Verjüngte Wälder sind die besten CO2-Speicher
Wälder sind keine Maschinen. Ihre Fähigkeit, CO2 aufzunehmen und in Holz zu speichern, hängt von vielen Faktoren ab. Stürme, Trockenheit, Borkenkäfer und andere Schäden beeinflussen das Wachstum der Pflanzen - deshalb schwankt die CO₂-Bindung von Jahr zu Jahr. Durch die isolierte Betrachtung der Ergebnisse einzelner Jahre wird indes bewusst der falsche Eindruck vermittelt, dass der Wald seine Klimaschutzziele nicht erreicht und mehr CO2 abgibt als aufnimmt.
Eine solche Betrachtung zeigt nicht die gesamte Entwicklung. Seit den frühen 2000er-Jahren haben Klimawandel, Trockenheit und Schädlingsbefall die Wälder stark belastet. Dadurch ist die CO₂-Aufnahmeleistung vieler Wälder zurückgegangen - eine direkte Auswirkung der Klimakrise. Generell sinkt die CO₂-Aufnahmerate und steigt das Kalamitätsrisiko bei Überalterung der Waldbestände; den höchsten jährlichen Holzzuwachs erzielen Waldbestände bei uns in der Altersklasse zwischen 40 und 60 Jahren. Politische Zielvorgaben können diese biologischen Grenzen nicht verändern. Deshalb braucht es auch eine Überarbeitung der LULUCF-Verordnung, die die Berechnungsmethoden und Zielwerte festlegt. Die tatsachliche Klimaschutzleistung von Wald und Holz muss vollständig berücksichtigt werden.
Eine solche Betrachtung zeigt nicht die gesamte Entwicklung. Seit den frühen 2000er-Jahren haben Klimawandel, Trockenheit und Schädlingsbefall die Wälder stark belastet. Dadurch ist die CO₂-Aufnahmeleistung vieler Wälder zurückgegangen - eine direkte Auswirkung der Klimakrise. Generell sinkt die CO₂-Aufnahmerate und steigt das Kalamitätsrisiko bei Überalterung der Waldbestände; den höchsten jährlichen Holzzuwachs erzielen Waldbestände bei uns in der Altersklasse zwischen 40 und 60 Jahren. Politische Zielvorgaben können diese biologischen Grenzen nicht verändern. Deshalb braucht es auch eine Überarbeitung der LULUCF-Verordnung, die die Berechnungsmethoden und Zielwerte festlegt. Die tatsachliche Klimaschutzleistung von Wald und Holz muss vollständig berücksichtigt werden.
900 Mio. Tonnen CO2 für den Klimaschutz
Die österreichische Forst- und Holzwirtschaft hat seit 1990 eine enorme Klimaschutzleistung erbracht.
Insgesamt ergibt sich seit 1990 eine Entlastung der Atmosphäre von rund 900 Mio. t fossilem CO₂. Diese Leistung wurde von den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern erbracht, ohne dass dafür eine finanzielle Abgeltung erfolgt.
- Rund 400 Mio. t CO₂ wurden zusätzlich in Wald und Waldboden gespeichert.
- Etwa 80 Mio. t CO₂ sind in Holzprodukten wie Gebäuden, Möbeln oder Papier gebunden.
- Durch den Ersatz fossiler Energieträger durch Holz wurden weitere 430 Mio. t CO₂ vermieden.
Insgesamt ergibt sich seit 1990 eine Entlastung der Atmosphäre von rund 900 Mio. t fossilem CO₂. Diese Leistung wurde von den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern erbracht, ohne dass dafür eine finanzielle Abgeltung erfolgt.
Fossile Energien bleiben Hauptproblem
Während Wald und Holz große Mengen CO₂ binden und ersetzen, wurden seit 1990 in
Österreich rund 2,4 Mrd. t fossiles CO₂ durch Kohle, Erdöl und Erdgas freigesetzt.
Diese Emissionen treiben den Klimawandel maßgeblich voran. Die Gegenüberstellung
zeigt deutlich: Die Natur kann nur einen Teil der fossilen Emissionen ausgleichen. Deshalb muss die Verringerung fossiler Energien weiterhin oberste Priorität haben.
Wald und Holz wirken gemeinsam
Für den Klimaschutz ist nicht nur der Wald wichtig. Entscheidend ist das Zusammenspiel von:
Der größte Nutzen für den Klimaschutz entsteht dann, wenn Wald, Holzverwendung und Energienutzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette gemeinsam betrachtet werden. Nachhaltige Waldbewirtschaftung, Waldverjüngung und Holzverwendung sind die Grundlage für wirksamen Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung. Die Gesamtleistung von Wald und Holz muss daher starker in den Mittelpunkt der Klimadiskussion rucken.
- aktiv bewirtschafteten und verjüngten Wäldern,
- die verstärkt Kohlenstoff aufnehmen,
- der in Holzprodukten gespeichert wird
- sowie fossile Energieträger und fossile bzw. energieintensive Materialien ersetzt.
Der größte Nutzen für den Klimaschutz entsteht dann, wenn Wald, Holzverwendung und Energienutzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette gemeinsam betrachtet werden. Nachhaltige Waldbewirtschaftung, Waldverjüngung und Holzverwendung sind die Grundlage für wirksamen Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung. Die Gesamtleistung von Wald und Holz muss daher starker in den Mittelpunkt der Klimadiskussion rucken.