Milchziegen nach Leistungsstadium füttern
Die Verdauung der Ziegen ist auf eine mehrmalige Futteraufnahme mit Grundfutter bester Qualität, verteilt auf den ganzen Tag ausgelegt.
Das Pansenmilieu bleibt dadurch deutlich stabiler. Ziegen haben eine größere Speicheldrüse, welche mehr Speichel produziert, den längsten Darm aller Nutztiere, im Verhältnis zum Körpergewicht und einen relativ großen Labmagen. So nutzt die Ziege sowohl die mikrobielle wie auch die enzymatische Verdauung vollumfänglich. Zudem ist die Passagerate bei Ziegen schneller als bei anderen Wiederkäuern.
Das Pansenmilieu bleibt dadurch deutlich stabiler. Ziegen haben eine größere Speicheldrüse, welche mehr Speichel produziert, den längsten Darm aller Nutztiere, im Verhältnis zum Körpergewicht und einen relativ großen Labmagen. So nutzt die Ziege sowohl die mikrobielle wie auch die enzymatische Verdauung vollumfänglich. Zudem ist die Passagerate bei Ziegen schneller als bei anderen Wiederkäuern.
Man unterscheidet verschiedene Leistungsstadien, denen man mit einer angepassten Fütterung gerecht werden soll, um hohe Leistungen zu erzielen:
1. Trockenstehphase (ca. 60 Tage, Regenerationsphase, Bildung von Kolostrum, Aufbau Körperreserven)
2. Laktationsbeginn und Hochlaktation: Die Milchleistung von Ziegen zeigt kontinuierlich während den
ersten sechs Laktationswochen. Durch den Abbau von Körperreserven und somit von Energie, gilt es
die Proteinversorgung zu beachten, damit die vorhandene Energie optimal genutzt werden kann.
3. Produktionsphase: Ab dem dritten Laktationsmonat bis zum Trockenstellen gilt es die Fütterung so zu
gestalten, dass die Milchleitung der Ziegen hoch bleibt und sie Körperreserven anlegen können.
4. Wenn sich keine weitere Trockensteherphase anschließt, also keine neue Belegung erfolgt, kann in einer
nächsten Phase die Ziege durchgemolken werden oder ihre Laktation verlängert werden.
1. Trockenstehphase (ca. 60 Tage, Regenerationsphase, Bildung von Kolostrum, Aufbau Körperreserven)
2. Laktationsbeginn und Hochlaktation: Die Milchleistung von Ziegen zeigt kontinuierlich während den
ersten sechs Laktationswochen. Durch den Abbau von Körperreserven und somit von Energie, gilt es
die Proteinversorgung zu beachten, damit die vorhandene Energie optimal genutzt werden kann.
3. Produktionsphase: Ab dem dritten Laktationsmonat bis zum Trockenstellen gilt es die Fütterung so zu
gestalten, dass die Milchleitung der Ziegen hoch bleibt und sie Körperreserven anlegen können.
4. Wenn sich keine weitere Trockensteherphase anschließt, also keine neue Belegung erfolgt, kann in einer
nächsten Phase die Ziege durchgemolken werden oder ihre Laktation verlängert werden.
Besonders in der Startphase der Laktation bis zum circa hundertsten Melktag (Hochlaktation) ist die größte Herausforderung in der Fütterung von Milchziegen, eine angepasste und ausgeglichene Nährstoffkonzentration und Gesamtration.
Der Stoffwechsel des Muttertieres stellt sich mit der Geburt um. War er vorher auf das Wachstum der Föten ausgerichtet (anabol) ändert sich dies mit der Geburt plötzlich in einen katabolen Zustand durch Mobilisierung von Körperreserven zur bestmöglichen Versorgung der Jungtiere. Erst im Verlauf mehrerer Wochen können die Muttertiere wieder so viel Grundfutter zu sich nehmen, dass die Ausgleichsfütterung mit Getreide reduziert werden kann.
