende Bruchleiste und je nach Zug- und Druckverhältnissen kann eine Halteleiste notwendig sein. Zudem ist der Fällschnitt um ein Zehntel des Stammdurchmessers höher anzusetzen. Mehr Informationen zur Fälltechnik gibt es im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Praxistreff Sichere Waldarbeit" sowie in den LFI-Kursen "Waldarbeit in der Praxis".
Selbst mit viel Erfahrung lassen sich Aufhänger nicht gänzlich vermeiden, das sind Stämme, die aufgrund benachbarter Bäume nicht zu Fall kommen. Verboten sind das Besteigen des Stammes, das Fällen des Halters, das Darüberschlagen weiterer Bäume sowie das stückweise Abmetern des Stammes. Stattdessen ist der Aufhänger mithilfe einer Seilwinde umzuziehen.
Selbst mit viel Erfahrung lassen sich Aufhänger nicht gänzlich vermeiden, das sind Stämme, die aufgrund benachbarter Bäume nicht zu Fall kommen. Verboten sind das Besteigen des Stammes, das Fällen des Halters, das Darüberschlagen weiterer Bäume sowie das stückweise Abmetern des Stammes. Stattdessen ist der Aufhänger mithilfe einer Seilwinde umzuziehen.
Alkylatbenzin statt Gemisch verwenden
Bei Alkylatbenzin handelt es sich um einen Sonderkraftstoff, der frei von Blei, Benzol, Aromaten, Schwefel, Stickoxiden und anderen gefährlichen Stoffen ist. Darüber hinaus ist eine besonders rußarme Verbrennung sichergestellt. Die Vorteile dabei sind ein geringerer Schadstoffausstoß und damit eine reduzierte Geruchs- und Rauchbelastung für Motorsägenführende. Deshalb verwenden heute Forstprofis diese Sonderkraftstoffe. Herkömmliches Benzin-Öl-Gemisch hingegen erzeugt einen Schadstoffcocktail, der bei langfristiger Verwendung zu einer Schädigung der Atmungsorgane und einer geringeren Sauerstoffaufnahme des Blutes führen kann.