Steigende Betriebsmittelkosten: LK-Vollversammlung fordert umfassendes Entlastungspaket
Die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Oberösterreich hat sich in ihrer Sitzung am Mittwoch intensiv mit den stark steigenden Betriebsmittelkosten in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigt. In einer Resolution fordert die LK-Vollversammlung insbesondere die Wiedereinführung der Mineralölsteuerrückvergütung sowie einen CO₂-Abgabenausgleich für Agrardiesel. „Zudem sind insbesondere bei Tierhaltungsbetrieben weitere Entlastungsschritte bei den Stromkosten notwendig. Gerade energieintensive Produktionsbereiche sind von den aktuellen Preissteigerungen besonders betroffen. Eine Mineralölsteuer-rückvergütung für Agrardiesel wäre eine rasch wirksame Maßnahme, um die Betriebe spürbar zu entlasten“, so LK OÖ-Präsident Franz Waldenberger.
Iran-Konflikt bringt starke Kostensteigerung bei Stickstoffdünger
Darüber hinaus fordert die Vollversammlung den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft auf, sich auf EU-Ebene weiterhin konsequent für Zollentlastungen sowie eine vorübergehende Aussetzung des seit Jahresbeginn geltenden CO₂-Grenzausgleichs bei Düngemittelimporten aus Drittstaaten einzusetzen. Ziel müsse es sein, die stark steigenden Kosten bei Düngemitteln zu dämpfen und die Versorgung der Landwirtschaft sicherzustellen. „Eine sichere und leistbare Versorgung mit Betriebsmitteln ist eine Grundvoraussetzung für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Lebensmittelproduktion. Die Betriebsmittelkosten in der Land- und Forstwirtschaft sind stark von den Energiepreisen getrieben. Daher braucht es dringend ein gezieltes und rasch wirksames Entlastungspaket für die Land- und Forstwirtschaft“, appelliert Kammerpräsident Waldenberger.