Gemeinsam für eine schlagkräftige Nassmaiskampagne 2026
Gleichzeitig stieg
mit zunehmender Abreife das
Risiko von Stängelknicken,
Lagerung und Kolbenverlusten.
Für viele Betriebe war daher
klar: Eine bis Dezember
dauernde Nassmaiskampagne
könnte heuer zu größeren Ertragsverlusten
führen.
Die Erzeugergemeinschaft
(EZG) Donautal hat diese Situation
frühzeitig erkannt und
die Problematik gegenüber ihrem
Vertragspartner AGRANA
thematisiert. Dieses Anliegen
wurde von der Landwirtschaftskammer
OÖ unterstützt. Diese
hat die außergewöhnliche
pflanzenbauliche Situation
fachlich bewertet und die Risiken
einer zu langen Erntestreckung
aufgezeigt.
In konstruktiven Gesprächen
zwischen EZG Donautal
und AGRANA konnte schließlich
eine Lösung erreicht werden.
AGRANA zeigt Verständnis
für die besondere Vegetationssituation
und erklärte sich
bereit, die Nassmaisübernahme
deutlich kompakter abzuwickeln,
als ursprünglich vorgesehen.
Zusätzlich wird die Möglichkeit
angeboten, Nassmais,
der dringend geerntet werden
sollte, in Siloschläuchen zwischenzulagern.
Die Abwicklung der Verschlauchung
wird über die Organisatoren
der EZG geplant
und ist mit diesen abzustimmen.
Damit profitieren die Maisbauern
von einer rascheren
Ernte der durch Trockenheit
geschädigten Bestände und einem
geringeren Risiko von Kolben-
und Ernteverlusten. Dieses
Beispiel zeigt, dass durch
die gute Zusammenarbeit von
Landwirten, Erzeugergemeinschaft,
Landwirtschaftskammer
und Verarbeitungswirtschaft
praxisnahe Lösungen
möglich sind, die den aktuellen
Herausforderungen auf den
Betrieben gerecht werden.
Die LK OÖ bedankt sich bei
der EZG Donautal sowie bei
den Verantwortlichen der Firma
AGRANA für die Bereitschaft,
auf die besondere Situation
des Jahres 2026 einzugehen.
Gemeinsam konnten
wieder Lösungen im Interesse
der heimischen Maisbauern
erreicht werden.