Landwirtschaft durch Trockenheit massiv belastet
Die außergewöhnlich trockene Wetterlage setzt der Landwirtschaft in Oberösterreich massiv zu. Fehlende Niederschläge seit Beginn der Vegetationsperiode führen bereits jetzt zu deutlichen Einbußen bei Grünland und Ackerkulturen. Besonders viehhaltende Betriebe geraten durch die angespannte Futterversorgung zunehmend unter Druck. „Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie rasch sich die Situation zuspitzen kann. Viele Betriebe beobachten bereits erhebliche Ertragsverluste und sorgen sich um die weitere Entwicklung in den kommenden Monaten“, erklärt LK OÖ-Präsident Franz Waldenberger. Aus Sicht der Landwirtschaftskammer OÖ ist es daher unbedingt notwendig, Bäuerinnen und Bauern Erleichterungen durch mehr Handlungsspielräume in der Bewirtschaftung zuzugestehen.
In weiten Teilen Oberösterreichs lagen die Niederschlagsmengen in den Monaten März und April deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Laut GeoSphere Austria zählt der April 2026 zu den trockensten seit Beginn der Messungen. Zusätzlich fehlte bereits in mehreren Monaten zuvor der notwendige Niederschlag, wodurch sich die Wasserdefizite im Boden weiter verschärft haben.
LK OÖ fordert rasche und praxisnahe Maßnahmen
Aus Sicht der Landwirtschaftskammer Oberösterreich braucht es nun rasche Unterstützung und mehr Flexibilität für die Betriebe. Besonders wichtig sind kurzfristige Erleichterungen bei den Bewirtschaftungsvorgaben für Biodiversitätsflächen, damit zusätzliche Futterflächen genutzt werden können. Die LK OÖ fordert daher konkret unter anderem:
- eine frühere Nutzung von Biodiversitätsflächen im Grünland,
- flexiblere Regelungen bei Acker-Biodiversitätsflächen,
- zusätzliche Entlastungen bei Betriebsmittelkosten.