Unsere Bezirksbauernkammer: Braunau
„Müssen an einem Strang ziehen“
Was macht für dich die
„Bauer-Power“ in Braunau
aus?
Wir liegen im Bezirk Braunau österreichweit bei mehreren landwirtschaftlichen Produktionssparten wie beispielsweise der Rinder- und Masthühnerhaltung und bei der durchschnittlichen Betriebsgröße ganz vorne. Optimistisch stimmen mich die Betriebskonzepte des vergangenen Jahres, da in fast allen Betriebssparten die Investitionstätigkeit angezogen hat. Bei den Hofübergabeberatungen blicken viele Familien mit Optimismus und Aufbruchstimmung in die Zukunft. Ein Highlight für mich sind 144 Meisterkursabsolventinnen und -absolventen der regionalen Meisterkurse in Braunau seit 2006 und die Zusammenarbeit mit der Landjugend. Mit Herzblut unterstütze ich täglich in Zusammenarbeit mit meinem Team der Bezirksbauernkammer Braunau unsere Mitglieder bei der Wahrung von Grundeigentümerinteressen und Fragen zur Betriebsführung.
Wie kann die Landwirtschaftskammer unterstützen?
Die Jungen haben einen ordentlichen Schwung und vor allem eine gute Ausbildung, das ist ein wichtiger Punkt. Manchmal produzieren zwei Betriebe dasselbe, erwirtschaften jedoch ein unterschiedliches Einkommen. Du musst dich ständig weiterbilden und deine betrieblichen Eckdaten kennen, um gut wirtschaften zu können. Als Obmann des Absolventenverbandes der Fachschule Burgkirchen lege ich großen Wert auf die Verbindung zwischen Schule und Berufswelt. Für Informationen und Erfahrungsaustausch zu aktuellen Bewirtschaftungsfragen sorgen wir regelmäßig bei sehr gut besuchten Fachveranstaltungen. Bei Betriebsplanungen, Produktpreiskalkulationen, Waldwirtschaftsplänen und Analyse gesamtbetrieblicher Aufzeichnungen legen wir den Fokus auf Betriebserfolg und machbare Arbeitsverrichtung. In Braunau werden viele Flächen für Leitungsbau, Gewinnung erneuerbarer Energie und Straßen sowie für Schutzgebiete beansprucht. Unsere Rechtsberatung wird von betroffenen Betrieben gerne zur Vertragsprüfung beigezogen, weil Erkenntnisse nach Unterfertigung eines Einlöse- oder Vorvertrages ohne vorausgehende rechtliche und fachliche Prüfung zu spät sind. Bei Stellungnahmen in Raumordnungsverfahren und bei Flächenbeanspruchungen ist die Fachexpertise der Kammer zur Durchsetzung der agrarischen Interessen gefragt und geschätzt.
Du sprichst gerne von einer Interessenvertretung mit Ecken und Kanten. Wie kann man sich das vorstellen?
Die Herausforderungen für die Landwirtschaft sind groß. Extreme Kostensteigerungen, schwankende Erzeugerpreise und hinzukommende Bewirtschaftungsauflagen empfinden Bäuerinnen und Bauern existenzbedrohlich. Wir sind nicht generell gegen Auflagen, 85 Prozent der oberösterreichischen Betriebe nehmen am Umweltprogramm teil, Tierwohl bedeutet Betriebserfolg. Bei Verfahren zur Entstehung und Ausgestaltung von Schutzgebieten und Interessenskonflikten infolge erheblicher Schäden geschützter Tiere arbeiten wir eng mit Initiativen im Bezirk wie der „Schutzgemeinschaft Wiesengebiete und Seen im Alpenvorland“ zusammen. Meine Aufgabe in der Interessenvertretung ist es, den Bezirk Braunau in den vorgesehenen Gremien bestmöglich zu vertreten und die Dinge beim Namen zu nennen. Nur wer sich bei der Ortsebene beginnend aktiv einbringt, ist in Entscheidungsprozesse eingebunden und gestaltet zukünftige Rahmenbedingungen für unsere Familien und Höfe mit. Ich persönlich bedauere sehr, wenn ein Landwirt und Berufskollege die aktive Bewirtschaftung aufgibt und Wertschöpfung am Land verloren geht. Als Obmann ist es mir ein Anliegen, dass wir alle an einem Strang ziehen, auch wenn es unterschiedliche Betriebssparten und politische Stimmungen gibt. In enger Zusammenarbeit mit den Ortsbauernausschüssen, der Bezirksbauernkammer und der Landwirtschaftskammer wird viel erreicht, ich blicke mit Zuversicht in die gemeinsame Zukunft.
