Aktuelle Pflanzenschutzinformationen Nr. 13/2026
Winterweizen
Jetzt liegen auch die Labor-Ergebnisse der 2. Probenziehung vor. Insgesamt wurden 32 Proben aus OÖ untersucht. Zur Labor-Analyse gelangte das letzte aktive grüne Blatt, zur Bonitur wurden die obersten 4 Blätter bzw. bei Mehltau und Rosten die ganze Pflanze herangezogen.
Der Großteil der Bestände befindet sich zwischen dem 2-Knotenstadium (BBCH 32) und dem Fahnenblatt (BBCH 37), bei ganz frühen sieht man bereits die Ähre seitlich austreten. Der Befall mit S. tritici Blattdürre ist optisch gering, die Laborergebnisse bestätigen dies. Die kritische Marke von 5 % Befall wurde auch bei den anderen Krankheiten bei keiner Probe überschritten.
Der Großteil der Bestände befindet sich zwischen dem 2-Knotenstadium (BBCH 32) und dem Fahnenblatt (BBCH 37), bei ganz frühen sieht man bereits die Ähre seitlich austreten. Der Befall mit S. tritici Blattdürre ist optisch gering, die Laborergebnisse bestätigen dies. Die kritische Marke von 5 % Befall wurde auch bei den anderen Krankheiten bei keiner Probe überschritten.
Rostpilze konnte nicht festgestellt werden, bei einer Probe gab es Befall mit Mehltau. Durch
die in den vorigen Wochen kühle und am Tag heiße Witterung in Verbindung mit Trockenheit
reagieren manche Sorten (z.B. Tiberius, RGT Reform) mit hellen Blattspitzen bzw. Ernestus
mit HTR-ähnlichen Symptomen (braune Flecke mit gelbem Rand).
die in den vorigen Wochen kühle und am Tag heiße Witterung in Verbindung mit Trockenheit
reagieren manche Sorten (z.B. Tiberius, RGT Reform) mit hellen Blattspitzen bzw. Ernestus
mit HTR-ähnlichen Symptomen (braune Flecke mit gelbem Rand).
Empfehlung:
Auf Grund des sehr geringen Befalls kann mit einer allfällig notwendigen Behandlung bis in das voll entwickelte Fahnenblatt zugewartet werden.
Kommen Carboxamid/Picolinamid-Azol-Kombinationen zum Einsatz, sind trotzdem volle Aufwandmengen zu verwenden – wenn noch eine Fusariumbehandlung eingeplant ist, dann mind. 75 %. Zum Einsatz gelangen können z.B. 1,25-1,5 l/ha Ascra Xpro, 1,0 l/ha Elatus Era, 1,5 l/ha Input Xpro (bei stärkerem Mehltauauftreten), 1,5 l/ha Revytrex, 1,75-2,0 l/ha Univoq. 1,5 l/ha Variano Xpro, 2,25 l/ha vom Avastel Pack (1,5 l/ha Pioli + 0,75 l/ha Soratel).
Bei weiterhin sehr geringem Befall und auch auf www.warndienst.at gering prognostiziertem Infektionswetter können auch kostengünstige Kombinationen/Produkte wie 1 l/ha Amistar Gold, 1l /ha Mystic 250 EW + 0,5 l/ha Tazer 250 SC, 1,25 l/ha Delaro Forte, 1 l/ha Daxur, 1,25 l/ha Zantara eingesetzt werden.
Wo schon eine Behandlung durchgeführt wurde, kann bis kurz vor dem Ährenschieben zugewartet werden. Wurde beim ersten Mal mit prothioconazolhältigen Fungiziden (z.B. Pecari 300 EC/Protendo 300 EC, Delaro Forte, Verben, Joust) behandelt, dann wäre es aus resistenzvorbeugenden Gründen optimal, jetzt mit mefentrifluconazolhältigen Produkten zu arbeiten (z.B. Revytrex). Wurden z.B. aber Balaya bzw. Daxur vorgelegt, dann können prothioconazolhältige Produkte (z.B. Ascra Xpro, Elatus Era, Input Xpro, Univoq) eingesetzt werden.
Gelbrost, Braunrost und HTR werden durch alle oben genannten Produkte erfasst. Eine spezielle Zulassung gegen Schneeschimmel hat Ascra Xpro. M. nivale (Schneeschimmel), erkennbar an den wässrigen, leicht grünlich-grauen Flecken könnte bei längerer feuchter Witterung stärker auftreten. Warme Witterung über mehrere Tage mit vereinzelten Niederschlägen und strahlungsintensivem Wetter kann Braunrost begünstigen.
