Richtig füttern in Trockenzeiten
Trockenperioden und ausbleibende Niederschläge stellen die österreichische Landwirtschaft vor große Herausforderungen. 2026 führen erhebliche Ertragseinbußen beim Grünland sowie schwache Maiserträge zu einer angespannten Futterversorgungssituation. Besonders für Schaf- und Ziegenhalter bedeutet dies, vorhandene Futtermittel möglichst effizient einzusetzen und alternative Fütterungsstrategien zu nutzen.
Anhaltende Trockenheit führt zu deutlich geringeren Aufwüchsen auf Grünlandflächen. Gleichzeitig wurden viele Maisbestände durch hohe Temperaturen und Wassermangel stark beeinträchtigt, sodass die Kolbenbildung häufig unzureichend ausfiel. Hochwertige Grundfuttermittel wie Heu und Silagen stehen in solchen Jahren oft nur begrenzt zur Verfügung oder müssen zu höheren Preisen zugekauft werden.
Die extreme Hitze und die langanhaltende Dürre führten nach einem qualitativ sehr guten, jedoch mengenmäßig geringen ersten Grünlandaufwuchs zu enttäuschenden Folgeaufwüchsen, die teilweise sogar völlig ausblieben. Aussagen zur tatsächlichen Futterqualität können erst anhand der Futtermittelanalysen im Herbst getroffen werden.
Da dürregeschädigte Futtermittel in ihrer Zusammensetzung häufig deutlich von den üblichen Qualitätswerten abweichen, ist eine Futtermittelanalyse wichtiger denn je. Nur mithilfe einer Analyse lassen sich Energie- und Eiweißgehalte zuverlässig bestimmen und die Futterrationen bedarfsgerecht sowie wirtschaftlich ergänzen. Eine ausgewogene Ration ist besonders wichtig, denn Leistung, Tiergesundheit und Fruchtbarkeit dürfen trotz eingeschränkter Futterbasis nicht leiden.
Anhaltende Trockenheit führt zu deutlich geringeren Aufwüchsen auf Grünlandflächen. Gleichzeitig wurden viele Maisbestände durch hohe Temperaturen und Wassermangel stark beeinträchtigt, sodass die Kolbenbildung häufig unzureichend ausfiel. Hochwertige Grundfuttermittel wie Heu und Silagen stehen in solchen Jahren oft nur begrenzt zur Verfügung oder müssen zu höheren Preisen zugekauft werden.
Die extreme Hitze und die langanhaltende Dürre führten nach einem qualitativ sehr guten, jedoch mengenmäßig geringen ersten Grünlandaufwuchs zu enttäuschenden Folgeaufwüchsen, die teilweise sogar völlig ausblieben. Aussagen zur tatsächlichen Futterqualität können erst anhand der Futtermittelanalysen im Herbst getroffen werden.
Da dürregeschädigte Futtermittel in ihrer Zusammensetzung häufig deutlich von den üblichen Qualitätswerten abweichen, ist eine Futtermittelanalyse wichtiger denn je. Nur mithilfe einer Analyse lassen sich Energie- und Eiweißgehalte zuverlässig bestimmen und die Futterrationen bedarfsgerecht sowie wirtschaftlich ergänzen. Eine ausgewogene Ration ist besonders wichtig, denn Leistung, Tiergesundheit und Fruchtbarkeit dürfen trotz eingeschränkter Futterbasis nicht leiden.
In Mangelsituationen gewinnt Stroh als Futterkomponente stark an Bedeutung. Obwohl die Inhaltsstoffe niedrig sind, liefert es wertvolle Struktur für die Wiederkäuerfütterung. Besonders Haferstroh wäre für Schafe und Ziegen geeignet, jedoch steht häufig Gersten-, Weizen- oder Roggenstroh zur Verfügung. Durch den Einsatz von Futtermischwägen ist die Gabe höherer Strohmengen auch in der Praxis gut realisierbar. Zur Verbesserung der Schmackhaftigkeit kann Melasse in die Ration gemischt werden. Wichtig ist, eine gute hygienische Qualität sowie eine kurze Häcksellänge. Für Schafe und Ziegen sollte die durchschnittliche Partikellänge zwei Zentimeter nicht überschreiten.
