Versorgung heimischer Nutztierhalter mit Eiweißfutter muss gesichert werden
Die Versorgungslage mit Sojaextraktionsschrot hat sich in den vergangenen Wochen deutlich verschärft und die Preise ziehen kräftig an. Nicht ein Mangel an Sojabohnen ist die Ursache, sondern massive Störungen in der Logistik. Für die heimischen Schweine- und Geflügelhalter bedeutet das zusätzliche Kosten, die sie in einer ohnehin angespannten Marktlage treffen. Die Landwirtschaftskammer OÖ fordert, die Versorgung der heimischen Nutztierhaltung mit Eiweißfuttermitteln deutlich höher zu gewichten, Investitionen in widerstandsfähige Transportinfrastrukturen und eine konsequente Stärkung der heimischen und europäischen Eiweißpflanzenproduktion.
„Die derzeitige Situation macht deutlich, dass Versorgungssicherheit wieder einen wesentlich höheren Stellenwert in der Agrar- und Wirtschaftspolitik erhalten muss. Obwohl weltweit ausreichend Sojabohnen vorhanden sind, führen Niedrigwasser auf Rhein und Donau, kriegsbedingte Störungen der Transportwege über das Schwarze Meer und Ausfälle einzelner Verarbeitungsstandorte innerhalb weniger Wochen zu erheblichen Verwerfungen am Futtermittelmarkt. Das zeigt, wie verletzlich die europäischen Lieferketten geworden sind“, betont Franz Waldenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ.