Gelber Hoffnungsträger in der Fruchtfolge
Was ist vor dem Anbau zu beachten?
Raps gilt grundsätzlich als nicht selbstverträglich. Daher sollte der Fruchtfolgeabstand zumindest vier Jahre betragen. Kürzere Anbauabstände sind zwar möglich, erhöhen jedoch das Risiko für das Auftreten von Krankheiten. Mit zunehmendem Abstand in der Fruchtfolge nimmt dieses Risiko deutlich ab.
Die vergangenen Jahre haben zudem gezeigt, dass die Qualität der Saatbedingungen oftmals wichtiger ist als ein möglichst früher Saattermin. Strukturschäden durch Bodenbearbeitung unter zu feuchten Bedingungen können die Jugendentwicklung des Rapses erheblich beeinträchtigen. Geschwächte Bestände wachsen langsamer und können den Schädlingen nicht ausreichend „davonwachsen“.
Der Grundstein für einen erfolgreichen Rapsanbau wird bereits bei der Ernte der Vorfrucht gelegt. Besonderes Augenmerk ist auf ein gutes Strohmanagement zu legen. Auch hier sollte auf Befahrungen und Bearbeitungsmaßnahmen bei zu feuchten Bedingungen verzichtet werden, da Bodenverdichtungen und Strukturschäden die weitere Entwicklung des Bestandes negativ beeinflussen können.
Wichtig ist anschließend eine ausreichende Lockerung des Bodens, um Ernterückstände gut einzuarbeiten und vorhandene Fahrspuren der Vorfrucht zu beseitigen. Die anschließende Saatbettbereitung und Aussaat schaffen die Grundlage für einen raschen und gleichmäßigen Feldaufgang. Dabei gilt nach wie vor der Grundsatz: "Saatbett vor Saatzeit". Moderne Hybridsorten können problemlos bis etwa 10. September ausgesät werden. Ein späterer Saattermin unter optimalen Bedingungen ist einem frühen Saattermin in ein zu feuchtes und verschmiertes Saatbett jedenfalls vorzuziehen.
Die vergangenen Jahre haben zudem gezeigt, dass die Qualität der Saatbedingungen oftmals wichtiger ist als ein möglichst früher Saattermin. Strukturschäden durch Bodenbearbeitung unter zu feuchten Bedingungen können die Jugendentwicklung des Rapses erheblich beeinträchtigen. Geschwächte Bestände wachsen langsamer und können den Schädlingen nicht ausreichend „davonwachsen“.
Der Grundstein für einen erfolgreichen Rapsanbau wird bereits bei der Ernte der Vorfrucht gelegt. Besonderes Augenmerk ist auf ein gutes Strohmanagement zu legen. Auch hier sollte auf Befahrungen und Bearbeitungsmaßnahmen bei zu feuchten Bedingungen verzichtet werden, da Bodenverdichtungen und Strukturschäden die weitere Entwicklung des Bestandes negativ beeinflussen können.
Wichtig ist anschließend eine ausreichende Lockerung des Bodens, um Ernterückstände gut einzuarbeiten und vorhandene Fahrspuren der Vorfrucht zu beseitigen. Die anschließende Saatbettbereitung und Aussaat schaffen die Grundlage für einen raschen und gleichmäßigen Feldaufgang. Dabei gilt nach wie vor der Grundsatz: "Saatbett vor Saatzeit". Moderne Hybridsorten können problemlos bis etwa 10. September ausgesät werden. Ein späterer Saattermin unter optimalen Bedingungen ist einem frühen Saattermin in ein zu feuchtes und verschmiertes Saatbett jedenfalls vorzuziehen.
Kalken hilft
Raps ist die ideale Kultur für die Durchführung einer Erhaltungskalkung in der Fruchtfolge. Vor allem Branntkalk beziehungsweise branntkalkhaltige Mischkalke bieten neben ihrer Wirkung auf den Boden auch phytosanitäre Vorteile. Sie können das Risiko von Kohlhernie reduzieren und zeigen zudem eine Nebenwirkung gegen Schnecken.
Gleichzeitig verbessert Kalk die Bodenstruktur und trägt zu einer höheren Stabilität des Bodens bei, wodurch auch die Erosionsgefahr sinken kann. Die Ausbringung sollte möglichst vor der Saatbettbereitung erfolgen, damit der Kalk anschließend flach eingearbeitet werden kann.
Gleichzeitig verbessert Kalk die Bodenstruktur und trägt zu einer höheren Stabilität des Bodens bei, wodurch auch die Erosionsgefahr sinken kann. Die Ausbringung sollte möglichst vor der Saatbettbereitung erfolgen, damit der Kalk anschließend flach eingearbeitet werden kann.
Gut gesät ist halb geerntet
Der optimale Saatzeitraum für Raps liegt zwischen 20. August und 10. September, mit regionalen Unterschieden. In Gunstlagen ist eine spätere Saat durchaus möglich, in Randlagen sollten eher frühere Sätermine bevorzugt werden. Ziel ist ein Bestand, der bis zum Winter acht bis zehn Blätter sowie einen Wurzelhalsdurchmesser von mindestens 10 mm ausbildet, ohne dass sich der Vegetationskegel vom Boden abhebt.