Auf Grund des sehr geringen Befalls kann mit einer allfällig notwendigen Behandlung bis in das voll entwickelte Fahnenblatt zugewartet werden.
Kommen Carboxamid/Picolinamid-Azol-Kombinationen zum Einsatz, sind trotzdem volle Aufwandmengen zu verwenden – wenn noch eine Fusariumbehandlung eingeplant ist, dann mind. 75 %. Zum Einsatz gelangen können z.B. 1,25-1,5 l/ha Ascra Xpro, 1,0 l/ha Elatus Era, 1,5 l/ha Input Xpro (bei stärkerem Mehltauauftreten), 1,5 l/ha Revytrex, 1,75-2,0 l/ha Univoq. 1,5 l/ha Variano Xpro, 2,25 l/ha vom Avastel Pack (1,5 l/ha Pioli + 0,75 l/ha Soratel).
Bei weiterhin sehr geringem Befall und auch auf www.warndienst.at gering prognostiziertem Infektionswetter können auch kostengünstige Kombinationen/Produkte wie 1 l/ha Amistar Gold, 1l /ha Mystic 250 EW + 0,5 l/ha Tazer 250 SC, 1,25 l/ha Delaro Forte, 1 l/ha Daxur, 1,25 l/ha Zantara eingesetzt werden.
Wo schon eine Behandlung durchgeführt wurde, kann bis kurz vor dem Ährenschieben zugewartet werden. Wurde beim ersten Mal mit prothioconazolhältigen Fungiziden (z.B. Pecari 300 EC/Protendo 300 EC, Delaro Forte, Verben, Joust) behandelt, dann wäre es aus resistenzvorbeugenden Gründen optimal, jetzt mit mefentrifluconazolhältigen Produkten zu arbeiten (z.B. Revytrex). Wurden z.B. aber Balaya bzw. Daxur vorgelegt, dann können prothioconazolhältige Produkte (z.B. Ascra Xpro, Elatus Era, Input Xpro, Univoq) eingesetzt werden.
Gelbrost, Braunrost und HTR werden durch alle oben genannten Produkte erfasst. Eine spezielle Zulassung gegen Schneeschimmel hat Ascra Xpro. M. nivale (Schneeschimmel), erkennbar an den wässrigen, leicht grünlich-grauen Flecken könnte bei längerer feuchter Witterung stärker auftreten. Warme Witterung über mehrere Tage mit vereinzelten Niederschlägen und strahlungsintensivem Wetter kann Braunrost begünstigen.
Bekämpfungsschwellen lt. bayer. Weizenmodell:
S. tritici: 40 % Befallshäufigkeit in ES 31 -45 auf den Blattetagen bis F-4 (ds. 12 von 30 Blättern)
S. nodorum: 12 % Befallshäufigkeit in ES 41 -49 auf F-3 oder F-4 (ds. 4 von 30 Blättern)
Braunrost: 30 % Befallshäufigkeit in ES 37-69 (Haupttrieb)
Gelbrost: 30 % Befallshäufigkeit in ES 31-61 (bei nicht anfälligen Sorten, sonst bei Befallsbeginn) bzw. erste Nester im Bestand
Mehltau: 60 % Befallshäufigkeit auf F-2
HTR: 10 % Befallshäufigkeit auf F-4 oder F-3
Gegen Ährenfusarien (besondere Gefahr bei Vorfrucht Körnermais, reduzierter Bodenbearbeitung bzw. Maisstroh an der Erdoberfläche und 3-4 mm Niederschläge) besitzen dann 0,8-1,0 l/ha Prosaro bzw. auch 1,0 l/ha Magnello eine sehr starke Wirkung, gut bewährt hat sich auch 1,0 l/ha Caramba/Sirena/Metfin. Schwächer in der Wirkung sind tebuconazolehältige Produkte (z.B. Folicur, Mystic 250 EW), diese besitzen aber bei Braunrost ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
S. nodorum: 12 % Befallshäufigkeit in ES 41 -49 auf F-3 oder F-4 (ds. 4 von 30 Blättern)
Braunrost: 30 % Befallshäufigkeit in ES 37-69 (Haupttrieb)
Gelbrost: 30 % Befallshäufigkeit in ES 31-61 (bei nicht anfälligen Sorten, sonst bei Befallsbeginn) bzw. erste Nester im Bestand
Mehltau: 60 % Befallshäufigkeit auf F-2
