Maschinenring OÖ stellt sich zukunftsicher auf
Unter dem Motto „Gemeinsam
verwurzelt, stark für morgen“
fand vor kurzem die Landestagung
des Maschinenring Oberösterreich
auf Burg Kreuzen
statt. Zahlreiche Ehrengäste und
Wegbegleiter aus Politik, Partnerorganisationen
und Wirtschaft
nahmen teil und unterstrichen
die Bedeutung des Maschinenring
für die oberösterreichische
Wirtschaft und insbesondere für
die heimische Landwirtschaft.
Im Mittelpunkt standen die wirtschaftliche
Entwicklung, die Absicherung
bestehender Märkte
und erfolgreiche Zukunftsprojekte
– von neuen Geschäftsfeldern
im Dienstleistungsbereich
bis zum Unterstützungsverein in
der sozialen Betriebshilfe.
Der Maschinenring Oberösterreich
zeigt sich wirtschaftlich
stabil und richtet seine Organisation
gezielt auf ein volatileres
Marktumfeld aus. Im gewerblichen
Bereich erzielte der Maschinenring
Oberösterreich über
alle Unternehmensbereiche hinweg
86,6 Millionen Euro Umsatz.
Davon entfielen rund 71,2
Millionen Euro auf den Servicebereich,
11,1 Millionen Euro auf
den Personalbereich sowie rund
4 Millionen Euro auf die Reinigungs-
Tochter Reidis. Insgesamt
wurden rund 17.000 Kunden betreut
und mehr als 40.000 Aufträge
abgewickelt. Geschäftsführer
Franz Moser verwies auf die
hohe Veränderungsgeschwindigkeit
in Wirtschaft und Arbeitswelt:
„Wir sind mit denselben
Themen konfrontiert wie
die gesamte Wirtschaft. Veränderung
ist das einzig Beständige
– entscheidend ist, sie aktiv
anzunehmen.“ Ziel sei es, den
Maschinenring organisatorisch,
technisch und wirtschaftlich
weiterzuentwickeln und Ressourcen
effizienter einzusetzen.
Landwirtschaft bleibt Fundament
In Oberösterreich zählt die Organisation
aktuell 18.438 Mitgliedsbetriebe.
Obwohl die Zahl
aktiver landwirtschaftlicher
Betriebe strukturell zurückgeht,
fällt der Mitgliederrückgang
vergleichsweise moderat
aus. Das zeigt die weiterhin
starke Bindung der Betriebe an
den Maschinenring.Auch das
Agrar-Leistungsvolumen von
rund 36,7 Millionen Euro unterstreicht
diese Rolle. Es umfasst
jene Arbeiten und Leistungen,
die landwirtschaftliche Betriebe
in Oberösterreich vor allem in
überbetrieblicher Zusammenarbeit
über den Maschinenring
abwickeln. Ein wichtiger Hebel
sind die Gemeinschaften: Jeder
vierte Mitgliedsbetrieb ist Teil einer
der 372 Gemeinschaften, die
insgesamt 622 Maschinen und
Geräte organisieren. Das senkt
Investitionskosten und erleichtert
den Zugang zu moderner
Technik.
Soziale Betriebshilfe neu organisiert
Wenn auf einem Hof eine Arbeitskraft
durch Krankheit, Unfall
oder Tod ausfällt, ist der Maschinenring
erste Anlaufstelle.
2025 wurden in Oberösterreich
582 Fälle in der sozialen Betriebshilfe
betreut. Die Zahl bleibt über
die Jahre stabil, die Einsätze werden
jedoch länger. Gleichzeitig
wird es schwieriger, nebengewerbliche
Betriebshelfer für längere
Einsätze zu finden. Mit einem
eigenen Unterstützungsverein
hat der Maschinenring OÖ
daher ein Modell geschaffen, das
bundesweit Beachtung findet.
Ziel ist es, Agrar-Fachkräfte fix
anzustellen und ihnen faire Rahmenbedingungen,
Perspektive
und soziale Absicherung zu bieten.
Derzeit sind 31 hauptberufliche
Agrar-Fachkräfte beim
Maschinenring im Einsatz. Finanziert
wird das System unter
anderem durch Mitgliedsbeiträge,
Zuschüsse der SVS und
des Landes Oberösterreich und
den Notfallfonds des Maschinenring.