Tierschutz braucht Kontrolle und gelebte Verantwortung
Gemeinsam mit Vertreterinnen
und Vertretern der Bezirkshauptmannschaft
sowie
Amtstierärzten besuchte der
Landesrat mehrere Stationen
im Bezirk Vöcklabruck – von
der Einführung in den behördlichen
Tierschutzvollzug bis
hin zu Besichtigungen eines
Schweineproduktionsbetriebes
und eines fleischverarbeitenden
Unternehmens in Schwanenstadt.
Gemeinsam mit
dem zuständigen Amtstierarzt
verschaffte sich der Landesrat
direkt im Stall eines konventionellen
Schweinebetriebes
einen Eindruck von den
Haltungsbedingungen sowie
den Abläufen im Betrieb. „Wer
Verantwortung für Tiere übernimmt,
trägt auch eine große
Verantwortung für deren
Wohl. Viele Betriebe leisten
hier tagtäglich gute Arbeit und
setzen hohe Standards um. Es
ist wichtig, sich selbst ein Bild
vor Ort zu machen und mit
den Verantwortlichen ins Gespräch
zu kommen“, so Winkler.
„Tierschutz endet nicht bei
der Tierhaltung, sondern muss
entlang der gesamten Kette
konsequent eingehalten werden.
Gerade in sensiblen Bereichen
wie der Schlachtung
braucht es klare Standards,
Kontrollen und Verantwortung.
Gleichzeitig sieht man
bei vielen Betrieben, mit welchem
Engagement und welcher
Professionalität gearbeitet
wird. Es ist wichtig, dass alles
getan wird, um Stress und
Angst für die Tiere zu minimieren
und ihre Würde zu respektieren“,
erklärt Winkler beim
Besuch der Firma Hütthaler.
Nur wenige Tage zuvor war
Winkler auch erneut in der
Landwirtschaftskammer OÖ
zu einem Austausch mit Präsident
Franz Waldenberger und
Kammerdirektor Karl Dietachmair
zu Gast. „In der jüngsten
Vergangenheit gab es aus der
bäuerlichen Praxis immer wieder
Kritik an den Tierschutzkontrollen.
Wir stehen dazu
mit dem Veterinärdienst des
Landes OÖ, aber auch mit dem
zuständigen Tierschutz-Landesrat
Martin Winkler in einem
intensiven Abstimmungsprozess“,
erklärt Präsident
Franz Waldenberger. „Ziel ist
es, die Rechte und Pflichten im
Zuge von Tierschutzkontrollen
zu standardisieren, damit diese
für die Betriebe auch berechenbarer
sind und Rechtssicherheit
gegeben ist. Konkrete Ergebnisse
dieses Prozesses sollen
im Herbst vorliegen.“