Hundekot und Littering: Wenn Rücksichtslosigkeit zur Gefahr wird
Es ist ein vertrauter Anblick in der Umgebung von Oberösterreichs oft viel frequentierten Spazierwegen: Neben den beliebten „Gassiwegen“ gibt es viele mit Hundekot verschmutzte Wiesen. Dies ist kein „Kavaliersdelikt“, sondern stellt ein ernstes Risiko für die Tiergesundheit dar, nicht zuletzt wegen der drohenden Infektionsgefahr von Rindern durch die sogenannte Neosporose, wenn sie durch Hundekot verschmutztes Gras fressen. Hinzu kommt oftmals noch die Belastung durch achtlos weggeworfenen Müll entlang von Wiesen und Feldern, die an Straßenrändern liegen.
Hundekot auf Grünland ist mehr als eine optische Beeinträchtigung. In den Ausscheidungen können infektiöse Parasiteneier des Erregers Neospora caninum enthalten sein – dem Auslöser der für Rinder hochgefährlichen Neosporose. Die Übertragung geschieht besonders häufig, wenn Hunde rohes Fleisch erhalten oder während des Freilaufs Kontakt zu infiziertem Material wie Mäusen haben. Die Folge in den Rinderställen: Fehlgeburten, Totgeburten oder lebensschwache Kälber, oftmals ohne Behandlungsmöglichkeit. „Unsere Bäuerinnen und Bauern wollen sichere Lebensmittel erzeugen. Dazu gehört, dass auf den Wiesen kein Hundekot liegt, schon aus Respekt gegenüber unseren Tieren. Wir appellieren eindringlich: Hunde anleinen, auf Wegen bleiben und das „Sackerl fürs Gackerl“ verwenden“, appelliert Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Waldenberger an die Hundebesitzerinnen und -besitzer.