OÖ Pflanzenmarkt 4/2026
Wettersituation zum Frühjahrsanbau
Nach einer sechswöchigen, niederschlagsarmen Frostperiode, vom 25. Dezember bis 5. Februar, folgten im restlichen Februar, am Standort Linz, mit 62 mm überdurchschnittliche Niederschläge. Tendenziell regnete es im Innviertler mehr als im östlichen Landesteil Oberösterreichs. Die mittlere Temperatur lag im Februar mit Ø +4 Grad, an der Wetterstation in Linz, sogar um +1,7 Grad Celsius höher als im langjährigen Schnitt. Die Getreidekulturen und der Winterraps sind bisher gut über den Winter gekommen. Erste Zuckerrübenfelder wurden bereits in der ersten Märzhälfte gesät, aber der Anbau der Herbstkulturen wird, laut Wetterbericht, voraussichtlich erst in der letzten Märzwoche in die Gänge kommen.
Düngerpreise explodieren
Die Situation am internationalen Düngermarkt ist aktuell dramatisch. Die Sperre der Straße von Hormuz führt aktuell zu einer massiven Unterversorgung der global gehandelter Düngermittel. Betroffen sind rund 45 % des global gehandelten Harnstoffs und rund 50 % des weltweit verschifften Schwefels. Gerade Ammoniak und Schwefelsäure fehlen in großen Mengen für die Stickstoff- und Phosphordüngerherstellung. So wurden uns Mitte März vom OÖ Agrarhandel Harnstoffpreise um brutto 890 € je Tonne gemeldet. Dieser Preis liegt damit rund 50 % höher als zur Düngereinlagerung im Juni 2025. Während der Kalipreis von der aktuellen Teuerung weitgehend verschont bleibt, liegt der Preis für DAP aktuell bei 1.260 € je Tonne. Aufgrund des steigenden Gaspreises verteuert sich auch die europäische Produktion von Kalkammonsalpeter und führte bereits zu Einschränkungen in der Düngerindustrie. So hat Duslo AS die Ammoniakproduktion auf das „technische Minimum“ reduziert.
Rückwirkend betrachtet, hatte die Ankündigung der Einführung des CO2-Grenzausgleichs mit 1.1.26, sowie weiterer Erhöhungen der Russlandzölle auf Stickstoff- und Mehrnährstoffdünger, für die Düngereinlagerung der Landwirte und des Agrarhandels, einen positiven Effekt. So hatten die Landwirte in Österreich, noch vor Ausbruch des Irankrieges, 85 bis 90 % des Düngerbedarfs für die heurige Saison rechtzeitig gesichert. Allerdings sind seit Jahresbeginn die Düngerimporte massiv rückläufig, womit die Düngerversorgung für die Saison 2026/27 generell fraglich ist.
Rückwirkend betrachtet, hatte die Ankündigung der Einführung des CO2-Grenzausgleichs mit 1.1.26, sowie weiterer Erhöhungen der Russlandzölle auf Stickstoff- und Mehrnährstoffdünger, für die Düngereinlagerung der Landwirte und des Agrarhandels, einen positiven Effekt. So hatten die Landwirte in Österreich, noch vor Ausbruch des Irankrieges, 85 bis 90 % des Düngerbedarfs für die heurige Saison rechtzeitig gesichert. Allerdings sind seit Jahresbeginn die Düngerimporte massiv rückläufig, womit die Düngerversorgung für die Saison 2026/27 generell fraglich ist.
Preise für Ernte 2026 steigen
Die steigenden Erdöl- und Gaspreise haben aber auch einen Preissteigerungseffekt auf den Agrarmärkten und dies auch in Zusammenhang mit der nun höheren Rentabilität der Ethanol- und Biodieselproduktion. Hier profitieren vor allem Mais, Zuckerrüben und Ölsaaten. Marktanalysten warnen jedoch, dass die Preise bei einer Beilegung des Irankonflikts rasch wieder fallen könnten. Daher gilt es beim Abschluss von Kontrakten für die kommende Ernte den Markt genau zu beobachten und über Risikoteilung, ein Drittel jetzt und ein weiteres Drittel beispielsweise im April, abzusichern.
