Die Landwirtschaft im Bezirk Urfahr-Umgebung lebt
von engagierten Bäuerinnen und Bauern, starken Familienbetrieben
und großer Vielfalt. Der Bezirk reicht von
den Ackerbaugebieten entlang der Donau bis zu den
Grünland- und Milchviehbetrieben des Mühlviertels.
Neben der Grünland-
und Milchwirtschaft
prägen auch
der Ackerbau und die
Saatmaisproduktion
im Raum Feldkirchen die Landwirtschaft
des Bezirks wesentlich.
Viele Höfe setzen zudem
auf Energieerzeugung, Direktvermarktung
und weitere Betriebszweige
und tragen damit
zur wirtschaftlichen Stärke der
Region bei.
Für Bezirksbauernkammerobmann
Peter Preuer stehen
fünf Themen im Mittelpunkt:
Bildung, die bäuerliche Familie,
ein gutes Miteinander, die
Nutzung heimischer Energiequellen
und eine Interessenvertretung,
die nahe an den Betrieben
ist.
Gerade die Grünland- und
Milchwirtschaft bilden das
Rückgrat vieler Höfe im Bezirk.
Sie sichern Einkommen, schaffen
Wertschöpfung und prägen
die Kulturlandschaft. Als langjähriger
Funktionär im Molkereibereich
kennt Preuer die
Bedeutung einer
starken Milchwirtschaft.
Gleichzeitig
setzt sich der
BBK-Obmann für
mehr Energieautarkie
auf den Höfen
ein. Photovoltaik, Biomasse
und andere erneuerbare Energieformen
können Betriebskosten
senken und die Unabhängigkeit
der Betriebe stärken.
Schon in den 1990er Jahren
wurden mit den bäuerlich
getragenen Heizkraftwerken in
Schenkenfelden und Reichenthal
Projekte umgesetzt, die
bis heute zeigen, wie regionale
Energieversorgung und Wertschöpfung
erfolgreich zusammenwirken.
Betriebswirtschaftliches Wissen
und unternehmerisches
Denken sind für Preuer wichtige
Voraussetzungen, um Betriebe
erfolgreich zu führen und
weiterzuentwickeln. Mit der
HBLA Elmberg, dem Facharbeiterkurs
in Kirchschlag und dem
Meisterkurs verfügt die Region
über starke Ausbildungswege
für die Land- und Forstwirtschaft.
Viele Bäuerinnen und
Bauern aus dem Bezirk nutzen
diese Möglichkeiten und schaffen
damit die fachlichen und
wirtschaftlichen Grundlagen
für ihre Betriebe.
Im Mittelpunkt steht dabei
die bäuerliche Familie. Die Zukunft
der Landwirtschaft hängt
wesentlich davon ab, dass Betriebe
erfolgreich an die nächste
Generation übergeben werden.
Gerade die Nähe zum Zentralraum
Linz bringt für die Landwirtschaft
sowohl Chancen als
auch Herausforderungen. Die
Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln,
Direktvermarktung
und zusätzlichen Einkommensmöglichkeiten
ist hoch,
gleichzeitig steigt der Druck auf
landwirtschaftliche Flächen.
„Mir war immer wichtig, dass
wir die Menschen zusammenbringen,
voneinander lernen
und die Wertschöpfung in der
Region halten. Wenn Bildung,
Zusammenhalt und wirtschaftliche
Perspektiven stimmen,
haben unsere Familienbetriebe
auch in Zukunft beste Chancen“,
betont Peter Preuer.
Ein weiterer Schwerpunkt ist
die Interessenvertretung für die
Bäuerinnen und Bauern im Bezirk.
Der direkte Austausch mit
den Betrieben und das Einbringen
ihrer Anliegen in agrarpolitische
Diskussionen sind dabei
zentrale Aufgaben.
Großen Stellenwert hat für
den BBK-Obmann auch das
Miteinander. Das zeigt sich
auch in den regelmäßig organisierten
Fachexkursionen
mit den Funktionärinnen und
Funktionären. Diese ermöglichten
in den vergangenen
Jahren Einblicke in erfolgreiche
Betriebe, neue Vermarktungswege
und unterschiedliche Formen
der Betriebsentwicklung.