Wir liegen im Bezirk Braunau österreichweit bei mehreren landwirtschaftlichen Produktionssparten wie beispielsweise der Rinder- und Masthühnerhaltung und bei der durchschnittlichen Betriebsgröße ganz vorne. Optimistisch stimmen mich die Betriebskonzepte des vergangenen Jahres, da in fast allen Betriebssparten die Investitionstätigkeit angezogen hat. Bei den Hofübergabeberatungen blicken viele Familien mit Optimismus und Aufbruchstimmung in die Zukunft. Ein Highlight für mich sind 144 Meisterkursabsolventinnen und -absolventen der regionalen Meisterkurse in Braunau seit 2006 und die Zusammenarbeit mit der Landjugend. Mit Herzblut unterstütze ich täglich in Zusammenarbeit mit meinem Team der Bezirksbauernkammer Braunau unsere Mitglieder bei der Wahrung von Grundeigentümerinteressen und Fragen zur Betriebsführung.
Wie kann die Landwirtschaftskammer unterstützen?
Die Jungen haben einen ordentlichen Schwung und vor allem eine gute Ausbildung, das ist ein wichtiger Punkt. Manchmal produzieren zwei Betriebe dasselbe, erwirtschaften jedoch ein unterschiedliches Einkommen. Du musst dich ständig weiterbilden und deine betrieblichen Eckdaten kennen, um gut wirtschaften zu können. Als Obmann des Absolventenverbandes der Fachschule Burgkirchen lege ich großen Wert auf die Verbindung zwischen Schule und Berufswelt. Für Informationen und Erfahrungsaustausch zu aktuellen Bewirtschaftungsfragen sorgen wir regelmäßig bei sehr gut besuchten Fachveranstaltungen. Bei Betriebsplanungen, Produktpreiskalkulationen, Waldwirtschaftsplänen und Analyse gesamtbetrieblicher Aufzeichnungen legen wir den Fokus auf Betriebserfolg und machbare Arbeitsverrichtung. In Braunau werden viele Flächen für Leitungsbau, Gewinnung erneuerbarer Energie und Straßen sowie für Schutzgebiete beansprucht. Unsere Rechtsberatung wird von betroffenen Betrieben gerne zur Vertragsprüfung beigezogen, weil Erkenntnisse nach Unterfertigung eines Einlöse- oder Vorvertrages ohne vorausgehende rechtliche und fachliche Prüfung zu spät sind. Bei Stellungnahmen in Raumordnungsverfahren und bei Flächenbeanspruchungen ist die Fachexpertise der Kammer zur Durchsetzung der agrarischen Interessen gefragt und geschätzt.
Du sprichst gerne von einer Interessenvertretung mit Ecken und Kanten. Wie kann man sich das vorstellen?
Die Herausforderungen für die Landwirtschaft sind groß. Extreme Kostensteigerungen, schwankende Erzeugerpreise und hinzukommende Bewirtschaftungsauflagen empfinden Bäuerinnen und Bauern existenzbedrohlich. Wir sind nicht generell gegen Auflagen, 85 Prozent der oberösterreichischen Betriebe nehmen am Umweltprogramm teil, Tierwohl bedeutet Betriebserfolg. Bei Verfahren zur Entstehung und Ausgestaltung von Schutzgebieten und Interessenskonflikten infolge erheblicher Schäden geschützter Tiere arbeiten wir eng mit Initiativen im Bezirk wie der „Schutzgemeinschaft Wiesengebiete und Seen im Alpenvorland“ zusammen. Meine Aufgabe in der Interessenvertretung ist es, den Bezirk Braunau in den vorgesehenen Gremien bestmöglich zu vertreten und die Dinge beim Namen zu nennen. Nur wer sich bei der Ortsebene beginnend aktiv einbringt, ist in Entscheidungsprozesse eingebunden und gestaltet zukünftige Rahmenbedingungen für unsere Familien und Höfe mit. Ich persönlich bedauere sehr, wenn ein Landwirt und Berufskollege die aktive Bewirtschaftung aufgibt und Wertschöpfung am Land verloren geht. Als Obmann ist es mir ein Anliegen, dass wir alle an einem Strang ziehen, auch wenn es unterschiedliche Betriebssparten und politische Stimmungen gibt. In enger Zusammenarbeit mit den Ortsbauernausschüssen, der Bezirksbauernkammer und der Landwirtschaftskammer wird viel erreicht, ich blicke mit Zuversicht in die gemeinsame Zukunft.
