Monitoring der ÖPUL-Maßnahme GRUNDWasser 2030: Zusammenfassung für 2025
Teilnahme am Programm
Im Jahr 2025 bewirtschafteten 4.190 Betriebe mindestens 2 ha Ackerfläche in der Gebietskulisse und waren damit teilnahmeberechtigt. Davon nahmen 2.285 Betriebe (55 %) tatsächlich am Programm teil. Bezogen auf die Ackerfläche lag die Teilnahmequote bei 68 % (74.670 von 110.275 ha).
Teilnahme nach Betriebsstruktur
Die Teilnahmequote variiert nach Betriebstyp:
- Viehbesatz: 56 % (<0,5 GVE/ha LN), 41 % (0,5–2 GVE/ha LN), 64 % (>2 GVE/ha LN)
- Grünlandbetriebe (Grünlandanteil >50 %) nahmen mit 17 % unterdurchschnittlich teil, da sich die Prämien am Ausmaß der Ackerfläche orientiert
- Gemüsebaubetriebe kamen auf eine Teilnahmequote von 48 %
Regionale Verteilung
Überdurchschnittlich beteiligt waren die Grundwassergebiete Unteres Ennstal, Traun-Enns-Platte-Ost (zwischen Krems und Mossbachl) und -West (zwischen Alm und Krems), Machland sowie Welser Heide. Unterdurchschnittlich fiel die Teilnahme im Eferdinger Becken (54 %) und im Unteren Inntal (22 %) aus. Im neu seit 2025 ins Projektgebiet aufgenommenen Gebiet Traun-Alm Spitz (zwischen Traun und Alm) wurden 50 % erreicht.
Zusatzmaßnahmen
Neben den Pflichtmaßnahmen können Teilnehmende optional weitere Maßnahmen setzen:
- Stark stickstoffreduzierte Fütterung von Schweinen: 645 Betriebe (Teilnahmequote 56 % der berechtigten Betriebe)
- Bewirtschaftung auswaschungsgefährdeter Ackerflächen: 65 Betriebe auf 91 ha
- Cultan-Düngung auf Ackerflächen (neu seit 2025): 21 Betriebe auf 403 ha
Fördermittel
Für GRUNDWasser 2030 wurden 2025 insgesamt 8,94 Mio. Euro ausbezahlt, davon entfielen 2,7 Mio. Euro auf das Land Oberösterreich. Die Mittel stammen zu 45,3 % von der EU, zu 24,5 % vom Bund und zu 30,2 % vom Land OÖ aus dem Budget der Abteilung Wasserwirtschaft.
Fazit
Der Evaluierungsbericht 2025 zeigt: GRUNDWasser 2030 wird von einem erheblichen Teil der berechtigten Betriebe angenommen, mit deutlichen Unterschieden zwischen Betriebstypen und Regionen.