Sicherheit, Bildung und Lebensqualität am Bauernhof
Die Bäuerinnen leisten auf den landwirtschaftlichen Betrieben einen unverzichtbaren
Beitrag, ist sich Johanna Haider aus Engerwitzdorf sicher. Sie setzt
sich seit vielen Jahren als Funktionärin für die Bäuerinnen in OÖ ein.
Die Bäuerinnen tragen
Verantwortung
in der Familie, arbeiten
am Hof mit, führen
vielfach eigene
Betriebszweige und
sind wichtige Botschafterinnen
der Landwirtschaft. Gerade im
Bezirk Urfahr-Umgebung, der
von den Ackerbaugebieten entlang
der Donau bis zu den Grünlandbetrieben
des Mühlviertels
geprägt ist, gestalten Bäuerinnen
den Erfolg der Familienbetriebe
entscheidend mit. Für die Vorsitzende
des Bäuerinnenbeirates
Urfahr, Johanna Haider, steht
deshalb die Stärkung der Bäuerinnen
im Mittelpunkt ihrer Arbeit.
Ein zentrales Anliegen ist die
soziale und rechtliche Absicherung
der Bäuerinnen. Neben
einer eigenständigen Absicherung
bei Pension, Krankheit
und Unfall sind auch Eigentumsfragen,
Hofübergaben, Erbrecht,
Vollmachten und die
rechtliche Stellung der Bäuerin
am Betrieb von großer Bedeutung.
Wer Verantwortung trägt,
soll auch abgesichert sein. Gerade
deshalb setzt sich Johanna
Haider dafür ein, dass Bäuerinnen
ihre Rechte kennen,
rechtzeitig Vorsorge
treffen und wichtige
Entscheidungen gut
informiert gestalten
können. Dies stärkt
die Position der Frauen
am Hof und gibt
Sicherheit für die Zukunft.
Ebenso wichtig ist ihr
die Lebensqualität am Bauernhof.
Mit dem Angebot „Lebensqualität
Bauernhof“ stellt
die Landwirtschaftskammer
Oberösterreich gemeinsam mit
ihren Partnern Information,
Beratung und Unterstützung
für bäuerliche Familien bereit.
Großen Stellenwert misst Johanna
Haider auch der Weiterbildung
bei. Wie Bezirksbauernkammer-
Obmann Peter
Preuer sieht sie Bildung als
wichtige Grundlage für erfolgreiche
Familienbetriebe. Unabhängig
vom persönlichen
Hintergrund sollen Bäuerinnen
Zugang zu praxisnahen
Bildungsangeboten haben und
ihre Fähigkeiten gezielt weiterentwickeln
können. Gleichzeitig
braucht auch die junge
Generation bestmögliche
Ausbildungsmöglichkeiten,
damit neue Ideen auf die Betriebe
kommen und die Familienbetriebe
erfolgreich in die
Zukunft geführt werden können.
Ein weiteres Anliegen ist
die Vermittlung von Wissen
über die Landwirtschaft. Beim
Tag der Landwirtschaft in Urfahr-
Umgebung engagiert sich
Johanna Haider seit 2017 dafür,
Kindern die Herkunft von Lebensmitteln
näherzubringen.
Besonders wichtig ist ihr dabei
das praktische Erleben, etwa
beim gemeinsamen Backen
und Verkosten. So entsteht
Verständnis für die Landwirtschaft
und Wertschätzung für
heimische Lebensmittel. Hinter
jedem Lebensmittel stehen
bäuerliche Familien, Fachwissen
und viel Arbeit. Dieses Bewusstsein
zu stärken, ist ihr ein
besonderes Anliegen.
„Unsere Familienbetriebe in
Urfahr leben vom Miteinander
von Bäuerinnen und Bauern.
Mir ist wichtig, die Bäuerinnen
zu stärken, ihre Leistungen
sichtbar zu machen und ihnen
durch Bildung und Absicherung
Sicherheit für die Zukunft
zu geben“, so Johanna Haider.