Siliermittel - auf die richtige Wirkungsweise achten
Aus dem Silageprojekt 2024 ergab sich, dass immer noch in 58% der Silagen ein zu hoher Buttersäuregehalt enthalten ist. Buttersäure entsteht bei einer Fehlgärung und wird durch zucker- oder eiweißabbauende Clostridienstämme verursacht. Gründe sind mangelndes Siliermanagement, wie zum Beispiel lange Feldliegezeiten, zu geringe Verdichtung, verschmutztes und sehr nasses Futter, zu lang geschnittenes Futter oder Verschmutzung durch Güllereste.
Das richtige Mittel einsetzen - Wo sind die Schwachstellen meiner Silierkette?
Ebenfalls ergab sich aus dem Silageprojekt, dass bereits 35% der untersuchten Grassilagen mit Siliermitteln behandelt wurden.
Je nach Ausgangsmaterial und Bedingungen stehen verschiedene Ziele beim Siliermitteleinsatz im Vordergrund: eine bessere Hauptgärung, die Vermeidung von Fehlgärungen oder die Verbesserung der Stabilität bei geöffneten Silo.
Präparate auf Milchsäurebakterienbasis setzen sich immer mehr durch. Homofermentative Stämme fördern eine rasche Milchsäurebildung und damti eine schnelle pH-Wert-Absenkung. Hier ist der Einsatz bei niedrigen und mittleren Trockensubstanzgehalten und bei zuckerreichem Material sinnvoll. Herofermentative Milchsäurebakterien bilden neben Milchsäure auch Essigsäure und verbessern dadurch die Stabilität bei geöffnetem Silo. Sie können dadurch Nacherwärmungen bremsen.
Chemische Siliermittel wie organische Säuren und Salze wirken über eine direkte pH-Absenkung. Sie können bei verschmutzten und sehr nassem Futter bzw. Material mit hohem Eiweißgehalt eingesetzt werden. Chemische Produkte sind eher teuer und in der Aufwandsmenge hoch, deshalb werden sie in der Praxis eher selten eingesetzt.
Je nach Ausgangsmaterial und Bedingungen stehen verschiedene Ziele beim Siliermitteleinsatz im Vordergrund: eine bessere Hauptgärung, die Vermeidung von Fehlgärungen oder die Verbesserung der Stabilität bei geöffneten Silo.
Präparate auf Milchsäurebakterienbasis setzen sich immer mehr durch. Homofermentative Stämme fördern eine rasche Milchsäurebildung und damti eine schnelle pH-Wert-Absenkung. Hier ist der Einsatz bei niedrigen und mittleren Trockensubstanzgehalten und bei zuckerreichem Material sinnvoll. Herofermentative Milchsäurebakterien bilden neben Milchsäure auch Essigsäure und verbessern dadurch die Stabilität bei geöffnetem Silo. Sie können dadurch Nacherwärmungen bremsen.
Chemische Siliermittel wie organische Säuren und Salze wirken über eine direkte pH-Absenkung. Sie können bei verschmutzten und sehr nassem Futter bzw. Material mit hohem Eiweißgehalt eingesetzt werden. Chemische Produkte sind eher teuer und in der Aufwandsmenge hoch, deshalb werden sie in der Praxis eher selten eingesetzt.
Fakten zum Siliermitteleinsatz
- Der Wirkungsbereich des Mittels ist entscheidend! Eine praktische Entscheidungshilfe gibt es von der Deutschen Landwirtschafts Gesellschaft (DLG) unter www.siliermittel.dlg.org
- Rechtzeitig das passende Mittel bestellen
- Rechtzeitig eine geeignete Dosiereinrichtung besorgen, oder mit dem Lohnunternehner absprechen
- Dosiervorgaben laut Hersteller befolgen um eine optimale Wirkung zu erreichen
- Kontrolle durch Untersuchung der Gärqualität mittels Grundfutteranalyse
Ob der Einsatz von Siliermitteln notwendig ist oder nicht, kann nicht pauschal beantwortet werden. Unter guten Bedingungen, einer ausreichenden Schönwetterperiode und wenn die Erntekette optimal funktioniert, ist der Einsatz nicht unbedingt notwendig. Bei widrigen Erntebedingungen, verschmutztem Futter sowie einer nicht gut abgestimmten Erntekette kann der Einsatz von Siliermitteln eine Verbesserung der Qualität erwirken. In erster Linie sollte aber immer zuerst das Siliermanagement verbessert werden.