Wald mit Ausblick
Er wurde von zwei Bauern aus
St. Gilgen zur Abrundung ihrer
land- und forstwirtschaftlichen
Betriebe gegründet. Die Besitzverhältnisse haben sich im Laufe der Zeit geändert, der Wald
jedoch ist nach wie vor zu 100
Prozent ein reiner Familienbetrieb geblieben. Nach der Erschließung und der schwerpunktmäßigen Beseitigung von Schadholz, war es an der Zeit, mit der planmäßigen Nutzung der Forstflächen zu beginnen.
Der Beginn der Erschließung des Waldes vor gut 20 Jahren legte den Grundstein für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. Die „Lebensadern“ Forststraßen mussten aufwändig mittels Schremmhammer und Bagger errichtet werden, das Sprengen war aus Natur- und Waldschutzgründen nur sehr eingeschränkt möglich. Ein Großteil der Waldflächen kann heute mit Seilgeräten und Trassenlängen unter 300 Metern erreicht werden.
„Der Waldwirtschaftsplan der Landwirtschaftskammer ist für die nächsten zehn Jahre unser Arbeitspapier im Wald“, erörtert Georg Zopf die eben erst gemeinsam erstellte Unterlage. Sie umfasst nicht nur die Aufnahme der Bestandsdaten sondern ist auch eine wichtige Anleitung für die weitere Maßnahmenplanung. Besonders wertvoll ist für die Waldbewirtschafter die Prioritätenreihung der dringend notwendigen Durchforstungsarbeiten. Der Plan und die damit verbundene Beratung durch die Landwirtschaftskammer OÖ sind mittlerweile eine unverzichtbare Hilfe bei Entscheidungen in der Waldbewirtschaftung geworden. Auch auf forstliche Fördermöglichkeiten konnte im Rahmen der Vor-Ort-Beratung hingewiesen werden. Da auf den seichtgründigen Böden nur mit geringen Zuwächsen zu rechnen ist, wird eine bunte Baumartenvielfalt forciert. Neben Fichte, Buche, Esche und Tanne ist die Lärche bestandsbildend und auch in der Naturverjüngung stark vertreten.
Ebenso wichtig wie die rein ökonomische Seite ist für die Eigentümer auch der Aspekt der Waldpflege. „Nur bei einer sinnvollen, nachhaltigen Bewirtschaftung und Pflege kann der Wald auf Dauer seine Hauptfunktionen erfüllen und auch künftigen Generationen der Gesellschaft nutzen“, ist Familie Zopf vom in der Forstwirtschaft geprägten Begriff der Nachhaltigkeit überzeugt
Betriebsspiegel
- 200 Hektar Wald
- 990 Meter Seehöhe
- 60 Prozent durchschnittliche Hangneigung
- 8,7 Kilometer Forststraße
- Bonität 7,4