HTR: 10 % Befallshäufigkeit auf F-4 oder F-3
Gegen Ährenfusarien (besondere Gefahr bei Vorfrucht Körnermais, reduzierter Bodenbearbeitung bzw. Maisstroh an der Erdoberfläche und 3-4 mm Niederschläge) besitzen dann 0,8-1,0 l/ha Prosaro bzw. auch 1,0 l/ha Magnello eine sehr starke Wirkung, gut bewährt hat sich auch 1,0 l/ha Caramba/Sirena/Metfin. Schwächer in der Wirkung sind tebuconazolehältige Produkte (z.B. Folicur, Mystic 250 EW), diese besitzen aber bei Braunrost ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Getreidehähnchen, Unkrautregulierung
Die Aktivitäten der Getreidehähnchenkäfer sind derzeit noch eher gering. Trotzdem ist die Entwicklung im Auge zu behalten. Die wirtschaftliche Schadensschwelle ist 1 Käfer/Ei/Larve pro Fahnenblatt oder 10 % Fahnenblattverlust. Zugelassen gegen Getreidehähnchen sind synthetische Pyrethroide (Cymbigon Forte, Delta Super, Karate Zeon, Nexide, Sumi Alpha/Sumicidin Top).
Wenn die Ähre mind. 4 cm lang ist, können im Fahnenblattstadium auch wieder Herbizide eingesetzt werden. Das breiteste Produkt ist Ariane C (1,0 l/ha), es erfasst Klettenlabkraut, Kamille, Distel, Ampfer und Kornblume, gegen Distel hilft zur Unterdrückung 1,5 l/ha Dicopur M oder 37,5 g/ha Express SX, gegen Klettenlabkraut ist z.B. 0,7 l/ha Tomigan 200 möglich. Eine breite Wirkung besitzt auch 25 g/ha Saracen Max. Klettenlabkraut und Distel werden auch erfasst mit Tomigan XL (1,0 bis 1,5 l/ha), Pixxaro EC (0,4 bis 0,5 l/ha), 0,8-1,0 l/ha Zypar, 0,67 l/ha Croupier OD, 50 g/ha Pointer plus. Bei wuchsstoffhältigen Produkten sollen die Nachttemperaturen nicht unter 8 °C fallen. Eine Bekämpfung von Ungräsern (Ackerfuchsschwanzgras) zu diesem Zeitpunkt zeigt nur mehr eingeschränkte Wirkung und wird aus Gründen der Resistenzbildung nicht mehr empfohlen.
Sollte noch ein Wachstumsreglereinsatz (dichter Bestand, gute Nährstoffversorgung, lageranfällige Sorte) notwendig sein – auf Grund der bisherigen Trockenheit wird das aber selten der Fall sein, so kann er bis ES 39 erfolgen, eine Kombination mit einem Herbizideinsatz ist bei etephonhältigen Produkten (z.B. Cerone 480 SL) nicht möglich – Abstand 5 Tage. Mit Fabulis OD ist eine Kombination lt. Firmenaussagen möglich. Hier sollen die Tagestemperaturen über 12 °C und bei Cerone 480 SL über 15 °C liegen.
Sollte noch ein Wachstumsreglereinsatz (dichter Bestand, gute Nährstoffversorgung, lageranfällige Sorte) notwendig sein – auf Grund der bisherigen Trockenheit wird das aber selten der Fall sein, so kann er bis ES 39 erfolgen, eine Kombination mit einem Herbizideinsatz ist bei etephonhältigen Produkten (z.B. Cerone 480 SL) nicht möglich – Abstand 5 Tage. Mit Fabulis OD ist eine Kombination lt. Firmenaussagen möglich. Hier sollen die Tagestemperaturen über 12 °C und bei Cerone 480 SL über 15 °C liegen.
Mais
Für Herbizidmaßnahmen im Mais sollen die Pflanzen eine gute Wachsschicht ausgebildet haben (optimal Nächte über 5-8°C), wenig Wasser im Kelch haben und eine sattgrüne Farbe besitzen. Details dazu gibt es in der letzten Aussendung.
Soja
Informationen zur Unkrautbekämpfung gibt es in der letzten Aussendung.