So werden Mitte März im Grenzraum zu Bayern bereits Sojakontrakte zu einem Preis von netto 410 € bzw. brutto 463 € je Tonne angeboten. Ansonsten halten sich bei Soja die heimischen Agrarhändler noch bedeckt. Für Mahlweizen mit 12,5 % Protein orientiert sich der Agrarhandel an der Euronext Notierung vom Dez.26 in Paris, die Mitte März auf 222 € gestiegen ist. Abzüglich 35 € für Transport und Handelsspanne können damit Weizenkontrakte für die Ernte 2026 um netto 187 € bzw. brutto 211 € je Tonne abgeschlossen werden.
Auch der Rapspreis stieg mit 496 € je Tonne auf die höchste Notierung seit Oktober 2024. Wer jetzt Mitte März einen Kontrakt abschließt, erzielt zur Ernte einen Rapso-Rapspreis von netto 521,50 € je Tonne (brutto 590 € je Tonne).
Die Preise für eingelagertes Getreide aus der Ernte 2025 bewegen sich aber wegen der noch weltweit guten Versorgung kaum. Bei noch eingelagertem Mais steigen aber die Preise.
So werden Mitte März im Grenzraum zu Bayern bereits Sojakontrakte zu einem Preis von netto 410 € bzw. brutto 463 € je Tonne angeboten. Ansonsten halten sich bei Soja die heimischen Agrarhändler noch bedeckt. Für Mahlweizen mit 12,5 % Protein orientiert sich der Agrarhandel an der Euronext Notierung vom Dez.26 in Paris, die Mitte März auf 222 € gestiegen ist. Abzüglich 35 € für Transport und Handelsspanne können damit Weizenkontrakte für die Ernte 2026 um netto 187 € bzw. brutto 211 € je Tonne abgeschlossen werden.
Auch der Rapspreis stieg mit 496 € je Tonne auf die höchste Notierung seit Oktober 2024. Wer jetzt Mitte März einen Kontrakt abschließt, erzielt zur Ernte einen Rapso-Rapspreis von netto 521,50 € je Tonne (brutto 590 € je Tonne).
Die Preise für eingelagertes Getreide aus der Ernte 2025 bewegen sich aber wegen der noch weltweit guten Versorgung kaum. Bei noch eingelagertem Mais steigen aber die Preise.
Bio ist aktuell der wichtigste Wachstumsmarkt
Im Lebensmittelhandel konnten 2025 die Umsätze bei Bio-Produkten um +6,5 % und die Mengen um +2,3 % zulegen. Der Zuwachs ist deutlich stärker als am Gesamt-Lebensmittelmarkt, wo zwar der Umsatz im Jahr 2025 um 2,5 % zulegen konnte, aber die Menge um 0,7 % geschrumpft ist. Damit ist Bio der Wachstumsmotor im Lebensmitteleinzelhandel und der Bioanteil liegt mittlerweile wertmäßig bei 11,9 %. Der Anteil von Bio-Mehl liegt in Österreich wertmäßig sogar bei 30%. Auch in Deutschland sind die Ausgaben für Bio-Lebensmittel um 6,7% gestiegen. Besonders stark ist Bio-Geflügel gefragt.
Bio-Getreidemarkt bleibt stabil mit positiven Aussichten
Der Bio-Getreidemarkt zeigt sich aktuell von seiner erfreulichen Seite. Ausgenommen Hafer sind die prognostizierte Absatzsituation und damit auch die Preisaussichten für die heurige Vermarktungssaison bei Getreide zufriedenstellend. Speziell im Futterbereich zeichnet sich für das Frühjahr eine knappere Verfügbarkeit ab, was sich wiederum preissteigernd auswirken wird. Das Angebot von Bioware ist am Markt knapp und so werden Einsteiger dringend gesucht. Die aktuelle Preis- und Absatzsituation macht daher einen Bio-Umstieg in vielen Bereichen wieder attraktiv. Ab 2027 wird der Umstieg auch wieder mit einer Prämie von 80 € je Hektar als Top-up auf die UBB-Maßnahme gefördert.