Preissturz am Schweinemarkt
Fehlender wirtschaftlicher Spielraum gefährdet notwendige Investitionen
Besonders schwer wiegt der Preisverfall, weil viele Schweinehalter derzeit vor entscheidenden Investitionen stehen. Neue gesetzliche Vorgaben erfordern Stallumbauten und Modernisierungen, hinter denen die Betriebe grundsätzlich stehen. Bis 2034 müssen die österreichischen Schweinehalter enorme Investitionen zwischen 500.000 Euro und 2 Millionen Euro je Familienbetrieb stemmen, um gesetzliche Haltungsstandards zu erfüllen „Wer in zeitgemäße Stallungen investieren will, muss zuvor die Möglichkeit haben, Eigenkapital aufzubauen. Bei einem Schweinepreis auf diesem Niveau ist das schlicht nicht machbar“, so Waldenberger.
Österreichs Schweinebauern brauchen besondere Unterstützung
Die Landwirtschaftskammer fordert daher ein Investitionsförderprogramm mit deutlich angehobenen förderbaren Investitionssummen und einem spürbar erhöhten Fördersatz bis 2034. Ohne diese Unterstützung gerät die heimische Eigenversorgung entlang der bäuerlichen Produktionskette in Gefahr. Zudem bekräftigt die Landwirtschaftskammer ihre Forderung nach einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung für Fleisch und Fleischprodukte in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. „Österreichische Schweinebäuerinnen und Schweinebauern erfüllen hohe Standards bei Tierwohl, Umwelt- und Lebensmittelsicherheit. Diese Leistung muss auch bei anhaltendem Preisdruck entsprechend abgegolten werden“, so Waldenberger.