Mehr Transparenz beim Honigkauf
Künftig müssen bei Honigmischungen
alle Ursprungsländer
sowie ihre Prozentanteile
nachvollziehbar am Etikett
ausgewiesen werden.
Damit endet die Ära der irreführenden
Sammelbezeichnungen
wie „Mischung von
Honig aus EU- und Nicht-EULändern“.
Landwirtschaftsminister
Norbert Totschnig unterstreicht:
„Durch die Honigverordnung
können Konsumentinnen
und Konsumenten
künftig auf einen Blick erkennen,
woher der Honig stammt.
Die klare Herkunftskennzeichnung
schafft Transparenz
und ist entscheidend, da immer
mehr importierter Honig
auf den europäischen Markt
drängt und heimische Qualitätsprodukte
unter Preisdruck
geraten. Österreichische Ware
muss sich klar von anonymen
Importprodukten unterscheiden
können. Mit der Novelle
wird das nun endlich möglich.“
LK Österreich-Präsident
Josef Moosbrugger ergänzt im
Hinblick auf die heimische Imkerei
und Landwirtschaft: „Die
Imkerinnen und Imker haben
schwierige Jahre am Markt hinter
sich, weil die Importe von
Honig aus Drittstaaten den
Markt dominiert und teilweise
ruiniert haben. Eine klare
Herkunftskennzeichnung ist
hier ein Beitrag zur Transparenz.
Mit der Umsetzung unserer
Forderung wird Klarheit am
Markt und eine bessere Sichtbarkeit
und Positionierung
des Naturprodukts Honig geschaffen.
Das ist auch im Sinne
der Landwirtschaft, die in vielen
Bereichen von den Bestäubungsleistungen
der Bienen
profitiert und daher stets auf
gute Partnerschaften mit den
Imkerinnen und Imkern setzt.“
Rückenwind für heimische Imkerei
Honig zählt weltweit zu den
am häufigsten gefälschten Lebensmitteln.
Billige Importe
aus Drittstaaten, die mit Zuckersirup
gestreckt sein können,
setzen den Markt unter
massiven Druck. Die neue Vollkennzeichnung
wirkt hier als
wichtiges Instrument für die
zukünftige Rückverfolgbarkeit
von Honigen für das vorgesehene
Tracingsystem der EU.
„Wir stehen für volle Transparenz
und gegen die Täuschung
am Frühstückstisch“, so Wolfgang
Pointecker, Obmann von
Biene Österreich - dem Dachverband
der österreichischen
Imkerei. Für die österreichische
Imkereibranche ist dieser
Beschluss ein historischer Erfolg.
Rund 33.000 Imkerinnen
und Imker leisten in Österreich
einen wertvollen Beitrag zur
Lebensmittelsicherheit, und
sichern durch unverzichtbare
Bestäubungsleistung die Biodiversität
und landwirtschaftliche
Produktion.