Im Folgenden sollen Rationen vorgestellt werden, die nach fachlichen Aspekten eine bedarfsgerechte Versorgung bieten. Die Fülle an denkbaren Möglichkeiten ist hier schier endlos. Daher wurde auf in der Praxis mit hoher Wahrscheinlichkeit umsetzbare Beispiele gesetzt, die für Praktiker eine Handhabe sein können, wie atypische Rationen möglichst gut funktionieren können und Leistung und Fruchtbarkeit erhalten bleiben. Bei den Maissilagen wurde als „gute Silage“ ein Silomais in der Wachsreife gewählt, denn viele Maisbestände können in Dürrezeiten den Kolben nicht mehr fertig ausbilden. Als „schlechte Silage“ wurde Maissilage in der Kolbenbildung eingesetzt. Solche Maisbestände haben oft keinen Kolben oder nur einen unterentwickelten, der kaum Körner enthält.
Im Folgenden sollen Rationen vorgestellt werden, die nach fachlichen Aspekten eine bedarfsgerechte Versorgung bieten. Die Fülle an denkbaren Möglichkeiten ist hier schier endlos. Daher wurde auf in der Praxis mit hoher Wahrscheinlichkeit umsetzbare Beispiele gesetzt, die für Praktiker eine Handhabe sein können, wie atypische Rationen möglichst gut funktionieren können und Leistung und Fruchtbarkeit erhalten bleiben. Bei den Maissilagen wurde als „gute Silage“ ein Silomais in der Wachsreife gewählt, denn viele Maisbestände können in Dürrezeiten den Kolben nicht mehr fertig ausbilden. Als „schlechte Silage“ wurde Maissilage in der Kolbenbildung eingesetzt. Solche Maisbestände haben oft keinen Kolben oder nur einen unterentwickelten, der kaum Körner enthält.
Insbesondere bei atypischen oder ungewohnten Futtermitteln können Schmackhaftigkeit, Geruch, Struktur und Qualität die Futteraufnahme negativ beeinflussen. Daher kann keine Garantie übernommen werden, dass die Tiere die berechneten Rationen in der Praxis voll ständig und in der vorgesehenen Menge aufnehmen. Die Ration sollte schrittweise umgestellt und die Futteraufnahme sowie das Fressverhalten der Tiere genau beobachtet werden. Bei Bedarf ist die Ration an die tatsächliche Futteraufnahme und die betrieblichen Gegebenheiten anzupassen.
Variante 1: „gute“ Maissilage Variante 2: „schlechte“ Maissilage
Variante 3: „schlechte“ Maissilage, hoher Maissilageanteil
Variante 4: „schlechte“ Maissilage, ohne Grassilage
Variante 5: Stroh und Kraftfutter
Variante 6: Heu und heißluftgetrocknete Luzerne
Variante 3: „schlechte“ Maissilage, hoher Maissilageanteil
Variante 4: „schlechte“ Maissilage, ohne Grassilage
Variante 5: Stroh und Kraftfutter
Variante 6: Heu und heißluftgetrocknete Luzerne
Fütterung von Milchziegen
Für Milchziegen mit etwa 75 Kilogramm Lebendgewicht und einer Milchleistung von rund drei Kilogramm bei 3,5% Milchfett und 3,0% Milcheiweiß täglich wurden unterschiedliche Rationsvarianten entwickelt.
Fütterung von Milchziegen
| Futterart | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| Maissilage, in Wachsreife, 35 % TM | 3,0 | |||||
| Maissilage, Kolbenbildung | 3,0 | 4,0 | 5,0 | |||
| Grassilage, angewelkt, 1. Schnitt | 1,5 | 1,5 | 1,5 | |||
| Stroh, Gerste | 0,4 | 0,4 | 2,2 | |||
| Heu, Wiese, 1. Schnitt | 1,3 | |||||
| Heu, Luzerne, heißluftgetrocknet | 0,9 | |||||
| Ergänzungsfutter, 25% CP | 0,65 | 0,6 | 0,5 | 0,65 | 1,1 | |
| Gerste, mehrzeilig | 0,7 | |||||
| Vitamin- und Spurenelement-Mischung | 0,01 | 0,01 | 0,01 | 0,02 | 0,01 |
Angaben in Futtermenge je Tier und Tag, kg
Fütterung von Milch- und Mutterschafen
Für Milchschafe wurden Tiere mit 75 kg Lebendgewicht angenommen. Die Ration reicht für 2,0 kg Milch bei für Schafen typischen hohen Milchinhaltsstoffen. Die Ration kann ebenso für Mutterschafe mit säugenden Lämmern umgesetzt werden.
