Getreide nach der Ernte untersuchen lassen und die Rationen anpassen
Österreichische Schweinehalter analysieren sehr wenig Getreide
Im Bereich des LKV Bayern zu Futteruntersuchungen der Ernte 2025 von schweinehaltenden Betrieben zeigt sich eine beeindruckende Zahl von 1.800 Futterproben.
In Österreich zeigt sich hingegen bei den Futteranalysen schweinehaltender Betriebe ein düsteres Bild. Bei ähnlichem Schweinebestand liegt die gesamte Probenzahl bei Getreide und Mais im Futterlabor Rosenau jährlich bei etwa 200 Stück.
In Österreich zeigt sich hingegen bei den Futteranalysen schweinehaltender Betriebe ein düsteres Bild. Bei ähnlichem Schweinebestand liegt die gesamte Probenzahl bei Getreide und Mais im Futterlabor Rosenau jährlich bei etwa 200 Stück.
Fehlende Futteranalysen verursachen hohe wirtschaftliche Schäden
Die Nährstoffgehalte von Getreide und Mais schwanken enorm. Die Untersuchungsergebnisse (je 88% Trockenmasse) vom LKV Labor Bayern von fast 500 Gerstenproben der Ernte 2025 zeigt beim Rohprotein eine Schwankungsbreite von 68 - 136 g, bei Rohfaser von 24 bis 59 g und beim Lysin von 2,9 - 4,5 g.
Alle anderen Getreidearten liegen bei der Schwankungsbreite auf einem ähnlich hohen Niveau.
Es gibt sichtbare Auswirkungen, wenn man Futtermittel falsch einschätzt z.B. schlechtere biologische Leistungen, gesundheitliche Probleme, Verhaltensstörungen, Verdauungsstörungen und nicht sichtbare Auswirkungen. Diese sind wesentlich häufiger und werden meist nicht erkannt. Das sind einerseits höhere Futterkosten, bei Überversorgung mit gewissen Nährstoffen, aber auch Folgekosten durch Unterversorgungen, wie schlechtere Futterverwertung und Leistungsverlust, den man entweder nicht wahrnimmt oder nicht den Rückschluss auf Fehler in der Futterzusammensetzung erkennt.
Die Kosten-Nutzenrechnung ist bei Futteranalysen in Verbindung mit einer Rationsberechnung geschätzt beim Faktor 3 bis 20, je nachdem wie weit das Futtermittel nährstoffmäßig vom Tabellenwert abweicht bzw. ob es nur um die Reduktion von Nährstoffüberschüssen geht oder um die Verbesserung der Leistung und der gesundheitlichen Situation.
Die Kosten-Nutzenrechnung ist bei Futteranalysen in Verbindung mit einer Rationsberechnung geschätzt beim Faktor 3 bis 20, je nachdem wie weit das Futtermittel nährstoffmäßig vom Tabellenwert abweicht bzw. ob es nur um die Reduktion von Nährstoffüberschüssen geht oder um die Verbesserung der Leistung und der gesundheitlichen Situation.
Futteranalysen haben eine positive Umweltwirkung
Durch eine punktgenaue bedarfsgerechte Fütterung leistet man einen wertvollen Beitrag für die Effizienz der Schweinehaltung zu verbessern. Der effizientere Umgang mit Energie und Rohprotein durch eine bessere Futterverwertung und durch Rohproteinabsenkung ist einer der Schlüsselfaktoren, an den umweltrelevante Themen wie CO²-Fußabdruck und Feinstaubbelastung gekoppelt sind.
Grundsätze bei der Futterprobennahme
Die meisten Fehler entstehen nicht bei der Futteranalyse im Futtermittellabor sondern bei der Probennahme. Dabei ist das Ziehen einer repräsentativen Durchschnittsprobe unerlässlich. Ganz vereinfacht ausgedrückt sollen eine Vielzahl von Einzelproben gezogen, diese gut vermischt und dann daraus zwei Proben zu je einem Kilogramm abgepackt werden, eine zum Versand und eine als Rückstellmuster. Optimal wäre, wenn man von jeder Fuhre bei der Ernte eine Probe nimmt, diese Sammelprobe gut mischt und dann daraus eine Durchschnittsprobe erstellt.
Etwas schwieriger wird die Entnahme einer Durchschnittsprobe aus einer Siloanlage. Wenn aber das Getreide zumindest einmal umgezogen wurde, dann ergibt sich auch eine gewisse Vermischung. Hier ist es ratsam eine größere Menge von z.B. 50 Kilogramm zu entnehmen diese abzumischen und dann eine Teilprobe zu ziehen.
Etwas schwieriger wird die Entnahme einer Durchschnittsprobe aus einer Siloanlage. Wenn aber das Getreide zumindest einmal umgezogen wurde, dann ergibt sich auch eine gewisse Vermischung. Hier ist es ratsam eine größere Menge von z.B. 50 Kilogramm zu entnehmen diese abzumischen und dann eine Teilprobe zu ziehen.
Analyse ist nicht gleich Analyse
Den Goldstandard bei der Nährstoffuntersuchung erreicht man mit der nasschemischen Analyse in einem Futterlabor, das akkreditiert ist (AGES), oder laufend an Ringanalysen teilnimmt, wie es beim Futterlabor Rosenau der LK NÖ Standard ist. Alle chemischen Analysen im Futtermittellabor Rosenau werden nach den Vorgaben des Methodenbuchs des Verbandes der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalten (VLDUFA) durchgeführt.
