Schweinemarkt unter Druck
Die wirtschaftliche Lage der heimischen Schweinehalter ist aufgrund eines europaweiten Preisrückganges Anfang Juni äußerst angespannt. Der österreichische Schweinepreis fiel innerhalb weniger Wochen um vierzehn Cent je Kilogramm Schlachtgewicht und liegt aktuell bei 1,52 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der durchschnittliche Schweinepreis damit um 15 Prozent bzw. im Vergleich zu 2024 sogar um 25 Prozent. „Die Schweinehalter können mit diesem Preisniveau nur schwer die laufenden Kosten und schon gar nicht notwendige Mittel für anstehende Investitionen am Betrieb erwirtschaften. Das trifft die Branche in einer Phase, in der viele Betriebe vor wichtigen Entscheidungen für die Zukunft stehen“, erklärt LK-OÖ-Präsident Franz Waldenberger.
Niedrige Erlöse treffen auf hohen Investitionsbedarf
Die aktuelle Marktsituation fällt in eine Zeit, in der zahlreiche Schweinehalter vor umfangreichen Investitionen stehen. Neue gesetzliche Vorgaben und höhere Anforderungen an die Tierhaltung machen Stallumbauten und Modernisierungen notwendig. Die Betriebe stehen grundsätzlich hinter höheren Tierwohlstandards in der Schweinehaltung. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die notwendigen Investitionen auch finanziert werden können. „Die Herausforderung liegt derzeit vor allem beim fehlenden wirtschaftlichen Spielraum für Investitionen. Wer in neue Stallungen investieren soll, muss die Möglichkeit haben, Eigenkapital aufzubauen. Das ist beim aktuell niedrigen Schweinepreise nicht möglich“, so Waldenberger.