Sehr früh gesäte Bestände sind häufig einem stärkeren Befall durch Erdflöhe und die Kleine Kohlfliege ausgesetzt. Für spätere Saattermine eignen sich vor allem Hybridsorten, da sie sich in der Jugendentwicklung rascher entwickeln als Liniensorten.
Auch die Saatstärke sollte an den Saatzeitpunkt angepasst werden. Für Liniensorten werden 50 - 60 Körner/m² empfohlen, für Hybridsorten 40 - 50 Körner/m². Bei Saaten im September sollte eher die obere Grenze gewählt werden, während bei frühen Saatterminen auch niedrigere Saatstärken ausreichend sind.
Eine geringere Bestandesdichte bietet den einzelnen Pflanzen mehr Entwicklungsraum und reduziert das Risiko, dass sich der Vegetationskegel bereits im Herbst vom Boden abhebt. Dadurch verbessert sich in der Regel die Winterhärte der Bestände.
Wichtig ist zudem, dass Raps über ein hohes Kompensationsvermögen verfügt. Bereits mit etwa 15 Pflanzen pro Quadratmeter kann ein voller Ertrag erzielt werden. Bei gut Entwickelten, gleichmäßig Verteilten Beständen können sogar 10 Pflanzen pro Quadratmeter ausreichen Dieser Umstand sollte insbesondere bei der Beurteilung von Beständen im Frühjahr berücksichtigt werden und hilft, mögliche Umbruchsentscheidungen sachlich zu bewerten.
Sehr früh gesäte Bestände sind häufig einem stärkeren Befall durch Erdflöhe und die Kleine Kohlfliege ausgesetzt. Für spätere Saattermine eignen sich vor allem Hybridsorten, da sie sich in der Jugendentwicklung rascher entwickeln als Liniensorten.
Auch die Saatstärke sollte an den Saatzeitpunkt angepasst werden. Für Liniensorten werden 50 - 60 Körner/m² empfohlen, für Hybridsorten 40 - 50 Körner/m². Bei Saaten im September sollte eher die obere Grenze gewählt werden, während bei frühen Saatterminen auch niedrigere Saatstärken ausreichend sind.
Eine geringere Bestandesdichte bietet den einzelnen Pflanzen mehr Entwicklungsraum und reduziert das Risiko, dass sich der Vegetationskegel bereits im Herbst vom Boden abhebt. Dadurch verbessert sich in der Regel die Winterhärte der Bestände.
Wichtig ist zudem, dass Raps über ein hohes Kompensationsvermögen verfügt. Bereits mit etwa 15 Pflanzen pro Quadratmeter kann ein voller Ertrag erzielt werden. Bei gut Entwickelten, gleichmäßig Verteilten Beständen können sogar 10 Pflanzen pro Quadratmeter ausreichen Dieser Umstand sollte insbesondere bei der Beurteilung von Beständen im Frühjahr berücksichtigt werden und hilft, mögliche Umbruchsentscheidungen sachlich zu bewerten.
Die passende Sorte finden
Bei der Sortenwahl sollte der Blick nicht ausschließlich auf den Ertrag gerichtet werden. Ebenso wichtig sind pflanzenbauliche Eigenschaften wie Standfestigkeit, Reife, Krankheitsanfälligkeit oder Winterhärte. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten in Österreich zugelassenen Rapssorten und fasst deren Eigenschaften kurz zusammen. Die Sortenbeschreibungen stammen aus der Beschreibenden Sortenliste, die Ertragsergebnisse aus den Landessortenversuchen der LK Oberösterreich.
Hybridsorten
Die meisten der derzeit am Markt verfügbaren Hybridsorten stammen vom französischen Züchter Limagrain und sind an ihren mit "A" beginnenden Sortennamen erkennbar. Für den Vertragsanbau mit Rapso sind aussließlich die Sorten: Artemis, DK Exaura, DK Excited, LG Auckland, LG Appolonia, LG Aphrodite und LG Austin zugelassen.
Halbzwerghybriden
Neben den klassischen Hybridsorten sind in Österreich auch Halbzwerghybriden zugelassen, die insbesondere in einzelnen Anbaugebieten ihre Berechtigung haben. Aktuell befindet sich mit PX131 eine Sorte dieses Typs in der österreichischen Sortenliste. Sie stammt aus dem Zuchtprogramm von Pioneer und wurde 2019 in Österreich zugelassen.
Liniensorten
Die zuletzt in Österreich zugelassenen Liniensorten stammen aus dem Jahr 2018. Insgesamt befinden sich derzeit sieben Liniensorten in der österreichischen Sortenliste. Hinsichtlich des Ertragspotenzials können sie jedoch mit den modernen Hybridsorten in der Regel nicht mithalten.
Keine der in Österreich zugelassenen Liniensorten wurde 2025 im Landessortenversuch geprüft. Von den verfügbaren Liniensorten ist derzeit lediglich die Sorte Randy für das Rapso-Programm zugelassen.
