Trocknet unser Grundwasser aus?
Wetterprognose - wie geht’s weiter?
Lt. GeoSphere Austria bleibt bei wechselhaftem Wetter und recht durchschnittlichem Temperaturniveau die Ergiebigkeit der Niederschläge vorerst eher gering. Der Index der klimatischen Wasserbilanz bewegt sich damit vorerst weiter im trockenen Bereich. Erst zur Monatsmitte erscheint eine Umstellung zu milderem und deutlich feuchterem Westwetter wahrscheinlich, der Dürreindex sollte sich dann relativ schnell in Richtung des neutralen Bereiches bewegen. Für die dritte Februarwoche kündigt sich eine niederschlagsreiche Westwetterlage mit überdurchschnittlichen Temperaturen an. Auch in der vierten Februarwoche ziehen voraussichtlich mit einer milden Westströmung vor allem an der Alpennordseite immer wieder Niederschlagszonen durch.
Wir werden sehen, ob die Prognosen Recht behalten. Es bleibt zu hoffen, dass mit dem Beginn der Vegetationsperiode den Kulturen ausreichend Wasser zur Verfügung steht.
Wir werden sehen, ob die Prognosen Recht behalten. Es bleibt zu hoffen, dass mit dem Beginn der Vegetationsperiode den Kulturen ausreichend Wasser zur Verfügung steht.
Dass das Grundwasser "ausgetrocknet" ist, trifft jedoch noch nicht flächendeckend zu: Trotz niedriger Werte bleibt die Trinkwasserversorgung in Oberösterreich aktuell gesichert und es wurden keine großflächigen Engpässe gemeldet. Die Grundwasserkörper gelten in vielen Regionen als relativ leistungsfähig.
Langfristig besteht aber ein Grund zur Aufmerksamkeit: Studien zum österreichweiten Wasserhaushalt zeigen, dass der Grundwasserstand durch den Klimawandel bis 2050 in ungünstigen Szenarien deutlich geringer sein könnte - zum Teil um bis zu einem Fünftel oder mehr. Das bedeutet, dass in besonders trockenen Jahren die verfügbare Grundwassermenge in manchen Gemeinden unter den Bedarf für öffentliche Versorgung, Landwirtschaft und Industrie fallen könnte. Auch für einige Gemeinden in Oberösterreich werden erhöhte Risiken erwartet, wenn sich die trockenen Trends verstärken.
Langfristig besteht aber ein Grund zur Aufmerksamkeit: Studien zum österreichweiten Wasserhaushalt zeigen, dass der Grundwasserstand durch den Klimawandel bis 2050 in ungünstigen Szenarien deutlich geringer sein könnte - zum Teil um bis zu einem Fünftel oder mehr. Das bedeutet, dass in besonders trockenen Jahren die verfügbare Grundwassermenge in manchen Gemeinden unter den Bedarf für öffentliche Versorgung, Landwirtschaft und Industrie fallen könnte. Auch für einige Gemeinden in Oberösterreich werden erhöhte Risiken erwartet, wenn sich die trockenen Trends verstärken.
Fazit
Unser Grundwasser "trocknet" in Oberösterreich noch nicht komplett aus, aber es steht unter Druck. Niedrige Pegel und langfristige Klimaeffekte erfordern kluge Planung, nachhaltiges Wassermanagement, zum Beispiel wassersparende Bodenbearbeitungsmaßnahmen, Anpassung von Fruchtfolgen, richtige Sortenwahl etc. und Maßnahmen zur besseren Speicherung und Nutzung von Regenwasser, um künftige Engpässe zu vermeiden. Ein sorgsamer Umgang mit der Ressource Wasser ist jedenfalls Pflicht. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Situation bis zum Beginn der "Poolfüllperiode" deutlich entspannt.