Moderne Milchproduktion: Wie Robotik und Digitalisierung das Tierwohl sowie die Qualität unterstützen
Die Erzeugung von hochqualitativer Milch ist eine anspruchsvolle Tätigkeit. Etwa 5.000 Milchbäuerinnen und Milchbauern kümmern sich in Oberösterreich 365 Tage im Jahr um ca. 164.000 Milchkühe und somit darum, dass wir täglich in den Genuss einer breiten Vielfalt hochwertigster Milch und Milchprodukte kommen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ändern sich laufend und somit auch die Herausforderungen für die Milcherzeuger. Es gibt in der Milchproduktion kein Patentrezept, sondern eine Reihe von Möglichkeiten und Strategien, wie sich ein Betrieb betrieblich ausrichten kann. Eine dieser Möglichkeiten, die von Milchbäuerinnen und -bauern in den vergangenen Jahren zunehmend genutzt wird, ist der Melkroboter. Die Zahl der Betriebe, die entsprechende Geräte einsetzen, liegt in Oberösterreich derzeit bereits bei über 960 Betrieben.
„Automatische Melksysteme (AMS), umgangssprachlich Melkroboter genannt, haben die österreichische Milchwirtschaft deutlich verändert. Der Trend zur Automatisierung hält ungebrochen an. Oberösterreich gilt weiterhin als Zentrum der Automatisierung, mit über 1.000 automatischen Melksystemen auf rund 960 Betrieben. Das heißt, es gibt mittlerweile eine Reihe von Betrieben, die bereits zwei oder mehr AMS-Boxen in Betrieb haben“, erläutert Franz Waldenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ.
Der LfL Oberösterreich – Aufgaben, Bedeutung, Zahlen
Der Landesverband für Leistungsprüfung und Qualitätssicherung OÖ (LfL OÖ) ist die zentrale Servicestelle für Milchviehbetriebe in Oberösterreich. Als Teil der österreichweiten Leistungsprüfung sichert der Verband Qualität und Weiterentwicklung in der Milchproduktion.
Die Milchleistungsprüfung (MLP) ist eines der wichtigsten Instrumente zur Sicherung von Qualität, Tiergesundheit und Zuchtfortschritt in der österreichischen Milchviehhaltung.
Thomas Hartl, Obmann LfL: „Als Landwirt, der selbst mit einem Melkroboter arbeitet, weiß ich, wie wichtig verlässliche Daten für das tägliche Herdenmanagement sind. Die Kombination aus den Daten der Milchleistungsprüfung und dem automatisierten Melksystem sind für uns die perfekte Mischung und unverzichtbar.“