Die meisten der derzeit am Markt verfügbaren Hybridsorten stammen vom französischen Züchter Limagrain und sind an ihren mit "A" beginnenden Sortennamen erkennbar. Für den Vertragsanbau mit Rapso sind aussließlich die Sorten: Artemis, DK Exaura, DK Excited, LG Auckland, LG Appolonia, LG Aphrodite und LG Austin zugelassen.
- LG Adapt: 2025 zugelassen, wüchsige Sorte mit sehr hohem Ertragspotenzial. Mit der Note 3 ist sie bei der Phomaanfälligkeit günstig eingestuft. Ertragssieger im LSV 2025 mit 5.815 kg/ha (110 Relativ-%).
- DK Excited: 2021 zugelassen, etwas kürzere Sorte. Laut AGES im Ertrag etwas schwächer als LG Adapt, dennoch mit sehr guten Ertragsleistungen. Mittlere Phomaanfälligkeit und geringe Anfälligkeit für Sclerotinia. Zweitstärkste Sorte im LSV 2025 mit 5.694 kg/ha (107 Relativ-%).
- Travolta: 2025 zugelassen. Im Vergleich etwas kürzere Sorte, dennoch mit hohem Ertragspotenzial. Mittlere Phomaanfälligkeit. Im LSV 2025 wurden 5.503 kg/ha erreicht (104 Relativ-%).
- Blackmoon: 2023 zugelassen. Mittlere Anfälligkeit gegenüber Phoma und Sclerotinia bei gleichzeitig guten Ertragsleistungen. Im LSV 2025 wurden 5.462 kg/ha erreicht (103 Relativ-%).
- Artemis: 2019 zugelassen, wüchsige Sorte mit mittlerer Phomaanfälligkeit. Laut AGES mit der Kornertragsnote 8 als ertragsstark eingestuft. Im LSV 2025 mit 5.284 kg/ha im Mittelfeld (100 Relativ-%).
- LG Austin: 2022 zugelassen. Mittlere Anfälligkeit für Phoma und Sclerotinia, laut AGES etwas lageranfälliger. Im LSV 2025 mit 5.240 kg/ha knapp unter dem Standortdurchschnitt (99 Relativ-%).
- LG Aphrodite: 2023 zugelassen. Mittlere Phomaanfälligkeit. Im LSV 2025 wurden 5.122 kg/ha erreicht (97 Relativ-%).
- LG Auckland: 2022 zugelassen, etwas höher wachsende Sorte. Im LSV 2025 wurden 5.141 kg/ha erreicht (97 Relativ-%).
- LG Avenger: 2025 zugelassen. Im LSV 2025 wurden 5.063 kg/ha erreicht (96 Relativ-%).
- DK Exaura: 2024 zugelassen. Bei der AGES mit der Sclerotinia-Note 3 günstig eingestuft. Im LSV 2025 wurden 5.011 kg/ha erreicht (95 Relativ-%).
- LG Apollonia: 2021 zugelassen. Laut AGES mit geringer Lageranfälligkeit. Im LSV 2025 wurden 4.953 kg/ha erreicht (94 Relativ-%).
- RGT Pozznan: 2025 zugelassen. Laut AGES mit der Phoma-Note 6 eher anfällig für Phoma. Im LSV 2025 wurden 4.988 kg/ha erreicht (94 Relativ-%).
Halbzwerghybriden
Neben den klassischen Hybridsorten sind in Österreich auch Halbzwerghybriden zugelassen, die insbesondere in einzelnen Anbaugebieten ihre Berechtigung haben. Aktuell befindet sich mit PX131 eine Sorte dieses Typs in der österreichischen Sortenliste. Sie stammt aus dem Zuchtprogramm von Pioneer und wurde 2019 in Österreich zugelassen.
Liniensorten
Die zuletzt in Österreich zugelassenen Liniensorten stammen aus dem Jahr 2018. Insgesamt befinden sich derzeit sieben Liniensorten in der österreichischen Sortenliste. Hinsichtlich des Ertragspotenzials können sie jedoch mit den modernen Hybridsorten in der Regel nicht mithalten.
Keine der in Österreich zugelassenen Liniensorten wurde 2025 im Landessortenversuch geprüft. Von den verfügbaren Liniensorten ist derzeit lediglich die Sorte Randy für das Rapso-Programm zugelassen.
Versuchsergebnisse
Die Versuchsergebnisse des Landessortenversuchs Körnerraps 2026 lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Die Ernte des Versuches ist voraussichtlich für Mitte Juli geplant. Über die aktuellen Ergebnisse werden wir zeitnah auf LK-Online sowie im Bauer berichten.
Die Ergebnisse des Vorjahres sowie sämtliche weiteren Versuchsergebnisse der Landwirtschaftskammer Oberösterreich sind im Versuchsportal abrufbar: https://ooe.lko.at/versuche.
Die Ergebnisse des Vorjahres sowie sämtliche weiteren Versuchsergebnisse der Landwirtschaftskammer Oberösterreich sind im Versuchsportal abrufbar: https://ooe.lko.at/versuche.