Körnermais rechtzeitig dreschen und silieren
Bildergalerie
(5 Fotos)
Mais unmittelbar nach dem Dreschen einmalen © LK OÖ/ Strasser Franz
Maisfuhre mit zu viel Spindeln © LK OÖ/Strasser Franz
Silofräse verteilt und verdichtet - bremst aber die Leistung beim Einmalen © LK OÖ/Strasser Franz
Siloverteiler bei Schwenkung © LK OÖ/Strasser Franz
Silo abdecken © LK OÖ/Strasser Franz
Siehe dazu: warndienst.at/mykotoxine
Jeder Schweinehalter sollte daher jetzt seine Maisbestände beobachten und je nach Sorte und Standort den richtigen Erntezeitpunkt planen, den zu trockener Mais (< 30% Feuchtigkeit) lässt sich als Mus im Silo nicht mehr ausreichend verdichten. Dies führt zu überhöhten Schimmelpilz- und Hefenwerten und in der weiteren Folge zu Fressverweigerung und höheren Ausfällen.
Jeder Schweinehalter sollte daher jetzt seine Maisbestände beobachten und je nach Sorte und Standort den richtigen Erntezeitpunkt planen, den zu trockener Mais (< 30% Feuchtigkeit) lässt sich als Mus im Silo nicht mehr ausreichend verdichten. Dies führt zu überhöhten Schimmelpilz- und Hefenwerten und in der weiteren Folge zu Fressverweigerung und höheren Ausfällen.
Folgende Erntetipps beachten: Es lohnt sich auf die frühere Ernte vorzubereiten
- Silo putzen
- Gummidichtungen der Silotür überprüfen und gegebenenfalls wechseln
- Maismühle instand setzen (Motor starten bzw. warten)
- Erntemengen abschätzen und Zukauf von Gerste oder Futterweizen überlegen
- Mehrere Kolben auf verschiedene Stellen am Feld öffnen und genau nach Pilzbelag, Zünslerbohrlöchern und Bohrmehl untersuchen
- Rechtzeitige Ernte: sobald die physiologische Reife erreicht ist (schwarzer Punkt auf Kornansatz = black layer) - d.h. die Nährstoffeinlagerung im Korn ist abgeschlossen und es verliert nur mehr Wasser
- Sauberes Dreschen (optimale Einstellung der Trommeldrehzahl, des Korbes und der Siebe)
- Bruchkörner, Lischen, Spindelteile am Feld lassen
- Reife Bestände, die noch stehen bleiben, sind sehr anfällige gegenüber Fusarienbefall
MKS-Bereitung
Optimale Erntefeuchte: 33 - 35% (die Silage muss sich gut verdichten lassen)
- unbedingt sauber dreschen: Bruchkörner, Spindelteile und Kolbenhaare sind Fusarienträger und sollen am Feld bleiben!
- Bei unterschiedlicher Feuchtigkeiten: trockener Mais (< 30%) im unteren Silobereich einsilieren
- Gedroschene Ware rasch einmahlen - Fuhren nicht unnötig stehen lassen!!
- Silierzusätze nach Herstellerangaben einsetzen
- Nicht zu fein schroten (14 - 16 mm Sieb je nach Mahltechnik, Erntefeuchte und Verschleiß Schläger und des Siebes)
- Verteilung im Silo mit Prallteller oder besser mit Silofräse
- Auf zusätzliche Verdichtung vor allem im oberen Silobereich wert legen (Fräse oder treten)
- Fast alle Betriebe verwenden Siliermittel. Vor allem im oberen Silobereich, wo der Eigendruck zur Verdichtung fehlt, sollte darauf nicht verzichtet werden. Egal ob Mittel auf Kräuter-, Bakterien oder Säurebasis, die Dosierangaben laut Hersteller sind einzuhalten.
- Wir sofort weggefüttert ist dieser Säurezusatz unerlässlich, da es sonst zu einer starken Erwärmung und Hefebildung kommt
- CCM Silage ist frühestens nach 3 - 5 Wochen ausreichend vergoren und stabil
Ganzkornsilierung
Optimale Erntefeuchte: 28 - 33%
Für diesbezügliche Fragen stehen die Berater der BSH Wels (Tel.-Nr.: 050-6902-4850) gerne zur Verfügung.
- Silo auf Dichtheit prüfen
- Silotürdichtungen
- Ausgleichsventil
- Schließmechanismus bei der Entnahmeschnecke
- Ausgleichssack (muss frei hängen und darf nirgends anstehen)
- Wenn es irgendwie geht, den Silo entleeren (zumindest jedes 2. Jahr)
- Vorsicht beim Putzen im Silo - CO2 sammelt sich im Sumpf und ist hochgiftig daher nur mit Atemschutz gesichert einsteigen!!
- Unbedingt sauber dreschen: Bruchkörner, Spindelteile und Kolbenhaare sind Fusarienträger und sollen am Feld bleiben!
- Körner nicht bei der Einlagerung beschädigen
- Silo rasch befüllen
- Nach dem Schließen des Silos Gasentwicklung beobachten (Überdruckventil, Ausgleichssack und Druckanzeige)
- Silierzusätze oder Konservierungsmittel zeigen laut Untersuchungen einen stabilisierenden Effekt, der bei zunehmender Entleerung zu tragen kommt. Nach neuesten Untersuchungen erzeugt der Mais im Silo genügend CO2, das den Verderb hemmt. Wenn Silo, Ausgleichssack, Leitungen und Ventile 100% dicht sind, kann nichts passieren.
Für diesbezügliche Fragen stehen die Berater der BSH Wels (Tel.-Nr.: 050-6902-4850) gerne zur Verfügung.