LK-Gartentipp
Der Olivenbaum – eine neue Obstart für Oberösterreich
Der Olivenbaum – Olea europaea – ist bekannt als Kübelpflanze.
Er wird aufgrund des Klimawandels
zusehends zur Freilandpflanze
im Garten, aber
auch zur produktiven Nutzung
im Erwerbsobstbau.
Obst, nicht Gemüse
Die Olive wird zwar in der Küche wie Gemüse oder zusammen mit diesem verwendet, ist jedoch eine Steinfrucht und damit ein Obst, wenn auch nicht süß, sondern pikant schmeckend.
Eine Gewinnerin des Klimawandels
Der Klimawandel ist eine Realität, mit der wir umgehen müssen. Die Olive zählt zu den Gewinnern der damit verbundenen Umstände. Eine längere Vegetationszeit bringt viel Blattmasse, die das Wachstum fördert. Heiße, trockene Sommer sind dem Olivenbaum zuträglich, wenngleich das Wachstum durch ausreichende Niederschläge oder Bewässerung gefördert wird. Lockere, luftige Böden sind der Olivenkultur zuträglich.
Was die Olive nicht mag
Absolut zu vermeiden sind
verdichtete Böden mit
Staunässe. Ungünstig sind
lange Schneedecken sowie
wochenlanger Nebel. Temperaturen
unter minus 14 Grad
sind riskant, vor allem, wenn
die Perioden länger dauern.
Aber hier gilt es, erst Erfahrungen
zu sammeln.
Kleinklimatische Vorteile an
geschützten Standorten machen
es möglich, den Olivenbaum
auch in klimatisch weniger
begünstigten Lagen zu
pflanzen.
Vielseitige Verwendung
Die ersten Oliven kann man
bald auf seine Pizza legen. Für
andere Verwendungen braucht
man dann doch größere Mengen
dieser mediteranen Frucht.
Vom Olivenöl, über Olivensalz
bis hin zur Olivenschokolade
ist vieles möglich.
Olivenbaum pflanzen
Wer einen Olivenbaum an einem
geschützten Ort pflanzt,
wird in seinem Garten mediteranes
Lebensgefühl mit
Entspannung genießen können,
denn diese Kultur macht
nicht viel Arbeit. Der Schnitt
ist sehr extensiv. Krankheiten
und Schädlinge haben es bisher
noch nicht bis zu uns nach
Oberösterreich geschafft.