Der Dauerwald: Eine zukunftsfähige Waldbaustrategie im Klimawandel
Natürliche Störungen wie Trockenheit, Windwurf oder Schädlingsbefall nehmen mit der Klimaerwärmung zu. Wälder mit hoher Struktur- und Artenvielfalt sind gegenüber solchen Störungen deutlich weniger anfällig als einschichtige Altersklassenwälder. Durch die Verteilung des Risikos auf verschiedene Baumarten und Altersstufen verfügen sie über eine höhere Stabilität und Regenerationsfähigkeit. Gleichzeitig können natürliche Prozesse wie die Naturverjüngung genutzt werden, wodurch sich langfristig auch wirtschaftliche Vorteile, etwa durch geringere Aufforstungs- und Kulturpflegekosten, ergeben. Die Überführung von Altersklassenwäldern in Dauerwälder stellt daher eine wesentliche waldbauliche Anpassungsstrategie dar, um die ökologischen und ökonomischen Funktionen des Waldes unter den Bedingungen des Klimawandels langfristig zu sichern.
Vorgehen bei der Überführung
Die Überführung eines Altersklassenwaldes in einen Dauerwald erfordert eine sorgfältige Planung und konsequente Umsetzung über mehrere Jahrzehnte. Hat man sich für eine Überführung entschieden, ist ein zielorientiertes und konsequentes waldbauliches Handeln der bewirtschaftenden Person erforderlich. Ausgangspunkt ist eine umfassende Bestandesanalyse, bei der insbesondere die Stabilität des Bestandes, die vorhandene Baumartenzusammensetzung, das Naturverjüngungspotenzial sowie die Wildschadenssituation beurteilt werden. Nur wenn ausreichende Stabilitätsreserven vorhanden sind und eine Verjüngung der Zielbaumarten möglich erscheint, kann ein erfolgreicher Waldumbau eingeleitet werden.
Im ersten Schritt werden vorhandene Mischbaumarten und Naturverjüngungsansätze konsequent erhalten und gefördert. Gleichzeitig erfolgt eine behutsame Auflockerung des Kronendaches durch die Entnahme einzelner Bäume. Ziel ist die Schaffung kleinräumiger Lichtfenster, welche die Naturverjüngung fördern, ohne das ausgeglichene Waldinnenklima wesentlich zu beeinträchtigen.
In der anschließenden Überführungsphase wird die bisher einschichtige Bestandesstruktur schrittweise in eine mehrschichtige Waldstruktur umgewandelt. Dazu werden qualitativ minderwertige, instabile oder hiebsreife Bäume einzelstammweise oder in kleinen Gruppen genutzt. Die dadurch entstehenden Verjüngungsnester ermöglichen das Aufwachsen verschiedener Altersstufen nebeneinander. Parallel dazu werden vitale Zukunftsbäume gezielt freigestellt und gefördert, um deren Kronenentwicklung, Einzelbaumstabilität und Wertleistung zu verbessern.
Vorteilhaft ist es auch, schon in jüngeren Altersklassen mit der Überführung zu beginnen. Mit der Strukturdurchforstung können zum Beispiel einschichtige Stangenhölzer für dem Umbau in Dauerwald vorbereitet werden.
Mit zunehmender Strukturierung des Bestandes verlagert sich der Schwerpunkt der Bewirtschaftung auf die Erhaltung eines Gleichgewichts zwischen Verjüngung, Vorrat und Nutzung. Die Eingriffe erfolgen regelmäßig in kurzen Zeitabständen und orientieren sich an den Grundsätzen der Dauerwald- beziehungsweise Plenterwaldbewirtschaftung. Ziel ist ein Waldaufbau, in dem unterschiedliche Baumarten, Durchmesserklassen und Höhenstufen dauerhaft vertreten sind und die Naturverjüngung kontinuierlich nachwächst.
Eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg der Überführung stellt die Regulierung des Wildeinflusses dar. Gerade die für den Klimawandel bedeutenden Mischbaumarten, insbesondere die Weißtanne, reagieren empfindlich auf Verbiss. Überhöhte Schalenwildbestände können daher die Entwicklung stabiler Mischbestände erheblich verzögern oder sogar verhindern.
Der Überführungsprozess ist abgeschlossen, wenn sich eine stabile, mehrschichtige und ungleichaltrige Bestandesstruktur etabliert hat. In einem solchen Dauerwald erfolgen Nutzung, Verjüngung und Pflege gleichzeitig auf derselben Fläche. Die permanente Waldbedeckung verbessert das Waldinnenklima, fördert den Bodenschutz und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit, Sturm und biotischen Schadfaktoren.