Der Stoffwechsel des Muttertieres stellt sich mit der Geburt um. War er vorher auf das Wachstum der Föten ausgerichtet (anabol) ändert sich dies mit der Geburt plötzlich in einen katabolen Zustand durch Mobilisierung von Körperreserven zur bestmöglichen Versorgung der Jungtiere. Erst im Verlauf mehrerer Wochen können die Muttertiere wieder so viel Grundfutter zu sich nehmen, dass die Ausgleichsfütterung mit Getreide reduziert werden kann.
Um die Tiere gesund zu erhalten und gute Leistungen zu erzielen, ist eine fundierte Fütterung wichtig, was in der Praxis folgende Maßnahmen erfordert:
- Untersuchung der wichtigsten Grundfuttermittel (idealerweise der 1. Schnitt und ein Folgeaufwuchs)
- Phasenbezogene Rationsberechnung. Hier zu gibt es ein Beratungsangebot der LK OÖ.
- Monatliche Überprüfung der Milchinhaltsstoffe und entsprechende Rationsoptimierung.
Entscheidend ist es für den Praktiker zu wissen, wann und zu welchen Witterungsbedingungen das jeweilige Futter geworben wurde und es zumindest grobsinnlich auf Energiegehalt und Eiweißgehalt schätzen zu können. Erste Schritte sind energiereicher, oft zuckerreich und müssen meist mit eiweißreicheren Kraftfuttermischungen ausgeglichen werden. Die Folgeschnitte sind in der Regel eiweißreicher, da die Bodenlebewesen im Verlauf der Vegetationsperiode reichlich Stickstoff aus dem Boden binden. Die Zuwachsraten des Futters sind in dieser Phase nicht mehr so groß, so dass hier meist mit energiereicheren Futtermitteln ausgeglichen werden kann. Fütterungsfehler, bzw. ein Ungleichgewicht zwischen Energie- und Eiweißgehalt in der vorgelegten Ration werden am besten durch die Überprüfung der Milchinhaltsstoffe vermieden.
Nach der Hochlaktation kann der Energiegehalt des Futters wieder reduziert werden.
Entscheidend ist, ob die Tiere in eine verlängerte Laktation gehen oder gar über mehrere Jahre dann durchgemolken werden sollen.
Werden sie wieder gedeckt, sollen sie in jedem Fall zu Laktationsende verhaltener und erst in den letzten vier Wochen vor der Geburt wieder mit Kraftfutter angefüttert werden. In dieser Phase kommt Grundfutter bester Qualität eine zentrale Bedeutung zu. Der Mineralstoffbedarf steigt und die Kraftfuttermenge wird wieder gesteigert, um Nährstoffmangel und Ketose vorzubeugen.
Durchgemolkene Ziegen müssen sehr eiweißbetont gefüttert werden. Das stellt gerade im Winter eine Herausforderung dar, wo sie ebenfalls einen höheren Energiebedarf haben. Die Kunst besteht darin, die Persistenz zu erhalten und die Tiere in optimaler Kondition zu halten. Leistungsdaten helfen bei der Selektion geeigneter Tiere.
Nach der Hochlaktation kann der Energiegehalt des Futters wieder reduziert werden.
Entscheidend ist, ob die Tiere in eine verlängerte Laktation gehen oder gar über mehrere Jahre dann durchgemolken werden sollen.
Werden sie wieder gedeckt, sollen sie in jedem Fall zu Laktationsende verhaltener und erst in den letzten vier Wochen vor der Geburt wieder mit Kraftfutter angefüttert werden. In dieser Phase kommt Grundfutter bester Qualität eine zentrale Bedeutung zu. Der Mineralstoffbedarf steigt und die Kraftfuttermenge wird wieder gesteigert, um Nährstoffmangel und Ketose vorzubeugen.
Durchgemolkene Ziegen müssen sehr eiweißbetont gefüttert werden. Das stellt gerade im Winter eine Herausforderung dar, wo sie ebenfalls einen höheren Energiebedarf haben. Die Kunst besteht darin, die Persistenz zu erhalten und die Tiere in optimaler Kondition zu halten. Leistungsdaten helfen bei der Selektion geeigneter Tiere.