Aktuelle Pflanzenschutzinformationen Nr. 7/2026
Wintergerste-Wachstumsreglereinsatz, Krankheitssituation
Der Wachstumsreglereinsatz soll, wo noch notwendig rasch vor der nächsten leicht kühleren Phase abgeschlossen werden, früh gesäte und gut entwickelte Bestände sind bereits deutlich im BBCH 32, das Ährenwachstum ist gut ersichtlich. Die Behandlungsempfehlung ist der vorletzten Aussendung zu entnehmen. Ein Video zur Information gibt es hier. Die Entwicklungsstadien des Getreides sind in einem Folder der LK erkärt (unten verlinkt).
Der Krankheitsdruck ist weiterhin gering, die Niederschläge der letzten Tage haben das Infektionsrisiko nur leicht erhöht. Bei manchen Sorten sieht man unspezifische bräunliche Flecke, die aber nicht von einer Pilzinfektion stammen, sondern Reaktionen auf die tw. kühlen Nächte und doch warmen Tage sind. Bei vielen Beständen ruft Manganmangel auch solche Flecke hervor – hier können z.B. 1 l/ha Mn-Chelat langfristig zu einer Erholung beitragen. Bei gitterartigen Netzflecken ist die Grenze 20 % Befallshäufigkeit auf F-4 oder F-3, das sind aktuell bei BBCH 31 das dritte bzw. zweite Blatt von oben, bei BBCH 32 vierte bzw. dritte Blatt von oben. In Regionen mit mehr Niederschlägen findet man vereinzelt auf älteren Blättern erste Symptome von Ramularia. Bei intensiver Bestandesführung wird die erste Fungizidbehandlung nach Überschreiten der Schwellen erst bei beginnendem Schieben des Fahnenblattes (BBCH 37) ev. gemeinsam mit der zweiten Wachstumsreglergabe empfohlen, die Behandlung gegen Ramularia-Sprenkelkrankheit dann in die freistehende Ähre.
Winterweizen Wachstumsreglereinsatz, Krankheiten
Die Entwicklung der Winterweizen ist sehr unterschiedlich, viele spätgesäte Bestände sind erst Ende der Bestockung, früh gesäte sind schon im BBCH 31. Wer nur mit reinen Chlormequatprodukte (Stabilan 400, Regulator 720, Palermo 720) eine Kürzung vornimmt, muss dies im BBCH 30 durchführen, bevor sich die Knoten zu strecken beginnen. Mit anderen Produkten oder Kombinationen mit Chlormequat ist der ideale Kürzungstermin im BBCH 31. Ein Video zum Wachstumsreglereinsatz im Weizen ist hier abrufbar.
Der Krankheitsdruck in Winterweizen ist bisher noch sehr gering. Eine Infektionsmöglichkeit für S. tritici gab es letzte Woche. Da der Druck aber bisher gering war, ist das Risiko einer starken Ausbreitung noch gering. Die Prognosen sind über www.warndienst.at abrufbar, das Monitoring der Krankheiten beginnt ab 21. April, die Laborergebnisse der ersten Bonitur sind wahrscheinlich ab 24. April online.
Informationen zu den aktuellen Entwicklungsstadien (nach Anbauzeitpunkt abrufbar) bei allen Getreidearten gibt es auch unter www.warndienst.at.
Informationen zu den aktuellen Entwicklungsstadien (nach Anbauzeitpunkt abrufbar) bei allen Getreidearten gibt es auch unter www.warndienst.at.
Raps-Schädlinge
Allgemein ist das Auftreten der Rapsglanzkäfer weiter eher verhalten, in vielen Regionen wird bei den in den nächsten Tagen leicht wärmeren Temperaturen der Zuflug abgeschlossen werden – die Prognosen sind unter www.warndienst.at abrufbar. Die Schadschwelle sind kurz vor der Blüte 10 Käfer pro Haupttrieb, 5 Käfer bei schwachen Beständen. Die Aktivität kann am Feldrand höher sein als im Bestandesinneren. Die Behandlungsempfehlung ist der vorletzten Aussendung zu entnehmen.
