Heimischer Spargel unter Druck: Der Selbstversorgungsgrad sinkt
Der Start in die oberösterreichische Spargelsaison erfolgt heuer pünktlich und unter klassischen April-Bedingungen: Nach einer langen trockenen Nebelphase, Niederschlägen in der zweiten Februarhälfte und einem kühlen Witterungsrückschlag Ende März können die Spargelbauern nun wie gewohnt in die Ernte gehen. Insgesamt waren die Bedingungen der vergangenen Wochen dem Spargel zuträglich und sorgen dafür, dass die Konsumentinnen und Konsumenten wieder mit Spargel in Top-Qualität rechnen dürfen.
Doch der Saisonauftakt fällt in ein zunehmend herausforderndes Umfeld: Der Selbstversorgungsgrad beim Spargel ist innerhalb der vergangenen drei Jahre um elf Prozentpunkte gesunken: von 47 Prozent 2023 auf nur noch 36 Prozent 2025.
„Die heurige Spargelsaison kann in Oberösterreich pünktlich starten. Die Voraussetzungen sind für die Spargel-Ernte für die nächsten Wochen optimal, wenn es zu keinen Spätfrösten kommt, es gelegentlich regnet und die Sonne für warme Bodentemperaturen sorgt. Gleichzeitig müssen wir aber auf eine besorgniserregende Entwicklung hinweisen: Der Rückgang der Eigenversorgung um elf Prozent in den letzten paar Jahren zeigt, wie stark der Importdruck mittlerweile geworden ist und wie gefährdet die regionale Versorgung trotz hoher Kompetenz unserer Bäuerinnen und Bauern ist“, betont Franz Waldenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ.