Aktuelle Pflanzenschutzinformationen Nr. 10/2026
Winterweizen-Krankheitssituation
Die Warndienst-Ergebnisse der Laboranalyse liegen nun vor.
Untersucht wurde nur S.tritici mittels PCR. Die optischen Befallswerte mit dieser Krankheit haben sich im Labor bestätigt und liegen im eher niedrigen Bereich aber doch etwas höher als erwartet.
Der durchschnittliche Befall mit S. tritici der 33 untersuchten Proben liegt bei 1,7 %, der höchste Befall beträgt 9,0 %, das liegt knapp über den Werten des Vorjahres. Die kritische Schwelle beginnt ab 5 % Befall und diese wurde bei zwei Proben überschritten, zwei liegen um 5 %. Frühe Sätermine bis 10.10. (4 Proben) haben 2,5 % Befall, jene (18 Proben) zwischen 11. u. 20.10. haben 2,1 % und Anbautermine (11 Proben) nach dem 20.10. 0,5 %. Zur eigenen optischen Beurteilung des Befalls mit S.tritici kann auch der bayerische Schwellenwert zusätzlich herangezogen werden – dort dienen ab ES 31 das F-3 und F-4 als Beurteilungskriterium (40 % Befallshäufigkeit als Bekämpfungsschwelle, 30 Pflanzen werden dabei beurteilt).
S.tritici braucht durchgehend 36(-48) Stunden Blattnässe, Temperaturen ab 4°C (optimal 8-20°C) und eher großtropfige Niederschläge über 5 mm, um sich ausbreiten zu können. Das wird in den nächsten Tagen nicht der Fall sein, jedoch gab es seit Karfreitag immer wieder Infektionstage.
Die Details für die einzelnen Regionen samt Prognose gibt es auf www.warndienst.at .
Die Details für die einzelnen Regionen samt Prognose gibt es auf www.warndienst.at .
Die Empfehlungen von voriger Woche müssen kaum geändert werden:
In Beständen, wo der Befallswert über 5 % liegt und ein höheres Ertragsniveau angestrebt wird, kann, bei zusätzlich höherem Getreideanteil bzw. direkter Getreidevorfrucht eine Behandlung von S.tritici und Halmbruch, ein Fungizideinsatz im ES 31/32 rentabel werden. Zusätzlich kritische Faktoren sind die Sortenanfälligkeit (Noten über 5 in der AGES-Einstufung – siehe auch Feldbauratgeber Herbst 2025 | Landwirtschaftskammer Österreich, etc.), die Stickstoffversorgung, die Bestandesdichte. Bei stärkerem Befall soll die Behandlung rasch durchgeführt werden.
In Beständen, wo der Befallswert über 5 % liegt und ein höheres Ertragsniveau angestrebt wird, kann, bei zusätzlich höherem Getreideanteil bzw. direkter Getreidevorfrucht eine Behandlung von S.tritici und Halmbruch, ein Fungizideinsatz im ES 31/32 rentabel werden. Zusätzlich kritische Faktoren sind die Sortenanfälligkeit (Noten über 5 in der AGES-Einstufung – siehe auch Feldbauratgeber Herbst 2025 | Landwirtschaftskammer Österreich, etc.), die Stickstoffversorgung, die Bestandesdichte. Bei stärkerem Befall soll die Behandlung rasch durchgeführt werden.
Strategien unter Berücksichtigung der Resistenzproblematik
Im BBCH 31 spitzt das F-2 (3. Blatt von oben), im BBCH 32 das F-1 (2. Blatt von oben). Einige Bestände haben bereits oder werden in Kürze das BBCH 32 erreicht haben. In der Regel ist noch keine Behandlung notwendig. Sind trotzdem wider Erwarten die Bekämpfungsschwellen überschritten und Halmbruch ebenfalls bekämpfungswürdig, so steht z.B: Verben (bei Halmbruchgefahr 0,8 bis 1,0 l/ha, bei S.tritici 0,6 bis 0,8 l/ha) oder Delaro Forte (1,5 l/ha bei Halmbruchgefahr, sonst 1,1 l/ha) zur Verfügung. Eine breite Möglichkeit besteht auch mit Input Classic (0,8-1,0 l/ha). Die Kombination aus Unix (0,6 kg/ha) und dem Mehltauspezialisten Tern (0,5 l/ha) hat nur eine leichte Nebenwirkung gegen Septoria. Darüber hinaus haben auch z.B. Ascra Xpro, Fandango-sofern noch vorrätig, Input Xpro, Siltra Xpro oder Univoq eine Wirkung gegen Halmbruch, diese werden aber in der Regel je nach Infektionslage mit anderen Krankheiten erst um das Fahnenblattstadium eingesetzt. Zu diesem Zeitpunkt entwi-ckeln die genannten Fungizide nur mehr eine Teilwirkung gegen Halmbruch, da die Produkte nur optimal an der Halmbasis wirken. Ohne Halmbruchgefahr aber bereits starkem Septoria-Befall haben reine prothioconazolhältige Produkte (z.B. Pecari 300 EC, Protendo 300 EC, Joust, etc.) eine gute Wirkung. Die Behandlung im Fahnenblatt kann dann mit einem revysol-hältigen Fungizid (z.B. Revytrex, Balaya) erfolgen. Bei breiter Infektionsgefahr (die derzeit aber nicht besteht) können auch Behandlungen mit 0,8 l/ha Balaya (Azolwirkstoff Revysol-Mefentriconazol), 075 l/ha Daxur (Azolwirkstoff Revysol-Mefentriconazol) oder 1,1 l/ha Delaro Forte (Azolwirkstoff Prothioconazol) erfolgen. In der Spritzfolge wäre es optimal, wenn ein Azolwirkstoff nur einmal eingesetzt würde und Carboxamidwirkstoffe auch nur einmal. Sind nur Mehltau oder Rostpilze vorhanden so kann eine Behandlung mit Pronto plus (0,75-1,0 l/ha) eine günstige Möglichkeit sein, die Septoria-Wirkung ist eher schwächer.