Ab 10 % aufgeblühtem Raps ist keine Glanzkäferbehandlung mehr notwendig – hier ist er dann nützlich für die Befruchtung.
Informationen zu Kohlschotenrüssler und Kohlschotenmücke gibt es in der letzten Aussendung.
Ab 10 % aufgeblühtem Raps ist keine Glanzkäferbehandlung mehr notwendig – hier ist er dann nützlich für die Befruchtung.
Informationen zu Kohlschotenrüssler und Kohlschotenmücke gibt es in der letzten Aussendung.
Raps-Sklerotinia
Durch die bisher sehr trockene Witterung ist die Gefahr einer Infektion aktuell gering.
Aus den eventuell im Boden vorhandenen Sklerotien keimen die Pilze dann, wenn die obersten 5 cm des Bodens gut durchfeuchtet sind und sich im Bestand ein Kleinklima entwickeln kann. Sehr kühle, feuchte oder sehr heiße, trockene Witterung ist jedoch auch ungünstig für die Krankheitsentwicklung bei Sklerotinia.
Gefährdet durch Sklerotinia-Weißstängeligkeit sind Flächen bei enger Rapsfruchtfolge (4
Jahre und kürzer) sowie bei Soja, Sonnenblume, zweijährigem Kümmel oder Feldgemüse in
der Fruchtfolge und Standorte mit bekannten Problemen mit Sklerotinia – nur hier kann die
Wirtschaftlichkeit deutlich gegeben sein. Optimale Bedingungen sind warme Temperaturen
über 15 °C und feuchte Witterung. Eine eventuell notwendige Behandlung kann ab Beginn
abfallender Blütenblätter erfolgen, mit den modernen Fungiziden (Amistar Gold, Cantus Revy, Propulse) ist eine frühere Behandlung als in der Vergangenheit möglich. Die Traktoren können zur Schonung des Rapses unten mit einer durchgehenden Plane abgedeckt werden. In manchen Regionen sind auch bereits Geräte mit Dropleg-Düsen vorhanden, dadurch kommen Blüten und Nektardrüsen mit den Pflanzenschutzmitteln nicht in Kontakt. Die einsetzbaren Fungizide sind zwar alle bienenungefährlich, wir empfehlen trotzdem deren Einsatz außerhalb der Bienenflugzeit. Über die Bienengefährlichkeit von Mischungen mit Insektiziden gibt die beigefügte Tabelle Auskunft.
Bei einem eventuell notwendigen Fungizideinsatz kann zur Unterstützung der Blüte auch Bor
beigemengt werden. Bei einer Beimengung von AHL oder Harnstoff wird die Ausbringung
auch außerhalb der Bienenflugzeit empfohlen, da diese die Flugfähigkeit der Bienen beeinträchtigen können.
Aus den eventuell im Boden vorhandenen Sklerotien keimen die Pilze dann, wenn die obersten 5 cm des Bodens gut durchfeuchtet sind und sich im Bestand ein Kleinklima entwickeln kann. Sehr kühle, feuchte oder sehr heiße, trockene Witterung ist jedoch auch ungünstig für die Krankheitsentwicklung bei Sklerotinia.
Gefährdet durch Sklerotinia-Weißstängeligkeit sind Flächen bei enger Rapsfruchtfolge (4
Jahre und kürzer) sowie bei Soja, Sonnenblume, zweijährigem Kümmel oder Feldgemüse in
der Fruchtfolge und Standorte mit bekannten Problemen mit Sklerotinia – nur hier kann die
Wirtschaftlichkeit deutlich gegeben sein. Optimale Bedingungen sind warme Temperaturen
über 15 °C und feuchte Witterung. Eine eventuell notwendige Behandlung kann ab Beginn
abfallender Blütenblätter erfolgen, mit den modernen Fungiziden (Amistar Gold, Cantus Revy, Propulse) ist eine frühere Behandlung als in der Vergangenheit möglich. Die Traktoren können zur Schonung des Rapses unten mit einer durchgehenden Plane abgedeckt werden. In manchen Regionen sind auch bereits Geräte mit Dropleg-Düsen vorhanden, dadurch kommen Blüten und Nektardrüsen mit den Pflanzenschutzmitteln nicht in Kontakt. Die einsetzbaren Fungizide sind zwar alle bienenungefährlich, wir empfehlen trotzdem deren Einsatz außerhalb der Bienenflugzeit. Über die Bienengefährlichkeit von Mischungen mit Insektiziden gibt die beigefügte Tabelle Auskunft.
