Kommentar: Neue Begehrlichkeiten
Sogar der Europäische
Rechnungshof (ERH) kritisierte
jüngst die Legislativvorschläge
für den
nächsten Mehrjahreshaushalt.
Die Kommission
will das Budget mittels
neuer nationaler und regionaler
Partnerschaftspläne
die Verteilung der Gelder
neu organisieren. Zum
ersten Mal gäbe es keine
spezifischen Fonds für die
Landwirtschaft. Selbst der
ERH warnt vor der Zusammenlegung
verschiedener
Politikbereiche und sieht
somit die Gefahr ungleicher
Wettbewerbsbedingungen
für Landwirtinnen
und Landwirte. Auch
das EU-Parlament erteilt
der Kommission eine Absage,
die Verteilung der
Gelder stärker an die Mitgliedstaaten
zu delegieren.
Mit der geplanten
Re-Nationalisierung entsteht
bereits jetzt in Österreich
ein nationaler Wettbewerb,
in welches Ministerium
die Zuständigkeiten
fallen. Dazu weniger
Mittel für die Landwirtschaft
bei gleichzeitig größerem
Budget ist aus österreichischer
Sicht nicht
zu akzeptieren. Das wäre
ein Schlag ins Gesicht für
die kleinteiligen, bergbäuerlichen
Familienbetriebe
in Österreich.