Im BBCH 31 spitzt das F-2 (3. Blatt von oben), im BBCH 32 das F-1 (2. Blatt von oben). Einige Bestände haben bereits oder werden in Kürze das BBCH 32 erreicht haben. In der Regel ist noch keine Behandlung notwendig. Sind trotzdem wider Erwarten die Bekämpfungsschwellen überschritten und Halmbruch ebenfalls bekämpfungswürdig, so steht z.B: Verben (bei Halmbruchgefahr 0,8 bis 1,0 l/ha, bei S.tritici 0,6 bis 0,8 l/ha) oder Delaro Forte (1,5 l/ha bei Halmbruchgefahr, sonst 1,1 l/ha) zur Verfügung. Eine breite Möglichkeit besteht auch mit Input Classic (0,8-1,0 l/ha). Die Kombination aus Unix (0,6 kg/ha) und dem Mehltauspezialisten Tern (0,5 l/ha) hat nur eine leichte Nebenwirkung gegen Septoria. Darüber hinaus haben auch z.B. Ascra Xpro, Fandango-sofern noch vorrätig, Input Xpro, Siltra Xpro oder Univoq eine Wirkung gegen Halmbruch, diese werden aber in der Regel je nach Infektionslage mit anderen Krankheiten erst um das Fahnenblattstadium eingesetzt. Zu diesem Zeitpunkt entwi-ckeln die genannten Fungizide nur mehr eine Teilwirkung gegen Halmbruch, da die Produkte nur optimal an der Halmbasis wirken. Ohne Halmbruchgefahr aber bereits starkem Septoria-Befall haben reine prothioconazolhältige Produkte (z.B. Pecari 300 EC, Protendo 300 EC, Joust, etc.) eine gute Wirkung. Die Behandlung im Fahnenblatt kann dann mit einem revysol-hältigen Fungizid (z.B. Revytrex, Balaya) erfolgen. Bei breiter Infektionsgefahr (die derzeit aber nicht besteht) können auch Behandlungen mit 0,8 l/ha Balaya (Azolwirkstoff Revysol-Mefentriconazol), 075 l/ha Daxur (Azolwirkstoff Revysol-Mefentriconazol) oder 1,1 l/ha Delaro Forte (Azolwirkstoff Prothioconazol) erfolgen. In der Spritzfolge wäre es optimal, wenn ein Azolwirkstoff nur einmal eingesetzt würde und Carboxamidwirkstoffe auch nur einmal. Sind nur Mehltau oder Rostpilze vorhanden so kann eine Behandlung mit Pronto plus (0,75-1,0 l/ha) eine günstige Möglichkeit sein, die Septoria-Wirkung ist eher schwächer.
- Wo noch keine Schwellenwertüberschreitungen vorliegen und optisch keine weiteren Krankheiten auftreten kann mit einer Behandlung bis zum Schieben des Fahnenblattes zugewartet werden. Die Bestände sind hier aber regelmäßig zu kontrollieren.
- Auf allen Proben sind Fraßspuren des Getreidehähnchenkäfers zu finden, es gibt auch vereinzelt schon gelbliche Eier. Eine Behandlung wird erst bei Fraß der Larven empfohlen (10% Blattflächenverlust).
Winterweizen-Wachstumsreglereinsatz
Die Witterung ist von der Nacht-Temperatur ausgehend weiterhin nicht optimal für einen Wachstumsreglereinsatz. Nach der Anwendung sollte kein Nachtfrost auftreten. Bestände, die bereits unter Trockenstress leiden, dürfen nicht mehr behandelt werden. Die Standfestigkeit der Sorte und das N-Nachlieferungspotential des Bodens ist mit einzubeziehen. Bei schwachen Beständen ist zu beachten, dass CCC-hältige Produkte das Wurzelwachstum zusätzlich hemmen können. Zum Einsatz gelangen können z.B. 1 l/ha Fabulis OD, 0,4-0,5 kg/ha Prodax, 0,3-0,5 l/ha Moddus.