Bei einem eventuell notwendigen Fungizideinsatz kann zur Unterstützung der Blüte auch Bor
beigemengt werden. Bei einer Beimengung von AHL oder Harnstoff wird die Ausbringung
auch außerhalb der Bienenflugzeit empfohlen, da diese die Flugfähigkeit der Bienen beeinträchtigen können.
Mais
Information zur Unkrautbekämpfung entnehmen sie der letzten Aussendung.
Soja
Vereinzelt wurde in Gunstlagen Soja schon angebaut, die Aussaat kann aber auch noch bis Mitte Mai erfolgen.
In Regionen, wo in den letzten Jahren es auf Grund von Resistenzen Probleme mit den Nachauflaufherbiziden Pulsar 40/Pulsar Plus und Harmony SX bei der Bekämpfung von Amaranth und Weißem Gänsefuß gab, wird empfohlen die Unkrautbekämpfung im Vorauflaufverfahren durchzuführen. Diese Produkte erfassen die beiden Unkräuter bei entsprechender Feuchtigkeit relativ sicher.
Zum Einsatz gelangen können 2,5 l/ha Spectrum Plus, Soja Pack (0,25 l/ha Reactor + 2,0 l/ha Successor 600) + 1 l/ha Stomp Aqua, 2,0-2,5 l/ha Proman + 0,25 l/ha Centium CS, 1,5 l/ha Conaxis (+ 2-3 l/ha Proman bei Weißem Gänsefuß). Die Anwendung muss je nach Registrierung 3-5 Tage nach der Saat erfolgen, es darf kein Spritznebel zum Keimling gelangen. Auf eine gute Saatgutabdeckung ist zu achten. Für eine ausreichende Wirkung sind Niederschläge nach der Ausbringung notwendig, bei eher trockener Witterung soll unmittelbar nach der Saat die Anwendung erfolgen oder am nächsten Tag in der Früh bei noch feuchtem Boden. Umfangreiche Information zur Unkrautbekämpfung in Soja auch inkl. der neuen Produkte Chanon und Lentipur 500 finden Sie hier.
In Regionen, wo in den letzten Jahren es auf Grund von Resistenzen Probleme mit den Nachauflaufherbiziden Pulsar 40/Pulsar Plus und Harmony SX bei der Bekämpfung von Amaranth und Weißem Gänsefuß gab, wird empfohlen die Unkrautbekämpfung im Vorauflaufverfahren durchzuführen. Diese Produkte erfassen die beiden Unkräuter bei entsprechender Feuchtigkeit relativ sicher.
Zum Einsatz gelangen können 2,5 l/ha Spectrum Plus, Soja Pack (0,25 l/ha Reactor + 2,0 l/ha Successor 600) + 1 l/ha Stomp Aqua, 2,0-2,5 l/ha Proman + 0,25 l/ha Centium CS, 1,5 l/ha Conaxis (+ 2-3 l/ha Proman bei Weißem Gänsefuß). Die Anwendung muss je nach Registrierung 3-5 Tage nach der Saat erfolgen, es darf kein Spritznebel zum Keimling gelangen. Auf eine gute Saatgutabdeckung ist zu achten. Für eine ausreichende Wirkung sind Niederschläge nach der Ausbringung notwendig, bei eher trockener Witterung soll unmittelbar nach der Saat die Anwendung erfolgen oder am nächsten Tag in der Früh bei noch feuchtem Boden. Umfangreiche Information zur Unkrautbekämpfung in Soja auch inkl. der neuen Produkte Chanon und Lentipur 500 finden Sie hier.