Pfaffing, Bezirk Vöcklabruck: Zehn Jahre im Arbeitskreis Milchvieh
So lange ist Franz Miejski nämlich
bereits Mitglied im Arbeitskreis
Milchvieh. Jährliche Aufzeichnungen
betrieblicher Daten
liefern ihm wichtige Kennzahlen,
die für die betriebliche
Entwicklung von Bedeutung
sind.
Die Familie Miejski führt in
Kropfling einen Bio-Heumilchbetrieb
mit derzeit 38 Milchkühen.
Franz Miejski – gelernter
Landmaschinentechniker – hat
auf den Winterhof zugeheiratet
und mit seiner Frau Christine
1989 den Betrieb übernommen.
Schon bald folgten die ersten
Entwicklungsschritte. Die Anerkennung
1994 als Bio-Betrieb
war eine logische Folge vom Verständnis,
in welcher Weise Franz
und Christine ihren Betrieb führen
wollen. Der Einstieg in die
Verarbeitung und der Verkauf
von Milch und Milchprodukten
war zu dieser Zeit eine weitere
richtungsweisende Entscheidung
der Beiden. Neben Sohn
Johannes, der aktuell als Geschäftsführer
in der Hofmolkerei
und dem Handel tätig ist, sind
heute Fremdarbeitskräfte im
Ausmaß von zwei Vollzeitäquivalenten
angestellt. Am landwirtschaftlichen
Betrieb hilft
Daniel, ein weiterer Sohn von
Franz und Christine, mit.
Seit 2015 Arbeitskreismitglied
Franz hat im Anschluss an eine
Fortbildungsreihe 2015 den
Milchvieh-Arbeitskreis kennengelernt
und bald den Entschluss
gefasst, dort Mitglied zu werden.
Als solches nimmt er seitdem
auch regelmäßig an den
jährlichen Teilkostenauswertungen
teil. „Der Vergleich mit Berufskollegen
ermöglicht es, sich
wirtschaftlich besser einordnen
zu können“, so Franz zu den gemeinsamen
Auswertungsveranstaltungen,
die innerhalb der
Gruppe sehr offen und nach Außen
sehr vertraulich abgehalten
werden. Für die einzelnen Entwicklungsschritte
waren betriebliche
Kennzahlen für Franz und
Christine schon immer wichtig.
Aufzeichnungen seien ein gutes
Controlling und zeigen, ob Veränderungen
letztlich auch zum
gewünschten Erfolg führen.
Am meisten schätzt Franz in
der langjährigen Arbeitskreisarbeit
jedoch den Informationsund
Erfahrungsaustausch unter
Gleichgesinnten. Für ihn gäbe es
sonst nicht die Möglichkeit, so
viele andere Milchviehbetriebe
anzuschauen und sich auf Augenhöhe
mit ihnen auszutauschen.
Was ist mein Stundenlohn?
Wie hoch ist unser betriebliches
Einkommen? Fragen wie diese
führten schnell dazu, dass Franz
auch für die Vollkostenauswertung
aufzuzeichnen begann.
Aus seiner Sicht ist in kaum einer
anderen Berufssparte die Unwissenheit
über wirtschaftliche
Kennzahlen so hoch, wie in der
Landwirtschaft. Deshalb könne
er diese Art der Datenaufzeichnung
innerhalb des Arbeitskreises
auch Jedem empfehlen.
Modernisierung des Milchviehstalles
Die Zeit bleibt nicht stehen. Die
nächsten Entwicklungsschritte
sollen zu einer Modernisierung
des Milchviehstalles führen. Mit
zusätzlichen Außenliegeboxen
und einem Entmistungsroboter
wird sowohl ins Tierwohl, als
auch in die Arbeitserleichterung
investiert. Auch die Übergabe an
den Sohn wird weitere Entwicklungen
mit sich bringen. Mit
den betrieblichen Kennzahlen
können zukünftige Entscheidungen
aber immer auf einer soliden
Basis getroffen werden.
Betriebsspiegel
- 38 Milchkühe, Nachzucht auf Zweitbetrieb ausgelagert
- 40 Hektar Grünland, 13 Hektar Acker, 34 Hektar gepachtet
- Milchverarbeitung und Direktvermarktung (Heumilch)
- www.winterhof.at