Hangwasser lokalisieren – Maßnahmen setzen
Die neue Hangwasserhinweiskarte 2.0 ermöglicht, gefährdete Bereiche frühzeitig zu erkennen und Schutzmaßnahmen gezielt abzuleiten. Die Hangwasserhinweiskarte OÖ steht ab sofort allen Interessierten im Maßstab 1:10.000 zur Verfügung. Im Rahmen einer Fachtagung des Landes Oberösterreich, die kürzlich im Olympiazentrum auf der Gugl stattfand, wurde die neue „Hangwasserhinweiskarte 2.0“ präsentiert. Die überarbeitete Karte soll Gemeinden, Behörden und Planungsbüros dabei unterstützen, gefährdete Bereiche frühzeitig zu erkennen und gezielte Schutzmaßnahmen zu setzen. Die große Beteiligung an der Veranstaltung zeigt, wie aktuell und wichtig das Thema für ganz Oberösterreich geworden ist.
Starkregen & Hangwasser nehmen zu
Die zunehmenden Starkregenereignisse stellen die Landwirtschaft in Oberösterreich immer häufiger vor große Herausforderungen. Wenn innerhalb kurzer Zeit enorme Regenmengen fallen oder Niederschläge über längere Zeit andauern, kann das Wasser nicht mehr ausreichend im Boden versickern. Es entsteht sogenanntes Hangwasser – also oberflächlich abfließendes Niederschlagswasser, das fern von Flüssen und Bächen über Hänge, Mulden und Gräben talwärts strömt. Anders als bei klassischen Hochwässern werden diese Ereignisse nicht durch übergehende Flüsse verursacht, sondern durch Regenwasser, das direkt überwiegend über landwirtschaftliche Flächen abfließt.
Hangwasserereignisse können in ganz Oberösterreich auftreten und entwickeln sich oft innerhalb kürzester Zeit. Besonders betroffen sind Hanglagen, verdichtete Böden oder Flächen mit geringer Wasseraufnahmefähigkeit. Wie viel Niederschlagswasser tatsächlich zum Abfluss wird, hängt von mehreren Faktoren ab: Neben der Intensität des Regens spielen Geländeform, Bodenbeschaffenheit und Flächennutzung eine entscheidende Rolle. Wälder bieten den größten natürlichen Rückhalt und verzögern die Entstehung von Hangwasser besonders wirksam. Aber auch Wiesenflächen können bei geringeren Wasserhöhen den Abfluss bremsen und Erde sowie Schlamm zurückhalten. Feldfrüchte tragen – abhängig vom Aufwuchsstadium – ebenfalls dazu bei, den Wasserabfluss zu verlangsamen. Bei extremen Niederschlägen stoßen jedoch auch diese natürlichen Schutzwirkungen an ihre Grenzen.
Für Bäuerinnen und Bauern gewinnt das Thema daher zunehmend an Bedeutung. Einerseits verursachen Hangwasserabflüsse Bodenerosion, Abschwemmungen und Schäden an Wegen oder Kulturen. Andererseits ist auch der Gewässerschutz stark betroffen: Vielfach gelangen Hangwässer mitsamt Erde, Schlamm und Nährstoffen in Oberflächengewässer und richten dort erhebliche Schäden an. Eingeschwemmtes Material belastet Bäche und Flüsse, verschlechtert die Wasserqualität und kann Lebensräume von Fischen und anderen Wasserorganismen beeinträchtigen.
Hangwasserereignisse können in ganz Oberösterreich auftreten und entwickeln sich oft innerhalb kürzester Zeit. Besonders betroffen sind Hanglagen, verdichtete Böden oder Flächen mit geringer Wasseraufnahmefähigkeit. Wie viel Niederschlagswasser tatsächlich zum Abfluss wird, hängt von mehreren Faktoren ab: Neben der Intensität des Regens spielen Geländeform, Bodenbeschaffenheit und Flächennutzung eine entscheidende Rolle. Wälder bieten den größten natürlichen Rückhalt und verzögern die Entstehung von Hangwasser besonders wirksam. Aber auch Wiesenflächen können bei geringeren Wasserhöhen den Abfluss bremsen und Erde sowie Schlamm zurückhalten. Feldfrüchte tragen – abhängig vom Aufwuchsstadium – ebenfalls dazu bei, den Wasserabfluss zu verlangsamen. Bei extremen Niederschlägen stoßen jedoch auch diese natürlichen Schutzwirkungen an ihre Grenzen.
Für Bäuerinnen und Bauern gewinnt das Thema daher zunehmend an Bedeutung. Einerseits verursachen Hangwasserabflüsse Bodenerosion, Abschwemmungen und Schäden an Wegen oder Kulturen. Andererseits ist auch der Gewässerschutz stark betroffen: Vielfach gelangen Hangwässer mitsamt Erde, Schlamm und Nährstoffen in Oberflächengewässer und richten dort erhebliche Schäden an. Eingeschwemmtes Material belastet Bäche und Flüsse, verschlechtert die Wasserqualität und kann Lebensräume von Fischen und anderen Wasserorganismen beeinträchtigen.
Gerade deshalb sind vorbeugende Maßnahmen in der Landwirtschaft wichtiger denn je.
Dazu zählen z.B. Begrünungen, erosionsmindernde Bewirtschaftungsformen (Mulch- Direkt-Streifensaat), ausreichend breite Feldraine und Grünstreifen, Rückhalteflächen oder eine angepasste Bodenbearbeitung etc. Ziel ist es, möglichst viel Wasser auf der Fläche zurückzuhalten und den oberflächlichen Abfluss zu reduzieren.
Die Fachtagung des Landes Oberösterreich zur Präsentation der neuen „Hangwasserhinweiskarte 2.0" zeigte, wie wichtig eine vorausschauende Planung geworden ist. Das Interesse war groß – mehr als 100 Besucherinnen und Besucher waren vor Ort im Olympiaforum Linz sowie zahlreiche weitere Interessierte informierten sich online über aktuelle Entwicklungen und Schutzmaßnahmen. Die überarbeitete Karte steht offiziell zur Verfügung und soll Gemeinden, Behörden sowie Planungsbüros künftig noch besser dabei unterstützen, gefährdete Bereiche frühzeitig zu erkennen und gezielte Maßnahmen zum Schutz von Bevölkerung, Infrastruktur, landwirtschaftlichen Flächen und Gewässern zu setzen.