Fütterung von Milch- und Mutterschafen
| Futterart | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| Maissilage, in Wachsreife, 35 % TM | 3,0 | |||||
| Maissilage, Kolbenbildung | 3,3 | 4,0 | 5,3 | |||
| Grassilage, angewelkt, 1. Schnitt | 1,45 | 1,5 | 1,4 | |||
| Stroh, Gerste | 0,35 | 0,2 | 2,10 | |||
| Heu, Wiese, 1. Schnitt | 1,5 | |||||
| Heu, Luzerne, heißgetrocknet | 0,7 | |||||
| Ergänzungsfutter, 30 % CP | 0,75 | 0,60 | 0,7 | 1,2 | ||
| Ergänzungsfutter, 25 % CP | 0,75 | |||||
| Gerste, mehrzeilig | 0,6 | |||||
| Ackerbohnen | 0,3 | |||||
| Mineralfutter für Schafe | 0,02 | 0,02 | 0,02 | 0,02 | 0,02 | 0,01 |
| Futterkalk, kohlensauer | 0,02 | 0,02 | 0,02 | 0,02 | 0,02 |
Angaben in Futtermenge je Tier und Tag, kg
Eine detaillierte Beschreibung der Rationen und Auskunft über die verwendeten Futtermittel sind in der Broschüre „Futterknappheit meistern- Praxistaugliche Rationen für Wiederkäuer“ zu finden.
Praktische Empfehlungen für die Praxis
Die vorgestellten Rationen zeigen, dass auch unter schwierigen Bedingungen eine bedarfsgerechte Versorgung von Schafen und Ziegen möglich ist. Entscheidend sind dabei:
Da die Verfügbarkeit, Qualität und Zusammensetzung der Futtermittel und das Leistungsniveau von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich sind, werden individuelle Anpassungen der Ration erforderlich sein. Wenn andere Futtermittel eingesetzt werden sollen oder Sie Unterstützung bei der Anpassung und Berechnung einer Ration benötigen, können Sie sich gerne an die Abteilung Tierhaltung der Landwirtschaftskammer Oberösterreich wenden.
Alternativ zu den vorgestellten Rationsvorschlägen besteht auch die Möglichkeit, Rationen mit dem Triesdorfer Rationsberechnungsprogrammen selbst zu berechnen. Das Programm basiert auf Excel und kann kostenlos heruntergeladen werden. Es gibt speziell ein Excel-Programme für Schafe und Ziegen. www.triesdorf.de/downloads
- Durchführung einer Futtermittelanalyse
- Langsame Umstellung auf neue Rationen
- Laufende Kontrolle der tatsächlichen Futteraufnahme
- Nutzung verfügbarer Alternativfuttermittel
- Anpassung der Fütterung an Leistung und Betriebsbedingungen
Da die Verfügbarkeit, Qualität und Zusammensetzung der Futtermittel und das Leistungsniveau von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich sind, werden individuelle Anpassungen der Ration erforderlich sein. Wenn andere Futtermittel eingesetzt werden sollen oder Sie Unterstützung bei der Anpassung und Berechnung einer Ration benötigen, können Sie sich gerne an die Abteilung Tierhaltung der Landwirtschaftskammer Oberösterreich wenden.
Alternativ zu den vorgestellten Rationsvorschlägen besteht auch die Möglichkeit, Rationen mit dem Triesdorfer Rationsberechnungsprogrammen selbst zu berechnen. Das Programm basiert auf Excel und kann kostenlos heruntergeladen werden. Es gibt speziell ein Excel-Programme für Schafe und Ziegen. www.triesdorf.de/downloads