Aktuelle Pflanzenschutzinformationen Nr. 8/2026
Winterweizen – Ergebnisse der Warndienstbonitur
Am 20.4.2026 wurden oberösterreichweit 33 Weizenschläge bonitiert.
Die Weizen befinden sich großteils im BBCH 31, einige sind noch Ende der Bestockung (BBCH 29 und BBCH 30).
Die Weizen befinden sich großteils im BBCH 31, einige sind noch Ende der Bestockung (BBCH 29 und BBCH 30).
Bei der Bonitur wurde das letzte untere grüne Blatt noch mitbonitiert. Wie im Vorjahr ist der Befall mit S. tritici (braune Flecken mit schwarzen Fruchtkörpern) sehr gering, bei keiner Probe wurde die Bekämpfungsschwelle überschritten. Die Laboranalyse (Ergebnis frühestens Ende der Woche, eher Beginn nächster Woche) wird genauere Ergebnisse dazu liefern. Die Witterung war bisher zu trocken für stärkere Infektionen und auch die weitere Prognose geht von geringen bis keinen Niederschlägen aus. Wenn es zu Infektionen kommen sollte, starten diese von einem sehr geringen Ausgangsniveau.
Die Krankheit braucht durchgehend 48 Stunden Blattnässe, um sich ausbreiten zu können. Konkrete Behandlungsempfehlungen können erst nach Vorliegen des Laborergebnisses abgegeben werden.
Die Prognosen und weitere Entwicklung sind auf www.warndienst.at abrufbar. Zur eigenen Beurteilung des Befalls mit S.tritici kann auch der bayerische Schwellenwert zusätzlich herangezogen werden – dort dienen ab ES 31 das F-3 und F-4 als Beurteilungskriterium (40 % Befallshäufigkeit als Bekämpfungsschwelle, 30 Pflanzen werden dabei beurteilt).
Andere Krankheiten waren kaum zu beobachten, auf einer Probe gab es wenige Mehltaupusteln und auf einer alte aufgeplatzte Braunrostpusteln (Sorte Tiberius).
Es gibt leider kein Serum mehr für Halmbruch. Wir haben aber auf www.warndienst.at ein Prognoseprogramm für die Krankheit. Wenn das ES 32 erreicht ist, muss laut Warndienst eine Entscheidung getroffen werden, die Entwicklung ist weiter im Auge zu behalten (www.warndienst.at), die Witterung war heuer durch den trockenen Winter/Frühling ungünstig für einen Befall.
Die Krankheit braucht durchgehend 48 Stunden Blattnässe, um sich ausbreiten zu können. Konkrete Behandlungsempfehlungen können erst nach Vorliegen des Laborergebnisses abgegeben werden.
Die Prognosen und weitere Entwicklung sind auf www.warndienst.at abrufbar. Zur eigenen Beurteilung des Befalls mit S.tritici kann auch der bayerische Schwellenwert zusätzlich herangezogen werden – dort dienen ab ES 31 das F-3 und F-4 als Beurteilungskriterium (40 % Befallshäufigkeit als Bekämpfungsschwelle, 30 Pflanzen werden dabei beurteilt).
Andere Krankheiten waren kaum zu beobachten, auf einer Probe gab es wenige Mehltaupusteln und auf einer alte aufgeplatzte Braunrostpusteln (Sorte Tiberius).
Es gibt leider kein Serum mehr für Halmbruch. Wir haben aber auf www.warndienst.at ein Prognoseprogramm für die Krankheit. Wenn das ES 32 erreicht ist, muss laut Warndienst eine Entscheidung getroffen werden, die Entwicklung ist weiter im Auge zu behalten (www.warndienst.at), die Witterung war heuer durch den trockenen Winter/Frühling ungünstig für einen Befall.
Auf fast allen Proben sind Fraßspuren des Getreidehähnchenkäfers zu finden, es gibt auch vereinzelt schon gelbliche Eier. Eine Behandlung wird erst bei Fraß der Larven empfohlen (10% Blattflächenverlust).
Vorläufige Empfehlung
Im ES 31 spitzt das F-2 (3. Blatt von oben), im ES 32 das F-1 (2. Blatt von oben). Je nach Niederschlag kann die Gefahr durch Krankheiten leicht steigen, aber von einem sehr niedrigen Ausgangsniveau. In der Regel ist noch keine Behandlung notwendig. Sind trotzdem wider Erwarten die Bekämpfungsschwellen überschritten und Halmbruch ebenfalls bekämpfungswürdig, so steht z.B: Verben (bei Halmbruchgefahr 0,8 bis 1,0 l/ha, bei S.tritici 0,6 bis 0,8 l/ha) oder Delaro Forte (1,5 l/ha bei Halmbruchgefahr, sonst 1,1 l/ha) zur Verfügung. Eine breite Möglichkeit besteht auch mit Input Classic (0,8-1,0 l/ha). Die Kombination aus Unix (0,6 kg/ha) und dem Mehltauspezialisten Tern (0,5 l/ha) hat nur eine leichte Nebenwirkung gegen Septoria. Darüber hinaus haben auch z.B. Ascra Xpro, Fandango - sofern noch vorrätig, Input Xpro, Siltra Xpro oder Univoq eine Wirkung gegen Halmbruch, diese werden aber in der Regel je nach Infektionslage mit anderen Krankheiten erst um das Fahnenblattstadium eingesetzt. Zu diesem Zeitpunkt entwickeln die genannten Fungizide nur mehr eine Teilwirkung gegen Halmbruch, da die Produkte nur optimal an der Halmbasis wirken. Ohne Halmbruchgefahr aber bei bereits starkem Septoria-Befall haben reine prothioconazolhältige Produkte (z.B. Pecari 300 EC, Protendo 300 EC, Joust, etc.) eine gute Wirkung. Die Behandlung im Fahnenblatt kann dann mit einem revysolhältigen Fungizid (z.B. Revytrex, Balaya) erfolgen. Bei breiter Infektionsgefahr (die derzeit aber nicht besteht) können auch Behandlungen mit 0,8 l/ha Balaya (Azolwirkstoff Revysol-Mefentriconazol), 075 l/ha Daxur (Azolwirkstoff Revysol-Mefentriconazol) oder 1,1 l/ha Delaro Forte (Azolwirkstoff Prothioconazol) erfolgen. In der Spritzfolge wäre es optimal, wenn ein Azolwirkstoff nur einmal eingesetzt werden würde und Carboxamidwirkstoffe auch nur einmal. Sind nur Mehltau oder Rostpilze vorhanden so kann eine Behandlung mit Pronto plus (0,75-1,0 l/ha) eine günstige Möglichkeit sein, die Septoria-Wirkung ist eher schwächer.