Aus Kostengründen wird die NIRS Technologie (Nah-Infrarot-Spektroskopie) immer häufiger nachgefragt. Diese Technologie liefert gute Ergebnisse, wenn die Kalibration optimal erfolgt. Kalibration bedeutet, dass die Ergebnisse der NIRS Analyse laufend mit den Ergebnissen einer exakten nasschemischen Analyse verglichen und angepasst werden. Umso höher die Anzahl der Futterproben, die auch eine gewisse Streuung aufweisen müssen, desto besser ist die Qualität der Analyse. Das Futtermittellabor Rosenau verwendet sehr hohe Standards bei der NIRS Analyse. Abweichende Ergebnisse werden immer nasschemisch nachuntersucht.
Problematisch wird es dann, wenn Labor einfach Standardkalibrationen von unbekannten Ländern verwenden und die laufend notwendige Kalibrierung nur mangelhaft erfolgt.
Gut schätzbar mittels NIRS sind der Gehalt an Trockenmasse und Rohprotein. Mäßig schätzbar sind Faserfraktionen, Rohfett, Rohasche, Zucker und Stärke. Nicht schätzbar sind anorganische Bestandteile wie Mineralstoffe.
Aus Kostengründen wird die NIRS Technologie (Nah-Infrarot-Spektroskopie) immer häufiger nachgefragt. Diese Technologie liefert gute Ergebnisse, wenn die Kalibration optimal erfolgt. Kalibration bedeutet, dass die Ergebnisse der NIRS Analyse laufend mit den Ergebnissen einer exakten nasschemischen Analyse verglichen und angepasst werden. Umso höher die Anzahl der Futterproben, die auch eine gewisse Streuung aufweisen müssen, desto besser ist die Qualität der Analyse. Das Futtermittellabor Rosenau verwendet sehr hohe Standards bei der NIRS Analyse. Abweichende Ergebnisse werden immer nasschemisch nachuntersucht.
Problematisch wird es dann, wenn Labor einfach Standardkalibrationen von unbekannten Ländern verwenden und die laufend notwendige Kalibrierung nur mangelhaft erfolgt.
Gut schätzbar mittels NIRS sind der Gehalt an Trockenmasse und Rohprotein. Mäßig schätzbar sind Faserfraktionen, Rohfett, Rohasche, Zucker und Stärke. Nicht schätzbar sind anorganische Bestandteile wie Mineralstoffe.
Neben den Rohnährstoffen sollten auch die Aminosäuren analysiert werden.
Für die Rationsberechnung benötigt man in erster Linie eine Nährstoffanalyse und eine Energiebewertung. Diese wird im Futtermittellabor Rosenau mittels NIRS Technologie für Getreide, Mais und Ölschrote um 74, 40 Euro angeboten. Die exaktere chemische Analyse kostet im Vergleich dazu 122,40 Euro. Die Aminosäuren werden dann kostenlos berechnet.
Zusätzlich bietet jetzt das Futtermittellabor Rosenau in Kooperation mit dem Futterlabor LKV Bayern (LfL Bayern) eine kostengünstige Analyse der ersten 6 limitierenden Aminosäuren um 32,20 Euro je Futterprobe an.
In Summe verursacht also eine Vollanalyse mittels NIRS Technologie Kosten von 107 Euro je Probe. Die nasschemische Analyse aller Aminosäuren außer Tryptophan kostet 219 Euro.
Empfehlenswert ist die Analyse der zwei Hauptfutterkomponenten am Betrieb. Optimal wäre, wenn man auch die Haupteiweißfrucht, das ist meistens Sojaschrot nach jeder Lieferung analysiert würde.
Zusätzlich bietet jetzt das Futtermittellabor Rosenau in Kooperation mit dem Futterlabor LKV Bayern (LfL Bayern) eine kostengünstige Analyse der ersten 6 limitierenden Aminosäuren um 32,20 Euro je Futterprobe an.
In Summe verursacht also eine Vollanalyse mittels NIRS Technologie Kosten von 107 Euro je Probe. Die nasschemische Analyse aller Aminosäuren außer Tryptophan kostet 219 Euro.
Empfehlenswert ist die Analyse der zwei Hauptfutterkomponenten am Betrieb. Optimal wäre, wenn man auch die Haupteiweißfrucht, das ist meistens Sojaschrot nach jeder Lieferung analysiert würde.
Rationen von einem unabhängigen Fütterungsberater der LK berechnen lassen
Um die Ergebnisse der Futteranalysen optimal verwerten zu können, sollten die Rationen von einem Fütterungsberater der Landwirtschaftskammern berechnet und entsprechend angepasst werden. Die LK-Fütterungsberater beraten firmenunabhängig und sind fachlich am aktuellen Stand. Die LK OÖ bietet dazu das Beratungsprodukt Schweinefütterung - Rationsberechnung an. Mit einer Pauschale von 50 Euro werden die Rationen optimiert und auch die Futterkosten dargestellt und beurteilt.
Detaillierter Infos zum Thema Futteranalysen erhalten Sie bei den Fütterungsberatern oder direkt beim Futterlabor Rosenau.
Detaillierter Infos zum Thema Futteranalysen erhalten Sie bei den Fütterungsberatern oder direkt beim Futterlabor Rosenau.