Der Kiebitz kehrt zurück - Vogel des Jahres 2026!
Warum brütet der Kiebitz ausgerechnet am Acker?
Der Feld- und Wiesenvogelbestand ist seit mehreren Jahrzehnten kontinuierlich im Rückgang, so auch der Kiebitzbestand. Die Ursachen dafür liegen hauptsächlich im Lebensraumverlust. Der Kiebitz fand früher seinen Lebensraum in sumpfigen oder mageren Wiesen, die eine gute Rundumsicht zuließen. Diese Lebensräume wurden vielfach entwässert, trockengelegt, intensiviert und gerieten in Verlust. Der Kiebitz wechselte daher auf im Frühjahr unbestellte Ackerflächen als Ersatzlebensraum, da er auch hier den notwendigen Rundumblick vorfindet.
Was gefährdet den Kiebitz?
Kiebitze legen am Ackerboden in unscheinbaren Nestern bis zu vier gut getarnte Eier. Er ruft sehr auffällig und fällt durch seinen Balzflug mit Sturzflügen auf. Während der Brutzeit von März bis Juni sind Kiebitze vielen Gefahren ausgesetzt. Durch die Bodenbearbeitung und Bewirtschaftung der Ackerflächen werden die Gelege oft unabsichtlich überfahren, oft noch bevor die Jungen schlüpfen. Fressfeinde wie Füchse, Krähen oder andere Raubvögel erschweren in der Folge das Überleben der Jungvögel zusätzlich.
Was kann man für den Kiebitz tun?
Im Zeitraum vom 20. März bis zum 10. Mai brüten die meisten Kiebitze. Wenn die Möglichkeit besteht, in diesem Zeitraum auf Bodenbearbeitung etwa durch verzögerten Maisanbau zu verzichten, ist viel gewonnen. Wenn eine Bodenbearbeitung unumgänglich ist, sollten die Nester umfahren werden. Dazu muss natürlich die Lage der Nester bekannt sein, diese sind durch Ausstecken zu markieren. Dabei ist darauf zu achten, dass die Markierstäbe nicht zu dick sind, damit sie nicht als Ansitz für Raubvögel dienen. Wiesenbrütende Kiebitze kann man mit einer verzögerten ersten Mahd ab Anfang Juni am besten unterstützen. Weitere Informationen, Fotos und Anleitungen sind unter www.kiebitzerei.at zu finden.
Wie funktioniert die Förderung von Schutzmaßnahmen für den Kiebitz?
Bei einer festgestellten Brut kann bei Vermeidung von Tätigkeiten, die einen Bruterfolg verhindern oder zur Vergrämung der Brut führen, eine Prämie in der Höhe von 200 Euro/Brut gewährt werden. Die Brut muss durch Ornithologen bestätigt werden.
Für Kiebitz-Zeitfensterflächen oder Kiebitzinseln (bis zu 0,3 ha Größe) auf bewirtschaftetem Acker können 300 Euro/Zeitfensterfläche oder Kiebitzinsel gewährt werden. Die Gesamtprämie ist mit 2.000 Euro je Betrieb und Jahr gedeckelt.
Für das Gebiet der Traun-Enns-Platte und die Bezirke Wels-Land, Eferding, Grieskirchen kann Dr. Steiner per Mail (wfm.steiner@gmail.com) kontaktiert werden. Für die Bezirke Ried und Braunau kann man sich per Mail (kiebitz@themanatur.eu) an das Projekt Kiebitzerei wenden. Der Förderantrag ist unter folgendem Link abrufbar: https://www.land-oberoesterreich.gv.at/527120.htm
Für Kiebitz-Zeitfensterflächen oder Kiebitzinseln (bis zu 0,3 ha Größe) auf bewirtschaftetem Acker können 300 Euro/Zeitfensterfläche oder Kiebitzinsel gewährt werden. Die Gesamtprämie ist mit 2.000 Euro je Betrieb und Jahr gedeckelt.
Für das Gebiet der Traun-Enns-Platte und die Bezirke Wels-Land, Eferding, Grieskirchen kann Dr. Steiner per Mail (wfm.steiner@gmail.com) kontaktiert werden. Für die Bezirke Ried und Braunau kann man sich per Mail (kiebitz@themanatur.eu) an das Projekt Kiebitzerei wenden. Der Förderantrag ist unter folgendem Link abrufbar: https://www.land-oberoesterreich.gv.at/527120.htm