Zusammenfassend stellt die Überführung von Altersklassenwäldern in Dauerwälder einen langfristigen und kontinuierlichen Anpassungsprozess dar. Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels gehört der Umbau strukturarmer Altersklassenwälder zu standortsangepassten, gemischten Dauerwäldern zu den wichtigsten Aufgaben einer nachhaltigen und risikobewussten Forstwirtschaft.
Im ersten Schritt werden vorhandene Mischbaumarten und Naturverjüngungsansätze konsequent erhalten und gefördert. Gleichzeitig erfolgt eine behutsame Auflockerung des Kronendaches durch die Entnahme einzelner Bäume. Ziel ist die Schaffung kleinräumiger Lichtfenster, welche die Naturverjüngung fördern, ohne das ausgeglichene Waldinnenklima wesentlich zu beeinträchtigen.
In der anschließenden Überführungsphase wird die bisher einschichtige Bestandesstruktur schrittweise in eine mehrschichtige Waldstruktur umgewandelt. Dazu werden qualitativ minderwertige, instabile oder hiebsreife Bäume einzelstammweise oder in kleinen Gruppen genutzt. Die dadurch entstehenden Verjüngungsnester ermöglichen das Aufwachsen verschiedener Altersstufen nebeneinander. Parallel dazu werden vitale Zukunftsbäume gezielt freigestellt und gefördert, um deren Kronenentwicklung, Einzelbaumstabilität und Wertleistung zu verbessern.
Vorteilhaft ist es auch, schon in jüngeren Altersklassen mit der Überführung zu beginnen. Mit der Strukturdurchforstung können zum Beispiel einschichtige Stangenhölzer für dem Umbau in Dauerwald vorbereitet werden.
Mit zunehmender Strukturierung des Bestandes verlagert sich der Schwerpunkt der Bewirtschaftung auf die Erhaltung eines Gleichgewichts zwischen Verjüngung, Vorrat und Nutzung. Die Eingriffe erfolgen regelmäßig in kurzen Zeitabständen und orientieren sich an den Grundsätzen der Dauerwald- beziehungsweise Plenterwaldbewirtschaftung. Ziel ist ein Waldaufbau, in dem unterschiedliche Baumarten, Durchmesserklassen und Höhenstufen dauerhaft vertreten sind und die Naturverjüngung kontinuierlich nachwächst.
Eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg der Überführung stellt die Regulierung des Wildeinflusses dar. Gerade die für den Klimawandel bedeutenden Mischbaumarten, insbesondere die Weißtanne, reagieren empfindlich auf Verbiss. Überhöhte Schalenwildbestände können daher die Entwicklung stabiler Mischbestände erheblich verzögern oder sogar verhindern.
Der Überführungsprozess ist abgeschlossen, wenn sich eine stabile, mehrschichtige und ungleichaltrige Bestandesstruktur etabliert hat. In einem solchen Dauerwald erfolgen Nutzung, Verjüngung und Pflege gleichzeitig auf derselben Fläche. Die permanente Waldbedeckung verbessert das Waldinnenklima, fördert den Bodenschutz und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit, Sturm und biotischen Schadfaktoren.
Zusammenfassend stellt die Überführung von Altersklassenwäldern in Dauerwälder einen langfristigen und kontinuierlichen Anpassungsprozess dar. Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels gehört der Umbau strukturarmer Altersklassenwälder zu standortsangepassten, gemischten Dauerwäldern zu den wichtigsten Aufgaben einer nachhaltigen und risikobewussten Forstwirtschaft.
LFI-Kurs Vom Altersklassenwald zum Dauerwald
Im Seminar wird neben dem Grundlagenwissen zum Dauerwald die Überführung von Altersklassenwäldern in strukturierte, mehrschichtige Bestände vorgestellt. Die Vorstellung von Hilfsmitteln zur Umwandlung und praktische Auszeigeübungen vertiefen die Lehrinhalte.
Kursdetails
Vom Altersklassenwald zum Dauerwald
Kurs-Nr.: 4519/7 (6 Unterrichtseinheiten)
26. November 2026, 09:00 Uhr
Bockauwirt, Pfadfinderweg 1, 4240 Freistadt
Trainer: Prof. Eduard Hochbichler, Günter Affenzeller und Stephan Rechberger
Kursbeitrag: gefördert 55 Euro / nicht gefördert 135 Euro
26. November 2026, 09:00 Uhr
Bockauwirt, Pfadfinderweg 1, 4240 Freistadt
Trainer: Prof. Eduard Hochbichler, Günter Affenzeller und Stephan Rechberger
Kursbeitrag: gefördert 55 Euro / nicht gefördert 135 Euro