TGD: Alle Beteiligten arbeiten an Weiterentwicklung
„Die Weiterentwicklung des
TGD und der dazu nötigen
rechtlichen Grundlagen ist
eine Notwendigkeit und wichtige
Forderung der Nutztierhalter.
Daher ist es entscheidend,
dass alle beteiligten Interessensgruppen
Ideen und
Vorschläge einbringen können,
die gemeinsam zu diskutieren
sind“, eröffnete Präsident
Franz Waldenberger in
seiner Funktion als Vorsitzender
des Ausschusses für Tierproduktion
auf Ebene der LK
Österreich, eine Arbeitsbesprechung,
die sich mit der zukünftigen
Rolle des Tiergesundheitsdienstes
für die landwirtschaftliche
Nutztierhaltung in
Österreich befasste.
Zusammenarbeit zwischen Landwirt und Tierarzt als Schlüssel
Der Teilnehmerkreis umfasste
die Präsidenten der Tierärztekammer,
Vertreter der Landestiergesundheitsdienste
und
der Tiergesundheit Österreich
(Obleute, Geschäftsführer),
Vertreter des Landwirtschaftsund
Gesundheitsministeriums,
Landesveterinärdirektoren,
Obleute der Dachverbände
im Bereich der Tierhaltung
und Fachvertreter der Landwirtschaftskammern.
„Zentraler Bestandteil für das
Funktionieren der Tiergesundheitsdienste
ist die Zusammenarbeit
zwischen Landwirt und
Tierarzt. Daher müssen alle
Sichtweisen eingebracht werden
können. Ziel der Diskussion
im Sinne der Tiergesundheit
muss es sein, für die praktische
Zusammenarbeit und die
dazu notwendigen Strukturen
entsprechende Rechtsgrundlagen
zu schaffen“, lud Präsident
Waldenberger zur konstruktiven
gemeinsamen Arbeit.
Neben der Vorstellung des
aktuellen Umsetzungsstandes
des Animal Health Data Service
(AHDS) durch Klemens Fuchs
(AGES) erläuterte Sektionschef
Ulrich Herzog (BMSGPK)
die grundlegenden Überlegungen.
Dabei sind die Erkenntnisse
seit der Gründung der Tiergesundheitsdienste
ebenso zu
berücksichtigen, wie veränderte
Strukturen und Anforderungen.
Herzog sortierte in seiner
Darstellung die Handlungsfelder
und Entscheidungszuständigkeiten
bzw. Verordnungsgrundlagen.
Er bekräftigte die
Sinnhaftigkeit der Gründung
der Tiergesundheit Österreich
(TGÖ) als wesentliche Grundlage
für Weiterentwicklungsschritte
der Tiergesundheitsdienste.
Die TGÖ ist keine
standespolitische Plattform
und hat auch nicht die Aufgabe
über die Abgabe von Arzneimitteln
zu entscheiden.
Digitale Entwicklungen sind
zu nutzen. Dabei wird die Tiergesundheitsdatenbank
AHDS
bestmöglich und zentral einzusetzen
sein.
Grundstein legen für neue Strukturen
Ziel ist es, darüber hinaus vor
allem zukünftige Entwicklungen
betreffend Anforderungen
der Nutztierhaltung und
Anpassungserfordernisse von
Strukturen zu ermöglichen sowie
rasch und unkompliziert
agieren zu können.
In der Diskussion wurden
eine Reihe von Fragen und
Anregungen wie u.a. modulare
Betreuungsverhältnisse,
Akut- und Notversorgung sowie
Markterfordernisse angesprochen.
Auch die Unterscheidung
von behördlichen
Aufgaben und der Tiergesundheitsbetreuung
im TGD ist mitzudenken.
„Es ist höchst an der
Zeit, gemeinsam an Lösungsvorschlägen
für die anstehenden
Anforderungen zu arbeiten.
Es wird Zeit in Anspruch
nehmen, rechtliche Grundlagen
zu schaffen, Maßnahmen,
Strukturen und Modelle
gemeinsam zu erarbeiten und
über die TGÖ und die Tiergesundheitsdienste
umzusetzen“,
so Präsident Waldenberger
zusammenfassend.