OÖ Rübenbauern ziehen Bilanz und blicken nach vorne
Die Veranstaltung bot eine
umfassende Plattform für
den Austausch über aktuelle
Entwicklungen und Herausforderungen
im Zuckerrübenanbau.
LK-Präsident Franz
Waldenberger spannte einen
Bogen über aktuelle agrarpolitische
Herausforderungen.
Neben den Auswirkungen internationaler
Krisen auf Agrar-
und Düngermärkte stellte
er die seit 2026 geltende
CBAM-Verordnung in den
Fokus, die durch CO2-Ausgleichsmaßnahmen
zu höheren
Importkosten und Wettbewerbsnachteilen
für heimische
Betriebe führt. Auch
neue Aufzeichnungspflichten
im Pflanzenschutz erhöhen
den Druck auf die Landwirtschaft.
Agrana-Vorstand
Franz Ennser gab Einblicke
in die Unternehmensentwicklung.
Während sich die
Segmente Stärke und Frucht
stabil entwickeln, bleibt der
Zuckerpreis weiterhin auf
niedrigem Niveau. Kurzfristig
sei keine Entspannung zu
erwarten, mittelfristig jedoch
ein Preisanstieg notwendig.
Gleichzeitig werden Produktionsstandorte
auf ihre Wirtschaftlichkeit
überprüft.
Rübenbauernpräsident Ernst
Karpfinger warnte vor einer
Gefährdung des Zuckerrübenanbaus
in Österreich.
Trotz technischer Fortschritte
könnten negative Marktbedingungen
nicht mehr kompensiert
werden. Er forderte
Anpassungen bei europäischen
Vorgaben wie Green
Deal und Farm-to-Fork-Strategie.
Obmann Martin Bäck bewertete
die neue Branchenvereinbarung
und betonte die
Bedeutung des dreijährigen
Vertrags zwischen Agrana und
den Rübenbauern, der für beide
Seiten Planungssicherheit
schafft. In seinem Rückblick
auf die Kampagne 2025 hob er
insbesondere die Wichtigkeit
des Abdeckens der Rüben mit
Vlies hervor, um Qualität und
Verarbeitbarkeit zu sichern.
Geschäftsführer Martin Peterseil
präsentierte aktuelle
Zahlen zur Kampagne und
Mitgliederentwicklung. Den
Abschluss bildete ein Vortrag
von Verbandsdirektor
Norman Eichinger über die
Bedeutung des Genossenschaftswesens.