Zur Person
KR Paul Maislinger, BBK-Obmann, Bezirk Braunau
- verheiratet mit Eva, Vater von einer Tochter und zwei Söhnen
- den Milchviehbetrieb in Kirchberg bei Mattighofen führt er mit seiner Frau im Vollerwerb
- weithin bei den Bäuerinnen und Bauern bekannt durch seinenüberbetrieblichen Maschinen- und Ernteeinsatz
- LK-Kammerrat seit 2015
- BBK Obmann in der BBK Braunau seit Juli 2024
- Bezirksobmann-Stellvertreter, Vorsitzender des FIH Ausschusses
- Vorstandsmitglied beim Maschinenring Region Innviertel
- Obmann des Absolventenverbandes der Fachschule Burgkirchen
- Vizebürgermeister der Gemeinde Kirchberg bei Mattighofen seit 2020
Wissen säen, Zukunft ernten
„Weiterbildung stärkt
Bäuerinnen“, ist die
Vorsitzende des Bäuerinnenbeirates
Christina
Huber fest überzeugt.
Weiterbildung ist für viele
Bäuerinnen längst mehr als
nur der Besuch einzelner Kurse.
Bildung ist ein wichtiger
Baustein, um landwirtschaftliche
Betriebe zukunftsfähig
zu gestalten und den vielfältigen
Anforderungen des Alltags
gerecht zu werden. Dafür
setzt sich auch Christina Huber
ein, Vorsitzende des Bäuerinnenbeirates
Braunau.
Als Bäuerin kennt Christina
Huber die Herausforderungen
zwischen Hofarbeit, Familie
und gesellschaftlichem Engagement
aus eigener Erfahrung.
Umso wichtiger ist es,
Räume für persönliche und
fachliche Entwicklung zu
schaffen. Unterstützung bietet
dabei das Ländliche Fortbildungsinstitut
(LFI), das mit
einem breiten Bildungsangebot
Bäuerinnen und Landwirte
begleitet.
„Weiterbildung ist kein Luxus,
sondern eine Notwendigkeit“,
betont Christina
Huber. Das Angebot reicht
von Betriebswirtschaft und
Direktvermarktung bis hin
zu Persönlichkeitsbildung,
Kommunikation und digitalen
Kompetenzen. Ziel ist es,
landwirtschaftliche Betriebe
nicht nur wirtschaftlich erfolgreich,
sondern auch nachhaltig
und generationenübergreifend
zukunftsfähig aufzustellen.
Besonders wertvoll
ist laut Christina Huber auch
der Austausch untereinander.
Seminare und Workshops
schaffen Begegnungsräume,
in denen Erfahrungen geteilt,
Herausforderungen besprochen
und neue
Ideen entwickelt
werden können.
„Hier entsteht
Austausch statt
Einzelkampf“, beschreibt
Christina
den Mehrwert gemeinsamer
Weiterbildung.
Gerade Frauen übernehmen
in landwirtschaftlichen Betrieben
zunehmend Verantwortung
– sowohl im Betrieb
als auch in Familie und Gesellschaft.
Weiterbildung stärke
dabei nicht nur Fachwissen,
sondern auch Selbstvertrauen
und Entscheidungsfähigkeit.
Christina Huber sieht darin
einen wichtigen Beitrag
für die Region: „Mit jeder Entscheidung
für Weiterbildung
investieren wir in
die Zukunft unserer
Höfe und
unseres ländlichen
Raums.“
Mit ihrem Engagement
im
Bäuerinnenbeirat
setzt sie sich
dafür ein, Bäuerinnen zu vernetzen,
zu motivieren und in
ihrer Entwicklung zu begleiten.
Ihr Ziel: eine Landwirtschaft,
die Veränderungen
nicht scheut, sondern aktiv
mitgestaltet.
Zur Person
Christina Huber, Vorsitzende des Bäuerinnen-Beirates, Bezirk Braunau
- verheiratet und Mutter von zwei Kindern
- seit 2011 gemeinsame Bewirtschaftung des Betriebes
- Milchviehbetrieb
- Direktvermarktung
- gelernte Floristin
- bewirtschaften 59 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche
- seit 2017 Vorsitzende des Bäuerinnenbeirates Braunau
- seit 2021 Vizebürgermeisterin in Feldkirchen bei Mattighofen